Wolfsburg, Straubing und München verlieren zum CHL-Achtelfinal-AuftaktSalzburg überrascht gegen Rögle

Der EHC Red Bull München strauchelte gegen den EV Zug – wie hier Jonathon Blum (links) im Duell mit Zugs Yannick Zehnder. (Foto: dpa/picture alliance/Kolbert-Press)Der EHC Red Bull München strauchelte gegen den EV Zug – wie hier Jonathon Blum (links) im Duell mit Zugs Yannick Zehnder. (Foto: dpa/picture alliance/Kolbert-Press)
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Grizzlys Wolfsburg – Lulea HF 2:3 (1:2, 0:0, 1:1)   

Ein knapper, aber letztlich verdienter Sieg des schwedischen Tabellensechsten Lulea HF. Die Nordschweden waren über die gesamte Spielzeit das läuferisch und technisch stärkere Team, das mit einem Superstart glänzte und mit diesem Zwei-Tore-Vorsprung, der bereits nach acht Minuten herausgespielt war, glänzte.

Das 1:0 für Lulea war das Ergebnis einer herausragenden Dreieckskombination in Überzahl, das vom Leichtgewicht Brendan Shinnimin (2020/21 bei den Adlern Mannheim) eiskalt zum Abschluss gebracht wurde. Wolfsburgs Torhüter Dustin Strahlmeier hatte keine Abwehrchance. Die gleiche Bauart beim 2:0. Die Schweden demonstrierten Zusammenspiel in Perfektion und Torschütze Konstantin Komarek hatte keine Abschlussprobleme. Erst danach kamen die Wolfsburger etwas in Fahrt, fuhren erste überzeugende Angriffe und als Darren Archibald den schwedischen Torhüter Mateus Ward, normal Back-up hinter Stammkeeper Joel Lassinantti, mit einem frechen Schuss aus kurzer Entfernung ins lange Eck überwand, hatten die Grizzlys durchaus die Hoffnung auf einen Sieg. Im zweiten Drittel standen dann beide Teams sicher, ließen keine Tore zu und so musste die Entscheidung im dritten Spielabschnitt fallen. Das 3:1 für Lulea fiel schließlich durch einen Glücksschuss von Julius Honka, der genau ins rechte Toreck traf. Strahlmeier auch hier ohne Chance. Wolfsburg wollte sich jeodch nicht geschlagen geben. Jean-Christophe Beaudin gelang tatsächlich noch der Anschluss mit einem tollen Schuss, aber danach ließ sich Lulea nicht mehr überraschen und geht natürlich als Favorit in das in einer Woche stattfindende Rückspiel.

Tore: 0:1 (03:38) Brendan Shinnimin (Conolly, Tyrväinen 5-4), 0:2 (07:46) Konstantin Komarek (Fröberg, Engsund), 1:2 (17:18) Darren Archibald (Schinko, Pfohl), 1:3 (47:23) Julius Honka (Komarov, Conolly), 2:3 (52:55) Jean-Christophe Beaudin (Mingoia, Murray)

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Frölunda HC Göteborg – Straubing Tigers 4:0 (0:0, 3:0, 1:0)  

Nur 1.781 Zuschauer wollten diese Partie sehen und sie sahen einen verdienten Erfolg ihrer Frölunda Indians, die überlegen (42:22 Torschüsse) agierten, stark in der Abwehr waren und die einen Vorsprung herausschossen, der für das Rückspiel reichen sollte. Konnten die Straubinger das erste Drittel, dank eines überragenden Florian Bugl im Tor, noch mit einem 0:0 abschließen, war es nach wenigen Minuten im zweiten Drittel soweit. Carlsson bediente Lundquist und der musste die Scheibe, unbedrängt, nur an Bugl vorbeilenken. Straubing versteckte sich nach dem Rückstand nicht, versuchte eigene Akzente zu setzen und hatte Pech, als Defender Ian Scheid nur knapp an Frölundas Keeper Lars Johansson scheiterte. Kurz darauf dann das wohl entscheidende Tor. Stephan Daschner vertändelte die Scheibe im eigenen Drittel, Mats Rosseli-Olsen luchste sie ihm ab und überwand mit einem trockenen Handgelenkschuss Bugl zum 2:0. Sehr ärgerlich für die Niederbayern, dass das 0:3 ganze fünf Sekunden vor der zweiten Sirene fiel. Im letzten Abschnitt nahm dann Göteborg das Tempo raus, verwaltete das Spiel ohne es abzugeben und nach einem weiteren Abwehrfehler hieß es sogar noch 4:0 für Göteborg.

