Skandinavisches CHL-Finale perfektCHL-Halbfinale

Antti Suomela verwandelte den entscheidenden Penalty für JYP Jyväskylä. (Foto: dpa)Antti Suomela verwandelte den entscheidenden Penalty für JYP Jyväskylä. (Foto: dpa)
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Nun treffen am 6. Februar der schwedische Tabellenführer Växjö Lakers HC auf den Tabellenfünften der finnischen Liga, JYP Jyväskylä. Wo das Spiel ausgetragen wird, ist noch offen.

Växjö Lakers HC – Bili Tigri Liberec  6:1 (3:0,1:1,2:0)

Bereits vor einer Woche deutete es sich an. Liberec hätte sich durch einen klaren Heimsieg ein Polster verschaffen müssen, aber die defensivstarken Schweden verhinderten dies mit einem 1:1. Jetzt musste Liberec beim Tabellenführer der schwedischen SHL siegen und da spielten die Nerven nicht mehr mit. Ganze sechs Minuten brauchte Växjö zum 1:0. Der erst 19-jährige First-Round-Draft-Pick der Vancouver Canucks von 2017, Elias Petersson, jagte die Scheibe im Powerplay mit einem Diagonalschuss in die Maschen. Eine Minute später wurde Shinnimin von Calof bedient, eine kurze Körpertäuschung, ein Pass zu Martin Lundberg und es stand 2:0. Eine Vorentscheidung? Ja, denn die Tschechen konnten kaum das gegnerische Tor in Gefahr bringen und zu allem Unglück kam auch noch eine konfuse Abwehr vor dem 3:0 dazu, so dass Linus Froberg keine Probleme in der 16. Minute hatte. Noch schlimmer für das Team von Trainer Filip Presan wurde es kurz nach Drittelbeginn. Bei einem schnellen Konter erhielt Tuomas Kiiskinen einen brillanten Querpass von Persson und es stand 4:0. In der Schlussminute des zweiten Drittels hatte dann auch Liberec etwas Glück. Petr Jelinek fälschte einen Schuss von Krenzelok zum Ehrentor ab. Zwar versuchten die Tschechen in den letzten 20 Minuten alles, aber die Schweden verwalteten gekonnt das Ergebnis und als die Kraft der Gäste etwas nachließ, trafen die Lakers sogar noch zweimal. Zuerst traf Pontus Netterberg im Fallen zum 5:1 und eine Minute vor Schluss Elias Petersson zum 6:1.

HC Ocelari Trinec – JYP Jyväskylä  4:3 (1:2, 1:0, 2:0, 0:1) n.P.

Das deutlich spannendere Halbfinalspiel wurde in Trinec gezeigt, an der tschechisch-polnischen Grenze. Nach dem 4:2-Erfolg im Hinspiel zeigten sich die Finnen aus Jyväskylä selbstbewusst, wollten eine schnelle Entscheidung. Zunächst begann aber die erste Zitterphase, als nach drei Minuten der KHL-erfahrene Martin Ruzicka einen Pass von Marcinko direkt abnahm und JYP-Keeper Juho Olkinuora geschlagen war. In der elften Minute dann der Ausgleich. Der jüngste Verteidiger im Defensivverbund der Finnen, der 23-jährige Juuso Vainio überwand Trinec-Keeper Simon Hrubec. Die nun sicherer auftretenden Finnen kamen in der 18. Minute sogar zur Führung. Einen Schuss von Jyväskyläs Kapitän Hytonen konnte Hrubec nur abklatschen und Jarkko Immonen war der lachende Dritte. Mit diesem 1:2 sah es wirklich übel für Trinec aus, denn nun lautete der Gesamtstand ja sogar 3:6.

Im  zweiten Drittel arbeitete das Team das Trinec deutlich konzentrierter in der Abwehr und hatte zwischenzeitlich sogar Glück, als Michal Kovarcik (26.) den Ausgleich erzielte. Zuvor hatte sich das Tor schon angedeutet, nun kurze Zeit vorher hatte Mikulik, 2007 mal für acht Spiele in Crimmitschau tätig, eine hochprozentige Chance knapp vergeben.

Im dritten Drittel schließlich wurde die Spannung auf den Höhepunkt getrieben. Die Tschechen brauchten zwei Tore und so berannten sie von Anfang an das finnische Tor. In der 48. Minute war es dann endlich soweit. Kovarcik versuchte einen Blueliner, der nicht wirklich scharf geschossen war und David Musil hielt seinen Schläger in den Schuss. Nach dem 3:2 stand die ausverkaufte Halle Kopf und nur drei Minuten später war zunächst der Gesamtausgleich geschafft. Eigengewächs Ondrej Kovarcik war es vergönnt, mit einem Schuss aus spitzem Winkel zumindest die Verlängerung erreicht zu haben.

In dieser Overtime fiel keine Entscheidung, obwohl sie Trinec-Abwehrspieler Milan Doudera auf dem Schläger hatte, aber eine Glanzaktion von JYP-Keeper Olkinuora verhinderte das Ausscheiden der Finnen. Im anschließenden Penaltyschießen traf letztendlich Antti Suomela zum 3:4 und brachte damit Jyväskylä ins Finale.

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