Skandinavisches Finale in der CHL möglichCHL kompakt

Bili Tygri Liberec und die Växjö Lakers stehen sich im CHL-Halbfinale gegenüber. (Foto: dpa)Bili Tygri Liberec und die Växjö Lakers stehen sich im CHL-Halbfinale gegenüber. (Foto: dpa)
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Mit dem 1:1 auswärts in Liberec haben die Lakers einen großen Sprung in Richtung Finale gemacht. Das zweite tschechische Team aus Trinec deutete über vierzig Minuten in Jyväskylä an, wie stark es sein kann aber am Ende stand ein 2:4 – und zwei Tore aufholen ist kein leichtes Unterfangen, aber dennoch machbar.

Bili Tygri Liberec – Växjö Lakers HC  1:1 (0:0, 0:1, 1:0)

Endlich war das Stadion fast voll. Über 5700 Zuschauer wollten dem Spiel beiwohnen und natürlich einen möglichst hohen Sieg ihrer weißen Tiger feiern. Am Ende stand ein mühevolles 1:1 gegen defensivstarke Schweden und die Erkenntnis, dass nur ein Ausnahmeauftritt in Schweden Liberec noch in das Finale bringen kann.

Im ersten Drittel war das Spiel ausgeglichen. Die beste Chance der Gastgeber hatte dabei der erst 21-jährige Jan Ordos, der die schwedischen Verteidiger wie Slalomstangen umkurvte und nur knapp an Växjö-Keeper Viktor Andren scheiterte oder auch Abwehrspieler Smid, dessen Schlagschuss zu unplatziert war. Das rächte sich gleich zu Beginn des Mitteldrittels, als Froberg vor Liberec-Keeper Janus auftauchte, dieser den Puck wegschlagen wollte, aber genau den mitgelaufenen Reddox von Växjö bediente und dieser keine Mühe hatte, das leere Tor zu treffen. Das 1:0 für Växjö war sicherlich zu diesem Zeitpunkt eine kleine Überraschung. Janus machte aber im gleichen Drittel seinen Fauxpas wieder gut, als er Reddox bei einem schnellen Konter gekonnt stoppte. Im Schlussdrittel erhöhte Liberec noch einmal das Tempo und diesmal passierte den Lakers ein Fehler, der zum 1:1 führte. Der Amerikaner Welch verlor den Puck an der Bande an Dominik Lakatos und das Eigengewächs der weißen Tiger bediente per Querpass Lukas Jasek und dieser hatte keine Probleme, den starken Andren im Tor der Schweden zu bezwingen.

JYP Jyväskylä – HC Ocelari Trinec  4:2 (0:1, 4:0, 0:1)

Zwei Drittel jeweils 1:0 gewonnen und doch verloren. Wie so etwas geht, bewiesen die Tschechen aus Trinec bei ihrer Begegnung im finnischen Jyväskylä. Besonders im ersten Drittel zeigten die Tschechen ein starkes Pressing, ließen die Finnen nicht ins Spiel und konnten bei einem Überzahlspiel durch Martin Adamsky (13.) das 1:0 erzielen. Das zweite Drittel musste erst Fahrt aufnehmen, dann starteten die Finnen durch. Den Startschuss lieferte Robert Rooba, ein 24-jähriger Este. Rooba traf aus wenigen Metern Entfernung in der 28. Minute zum 1:1. Zwischen der 33. und 35. Minute entlud sich dann die von JYP aufgebaute Spannung in sage und schreibe drei Toren innerhalb von nur 180 Sekunden. Der vom NL-Verein Ambri-Piotta vor der Saison geholte Mikko Mäenpää traf als Erster fast von der gleichen Position wie vor ihm Rooba. Der gleiche Mäenpää war auch der Torschütze zum 3:1, diesmal im Powerplay und wiederum nur eine Minute später zog Vainio von der blauen Linie ab, Janne Kolehmainen hielt seine Kelle in den Schuss und Trinec-Keeper Hamerlik war erneut geschlagen. Im dritten Drittel versuchte Jyväskylä den Vorsprung zu verwalten und das klappte letztendlich nur bedingt. Nach einem Abwehrfehler tauchte Trinec-Topscorer Tomas Marcinko (43.) vor dem gegnerischen Tor auf und verkürzte noch auf 2:4.

Start ist am 29. August, das Finale findet Anfang Februar 2020 statt
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