Tore: 1:0 (26:39) Joel Lundquist (Carlsson, Johansson), 2:0 (31:41) Mats Rosseli-Olsen, 3:0 (39:55) Joel Lundquist (Lasch, Friberg 5-4), 4:0 (56:57) Liam Dower Nilsson (Lindbohm, Lasu)

EHC Red Bull München – EV Zug 1:5 (0:3, 0:2, 1:0)   

Immerhin, die Olympia-Eishalle in München war mit über 4.200 Zuschauern relativ gut gefüllt. Darunter eine große Schar Zuger Fans, die am Ende ihr Glück nicht fassen konnten. In der eigenen Schweizer Meisterschaft hatte Zug zuletzt eine Niederlagenserie hinnehmen müssen, war als doppelter Titelverteidiger bis auf Platz fünf, mit aktuell 15 Punkten Rückstand auf Leader Genf, durchgereicht worden. Was die Mannschaft aber draufhat, zeigte sie am Dienstagabend in München. Bereits der Start glückte in Perfektion. Wie ein schwedisches Uhrwerk kombinierte der Powerplay-Sturm der Zuger und nach sieben Minuten führten die Gäste 1:0. Dieser Vorsprung konnte bereits eine halbe Minute später auf 2:0 erhöht werden, als Kreis fast ungehindert bis zur Hintertorbande durchlaufen konnte, den völlig freistehenden Dario Simion bediente und dieser Münchens Torhüter aus den Birken aus nähester Entfernung überwand. Ebenso peinlich für einen deutschen Meisterschaftsanwärter das defensive Verhalten beim 0:3. Zugs O`Neill konnte sich Münchens Verteidiger Blum problemlos entledigen, suchte im Slot Topscorer Cehlarik und der traf zur 3:0 Führung. Man hatte das Gefühl, dass den Münchnern das Zuger Speedeishockey einfach zu schnell war. Im zweiten Spielabschnitt zeigten sich die Red Bulls defensiv etwas stärker, mussten aber das 0:4 nach einer schönen Kombination von Senteler und Zehnder hinnehmen und es kam noch ärger. Zwischendurch immer mal wieder Versuche der Münchner zur Resultatsverbesserung, wie z.B. durch Yasin Ehliz, der jedoch in Nationalkeeper Genoni seinen Meister fand. Wenn so vieles schief läuft, dann gehen auch einfache Sachen daneben. Beim fünften Gegentor, diesmal durch Peter Cehlarik nach einem Onetimer rutschte dem bis dahin stark haltenden Danny aus den Birken im Münchner Tor, die Scheibe durch die Schoner. Sei es drum. Immerhin erzielten die Münchner durch Filip Varejcka, einem Talent aus der eigenen Jugend, den hochverdienten Ehrentreffer.

Tore: 0:1 (06:45) Sven Senteler (O`Neill, Martschini 5-4), 0:2 (07:10) Dario Simion (Kreis, Kovar), 0:3 (13:06) Peter Cehlarik (O`Neill), 0:4 (22:16) Sven Senteler (Zehnder, Herzog), 0:5 (27:24) Peter Cehlarik (O`Neill, Djoos), 1:5 (44:33) Filip Varejcka (Boyle, Schütz)

Jukurit Mikkeli – HC Fribourg-Gottéron 1:1 (1:0, 0:1, 0:0)

Ein verdientes Unentschieden auf Grund einer starken Fribourger Defensivleistung. Das einzige finnische Tor entsprang einer Einzelleistung von Aaltonen, der einen gegnerischen Pass abfing und seinen Break erfolgreich abschloss. Etwas glücklich der Ausgleich durch Gunderson, der den Puck über die Torlinie von Mikkeli förmlich arbeitete.   

Tore: 1:0 (11:38) Juhamatti Aaltonen, 1:1 (23:16) Ryan Gunderson (Kuokkanen, Sprunger)

Färjestads BK – Mountfield HK Hradec Kralove 4:3 (1:1, 2:2, 1:0) 

Der schwedische Favorit wankte, fiel aber nicht. Die Tschechen war über die gesamte Spielzeit gleichwertig, stellenweise sogar überlegen, konnten ihren zwischenzeitlich herausgespielten Zweitorevorsprung jedoch nicht über die Ziellinie retten. Auf alle Fälle gehört diese Paarung in der kommenden Woche zu den spannendsten.  

Tore: 1:0 (02:29) Joakim Nygard (Aslund, Elie), 1:1 (03:43) Graeme McCormack, 1:2 (24:44) Martin Stohanzl (Dolezal, Pilar), 1:3 (30:15) Zdenek Dolezal (Smolenak), 2:3 (30:36) Marcus Nilsson (Ejdsell, Lindquist), 3:3 (33:11) Remi Elie (Aslund, Berglund), 4:3 (44:17) Joel Nyström (Lindquist, Johansson)

HC Davos – Tappara Tampere 0:1 (0:0, 0:1, 0:0)   

In der ausgeglichenen Partie (25:23 Torschüsse für Tampere) fiel das Tor des Tages ausgerechnet in einer Überzahlphase von Davos. Danach warf Davos alles nach vorne, konnte jedoch die sichere Finnische Defensive um Torhüter Jan Ruzicka nicht mehr überwinden.

Tore: 0:1 (32:15) Petteri Puhakka (Rauhala 4-5)

EC Red Bull Salzburg – Rögle BK 3:1 (0:0, 1:1, 2:0)   

Die absolute Überraschung des Achtelfinales. Die Salzburger überraschten vor 2.800 Zuschauern ihre schwedischen Gäste mit einer überaus couragierten Leistung und gewannen zu Recht. Jetzt wird es interessant zu sehen, ob Rögle den Rückstand in einer Woche aufholen kann.

Tore: 1:0 (28:57) Dennis Robertson (Meyer, Wukovits), 1:1 (38:42) Ludvig Larsson (Stal Lyrenäs, Rosdahl), 2:1 (44:55) Mario Huber (Meyer, Genoway), 3:1 (58:18) Benjamin Nissner (Schneider)

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