Weitere Überraschungen zum CHL-AuftaktDie Spiele am Freitag

Die Graz 99ers haben bei den Frölunda Indians gewonnen. (Foto: dpa/picture alliance)Die Graz 99ers haben bei den Frölunda Indians gewonnen. (Foto: dpa/picture alliance)
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Aus deutscher Sicht kamen die Adler Mannheim zu einem ungefährdeten 6:1 Auswärtssieg in Wien. Graz schockt den amtierenden Champion Frölunda vor heimischem Publikum. Der erste Spieltag zeigte: die Underdogs verstecken sich nicht. Schon am Samstag geht es in Runde zwei und es kommt womöglich zu weiteren Überraschungen.

Gruppe D:

Lahti Pelicans – Ocelari Trinec 1:0 (0:0, 0:0, 1:0)

So einfach wie sich das die Lahti Pelicans vorstellten war es letztlich nicht. Vor 3.682 Zuschauern besiegten die Pelicans die Tschechen aus Trinec knapp mit 1:0. Hauptaugenmerk lag dabei auf Goalie Tomi Karhunen, der 45 Schüsse parierte und sein Team zu seinem ersten Shutout der Saison führte. Das erste Drittel blieb torlos, wobei die Gäste mit einem Torschussverhältnis von 22:5 im ersten Drittel mehr vom Spiel hatten. Erst zu Beginn des Schlussabschnitts eröffneten die Pelicans im Powerplay durch Kapitän Hannes Björninen den Toreigen (44.). Trinec scheiterte trotz Penalty Mitte des dritten Drittels an Goalie Karhunen.

Junost Minsk – Lausanne HC 3:2 (0:0, 0:0, 2:2, 1:0) n.V.

Minsk zeigte dem CHL-Neuling im ersten Drittel wohin es geht und hatte zunächst mehr vom Spiel. Im zweiten Drittel hätte Minsk aufgrund einiger Überzahlsituationen einen ersten Treffer erzielen können, scheiterte jedoch stets am Schweizer Schlussmann Tobias Stephan. Im letzten Drittel konnten die Weißrussen Stephan überwinden und kamen durch Vsevolod Kashkar (42.) und Denis Tsyganov (47.) innerhalb kürzester Zeit zu einem soliden 2:0 Vorsprung. Doch Lausanne gab nicht auf und kam durch Josh Jooris (52.) mit ihrem ersten CHL-Tor überhaupt nochmals heran. Als Christophe Bertschy (57.) kurz vor Schluss den Ausgleich erzielte, lag die Überraschung in der Luft. In der Overtime besiegelte Yunost Minsk letztlich den Sieg durch einen Treffer von Maxim Maltsev.

Gruppe E:

Skelleftea AIK – SC Bern 3:2 (0:0, 0:0, 2:2, 1:0) n.P.

Auch in der Skelleftea Kraft Arena kamen die 2.190 Zuschauer auf ihre Kosten. In den ersten beiden Dritteln waren stets die Goalies im Vordergrund und hielten ihre Kästen sauber. Beide Teams konnten ihre Möglichkeiten nicht nutzen. Selbst nach einer 5+ Spieldauer-Disziplinarstrafe von Berns Jan Mursak wurden die Schweden nicht zwingend gefährlich. Bern hingegen nutzte zu Beginn des Schlussabschnitts seine Überzahlsituation und ging durch Andrew Ebbett in Front (43.). Skellefteas Oskas Möller kam zwar in der 51. Spielminute zum Ausgleich doch Berns Alain Berger erhöhte keine Zeigerumdrehung später auf 2:1 (52.). Doch Skelleftea kam nochmals zurück. Joakim Lindström glich erneut aus (57.) und bescherte den Schweden durch den einzigen Shootout-Treffer sogar den Heimsieg.

Kärpät Oulu – Bruleurs de Loups de Grenoble 3:1 (2:0, 0:0, 1:1)

Kärpät Oulu wurde seiner Favoritenrolle gerecht und besiegte Grenoble aus ihrer Sicht knapp mit 3:1. Der finnische Favorit ging im ersten Drittel durch Jesse Puljujärvi früh in Fürhung (3.) und erhöhte kurz vor Ende des ersten Drittels durch Janne Pesonen auf 2:0 (20.). Im Mittelabschnitt sahen die 4.392 Zuschauer in der Oulun Energia Areena zu, wie Kärpät den Vorsprung verwaltete. Im letzten Drittel kam Grenoble durch Damien Fleury zwar nochmals ran (49.), doch Kärpät ließ sich den Sieg nicht nehmen und erhöhte kurz vor Schluss auf den verdienten 3:1 Endstand (56.).

