Nur Berlin ist weiter – bitteres Aus für IngolstadtCHL kompakt

Jubel bei den Berlinern. Die Eisbären stehen im Achtelfinale der CHL. (Foto: Imago)Jubel bei den Berlinern. Die Eisbären stehen im Achtelfinale der CHL. (Foto: Imago)
Lesedauer: ca. 4 Minuten

Bitterer hätte der ERC Ingolstadt nicht ausscheiden können: Elf Sekunden fehlten zur großen Überraschung in Göteborg, doch dann traf Frölunda und erzwang die Verlängerung, die die Indians auch für sich entschieden. Vom DEL-Quintett bleiben im Achtelfinale der Champions Hockey Leaguenur die Eisbären Berlin übrig.

Kärpät Oulu – Düsseldorfer EG 3:0 (3:0, 0:0, 0:0)
Hinspiel: 2:0 / Oulu im Achtelfinale

Die Partie und vor allem die Serie war bereits nach den ersten 20 Minuten entschieden. Schon nach 96 Sekunden brachte Sebastian Aho den Tabellensechsten der finnischen Liiga in Führung. Nach einem Puckverlust konnte er alleine Auf DEG-Keeper Mathias Niederberger zufahren. Beim 2:0 in der sechsten Minute hinderte niemand Saku Mäenalanen am Nachschuss, nachdem Niederberger zunächst noch pariert hatte. Dem 3:0 gingen fünf Strafminuten und eine Spieldauerstrafe gegen Norm Milley voraus. Diese Phase hatte die DEG beinahe schon überstanden, doch nach einem katastrophalen Wechsel hatte Markus Nutivaara „freie Fahrt“ – alle Düsseldorfer waren noch an der Mannschaftsbank oder aber zu spät auf dem Eis. Weil Sami Aittokallio einen Shutout feierte, hat Oulu in nun sechs CHL-Spielen weiterhin erst ein Gegentor kassiert.

Tore: 1:0 (1:36) Sebastian Aho, 2:0 (5:02) Saku Mäenalanen (Juho Keränen, Adam Masuhr), 3:0 (14:32) Markus Nutivaara (Mika NiemI/5-4). Strafen: Oulu 10, Düsseldorf 2 + 5 + Spieldauer (Norm Milley). Zuschauer: 3471.

Stavanger Oilers – Eisbären Berlin 3:3 (1:1, 2:2, 0:0)
Hinspiel: 0:3 / Berlin im Achtelfinale

Die Eisbären Berlin stehen im Achtelfinale der CHL. Dabei dürfte der 3:3-Ausgleich eine Sekunde vor der zweiten Pause den Norwegern endgültig den Zahn gezogen haben. Nie hatte eine Mannschaft mit mehr als einem Tor geführt. Den Anfang machten die Berliner, die durch Marcel Noebels das 1:0 markierten (4.). Petter Roste Fossen glich noch im ersten Drittel aus (9.). Wieder legte Berlin vor, traf durch Laurin Braun (23.), ehe der norwegische Tabellenführer Hoffnung schöpfte: Christian Dahl-Andersen (29.) und Dan Kissel (32.) trafen zum 3:2 für Stavanger. Doch Travis Mulock (40.) erzielte das 3:3. Im Achtelfinale treffen die Eisbären nun auf Skellefteå AIK.

Tore: 0:1 (03:25) Marcel Noebels (Micki Dupont/5-4), 1:1 (08:35) Petter Roste Fossen (Henrik Solberg), 1:2 (22:55) Laurin Braun (Sven Ziegler), 2:2 (28:54) Christian Dahl-Andersen (Josh Soares/5-4), 3:2 (31:21) Dan Kissel (Dennis Sveum, Nick Bruneteau), 3:3 (39:59) Travis Mulock. Strafen: Stavanger 8, Berlin 12. Zuschauer: 3678.

Frölunda Indians – ERC Ingolstadt 4:1 (1:0, 0:1, 2:0, 1:0) n.V.
Hinspiel: 2:4 / Frölunda im Achtelfinale

Wie unfassbar bitter! Der ERC Ingolstadt hatte das Achtelfinale im Duell mit dem schwedischen Tabellenführer (!) schon vor Augen – doch dann traf Lukas Bengtsson elf Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit zur 3:1-Führung und damit zum Gesamtausgleich in der Serie (5:5; Hinspiel 4:2 für Ingolstadt). Pontus Widerström erzielte kurz vor der ersten Pause das 1:0, ehe Alexander Barta mit seinem Powerplay-Treffer in der 34. Minute die Hoffnung auf die Überraschung nährte. Doch Elias Fälth brachte sein Team mit dem 2:1 (42.) zurück in die Serie, ehe Lukas Bengtsson kurz vor Ende das 3:1 markierte. Der schwedische Druck hielt auch in der Verlängerung an. Beim 4:1-Siegtreffer (67.) ging Ryan Lasch durch die komplette Panther-Defensive und traf per Rückhand.