Gruppe F:

Vienna Capitals – Adler Mannheim 1:6 (0:3, 0:2, 1:1)

Als dritter deutscher Teilnehmer absolvierten auch die Adler Mannheim ihr erstes CHL Spiel der Saison. Sie waren vor 3.950 Zuschauern zu Gast in der Wiener Erste Bank Arena. Dank einer starken Vorstellung kamen die Adler zu einem ungefährdeten 6:1 Auswärtssieg bei den Vienna Capitals. Bereits im ersten Drittel waren die Weichen für einen Sieg des amtierenden deutschen Meisters gestellt. In der siebten Minute kamen die Adler durch Youngster Janik Möser zur verdienten 1:0 Führung. Lean Bergman, ein weiterer Youngster der Adler, erhöhte im Powerplay noch während des ersten Drittels (16.) Und Mannheim wollte noch mehr. Das dritte junge Talent Tim Stützle zimmerte den Puck in den Winkel zum 3:0 (18.). Es war das erste Profi-Tor für den erst 17-jährigen Rookie. Während Neuzugang Johan Gustafsson für die Adler noch einen Alleingang schön parierte, machten es die Adler im Gegenzug besser. Brent Raedeke brachte die Scheibe gefährlich vor das Tor und erhöhte mit Glück zum 4:0 (21.). In der 35. Spielminute machte Brenda Rendulic alles klar – 5:0 (35.). Im Schlussabschnitt verwaltete Mannheim seinen Vorsprung und ließ auch den Wienern etwas vom Spiel. Diese kamen durch den in Deutschland nicht unbekannten Mike Zalewski zum Ehrentreffer (55.). Doch Lean Bergman hatte noch nicht genug und setzte mit seinem zweiten Treffer des Abends den Schlusspunkt zum 1:6 aus Wiener Sicht (57.). Alles in allem war es ein souveräner und nie gefährdeter Sieg der Adler Mannheim.

GKS Tychy – Djurgardens IF Stockholm 2:6 (1:2, 0:0, 1:4)

Auch im zweiten Spiel der Gruppe F siegte der Favorit klar und deutlich. Vor 2.135 Zuschauern siegte Djurgarden bei GKS Tychy letztlich verdient mit 6:2. Zwar ging der polnische Gastgeber überraschend in Führung (12.), doch der Favorit aus Stockholm drehte die Partie noch im ersten Abschnitt (15., 20.). Im Mitteldrittel passierte nicht viel, so dass die Entscheidung im Schlussabschnitt fallen musste. Nach nur 26 Sekunden erhöhte Alexander Holtz mit seinem zweiten Treffer für die Schweden auf 3:1 (41.). Drei Minuten später netzte Patrik Berglund zum verdienten 4:1 aus schwedischer Sicht ein (44.). Die Hausherren verkürzten auf 2:5 (46.), doch Djurgarden setzte mit dem 2:6 den Schlusspunkt (51.). Letztendlich ein verdienter Auswärtssieg der Schweden.

Gruppe H:

Frölunda Indians – Graz 99ers 5:6 (2:2, 1:2, 2:1, 0:0, 0:1) n.P.

Für die Enttäuschung des Abends sorgte der amtierende CHL-Champion, die Frölunda Indians bei ihrem Heimspiel gegen den CHL-Neuling aus Graz. Bereits nach 62 Sekunden führten die Hausherren mit 2:0 (1., 2.). Im Laufe des ersten Drittels nahm es Frölunda zu locker und ließ die Grazer kommen. Noch im ersten Abschnitt glichen die Österreicher zum nicht unverdienten 2:2 aus (10., 16.). Im Mitteldrittel gingen die Gastgeber zunächst erneut in Führung (24.). Doch einmal mehr kämpften sich die 99ers zurück. Noch während des Mittelabschnitts drehten die Grazer die Partie. Erst glich Matthew Garbowsky aus (33.). Kurz darauf erhöhte Dominik Grafenthin mit seinen beiden Treffern auf 5:3 aus Sicht der Gäste (35., 50.). Frölunda kam durch CHL Topscorer Ryan Lasch zunächst auf 4:5 heran (54.) und glich sogar kurz vor Ende der Partie durch Patrik Carlsson noch aus (58.). Im Shootout behielten die Neulinge die Oberhand und besiegten den amtierenden Champion in heimischer Halle.

Cardiff Devils – Mountfield HK 3:2 (0:1, 2:0, 1:1)

Den Schlusspunkt des ersten Spieltags setzten die Cardiff Devils, die Mountfield HK empfingen. Dabei ging Mountfield HK im ersten Drittel durch Radovan Pavlik in Führung (13.). Im Mitteldrittel zeigten die Devils ihre Stärke und kamen zunächst in einer 5 gegen 3 – Powerplay Situation zum Ausgleich 32.). Auch die weitere Strafe der Gäste nutzten die Gastgeber und erhöhten direkt auf 2:1 (33.). Im Schlussabschnitt gelang dem Underdog sogar noch die 3:1 Führung durch Charles Linglet (46). Zwei Sekunden vor Ende der Spielzeit kam Mountfield nochmals ran (60.), doch das sollte nicht mehr reichen. Am Ende gewinnen die Devils aus Cardiff ihr erstes Heimspiel der diesjährigen CHL-Saison mit 3:2.

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