Tore: 1:0 (19:34) Pontus Widerström (Oscar Fantenberg, Mats Rosseli-Olsen), 1:1 (33:46) Alexander Barta (Benedikt Kohl, Daniel Irmen/5-4), 2:1 (41:23) Elias Fälth (Artturi Lehkonen, Patrik Carlsson), 3:1 (59:49) Lukas Bengtsson (Andreas Johnson, Joel Lundqvist/6-5), 4:1 (66:26) Ryan Lasch (Lukas Bengtsson). Strafen: Frölunda 6, Ingolstadt 6. Zuschauer: 1706.

Adler Mannheim – Espoo Blues 3:2 (1:0, 1:1, 1:1)
Hinspiel: 1:4 / Espoo im Achtelfinale

Die Aufholjagd des Deutschen Meisters gegen den Tabellenzehnten der Liiga war nicht von Erfolg gekrönt, die Hypothek der 1:4-Niederlage im Hinspiel war einfach zu groß. Dabei taten die Adler alles, um doch noch eine Runde weiterzukommen. Ryan MacMurchy brachte Mannheim in der 16. Minute in Front. Doch kurz nach Beginn des Mittelabschnitts glich Jussi Makkonen aus (22.). In der 29. Minute vergab Ronny Arendt die große Chance auf das 2:1; nach einem Foul von Otso Rantakari scheiterte er mit einem Penalty an Blues-Goalie Kaapo Kähkönen. Doch Brandon Yip hielt die Adler in der Serie: Sechs Sekunden vor der zweiten Pause stellte er auf 2:1. MacMurchy traf zwar 36 Sekunden vor Schluss in Unterzahl zum 3:1, doch Ville Korhonen machte für Espoo per Empty-Net-Goal alles klar.

Tore: 1:0 (15:46) Ryan MacMurchy (Brandon Yip, Jochen Hecht/5-4), 1:1 (21:05) Jussi Makkonen (Roope Talaja, Otso Rantakari), 2:1 (39:54) Brandon Yip (Jochen Hecht/5-4), 3:1 (59:24) Ryan MacMurchy (Mathieu Carle, Glen Metropolit/4-5), 4:1 (59:59) Ville Korhonen (ENG). Strafen: Mannheim 8 + 10 (Daniel Richmond), Espoo 14. Zuschauer: 5571.

EHC Red Bull München – Lukko Rauma 0:3 (0:1, 0:0, 0:2)
Hinspiel 3:5 / Rauma im Achtelfinale

Auch für München ist die CHL-Saison beendet. Nach der 3:5-Hinspiel-Niederlage setzte es daheim 0:3. Kelly Zajac traf in Überzahl zur Führung für den finnischen Tabellenführer. Eetu Koivistoinen erhöhte auf 2:0 (43.). Trotz des Vier-Tore-Rückstands (das Hinspiel eingerechnet) nahmen die Red Bulls Torhüter Danny aus den Birken aus dem Kasten. Als Toni Koivisto auf dem Weg zum leeren Tor gefoult wurde, gab es dem entsprechend ein technisches Tor für die Finnen.

Tore: 0:1 (15:30) Kelly Zajac (Ville Vahalahti, Toni Koivisto/5-4), 0:2 (42:48) Eetu Koivistoinen, 0:3 (57:22) Toni Koivisto (technisches Tor). Strafen: München 10, Rauma 10. Zuschauer: 1970.

Die weiteren Ergebnisse:

HV 71 Jönköping – HC Oceláři Třinec 3:1 / Hinspiel: 2:2, Jönköping weiter
Züricher SC Lions – Sparta Prag 0:3 / Hinspiel: 2:3, Prag weiter
Storhamar Dragons – Red Bull Salzburg 3:2 / Hinspiel: 3:1, Storhamar weiter
TPS Turku – JYP Jyväskylä 4:1 / Hinspiel: 2:2, Turku weiter
Växjö Lakers – Djurgårdens IF Stockholm 3:3 / Hinspiel: 3:4, Djurgården weiter
Linköpings HC – Bílí Tygři Liberec 3:6 / Hinspiel: 1:4, Liberec weiter
HC Davos – IFK Helsinki 5:2 / Hinspiel: 1:2, Davos weiter
Skellefteå AIK – HC Košice 3:0 / Hinspiel: 3:4, Skellefteå weiter
HC Litvínov – Vienna Capitals 2:2 n.V. / Hinspiel: 4:3, Litvinov weiter
Tappara Tampere – HC Vitkovice 2:1 / Hinspiel: 2:0, Tampere weiter
Luleå HF – Färjestad BK Karlstad 1:3 / Hinspiel: 3:0, Luleå weiter

Damit kommt es im Achtelfinale zu folgenden Paarungen:

HV 71 Jönköping – Espoo Blues
Sparta Prag – Kärpät Oulu
Storhamar Dragons – TPS Turku
Lukko Rauma – Djurgårdens IF Stockholm
Bílí Tygři Liberec – HC Davos
Eisbären Berlin – Skellefteå AIK
Frölunda Indians – HC Litvinov
Tappara Tampere – Luleå HF

Gespielt wird am 3. und 10. November.


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