Nur Berlin gewinntCHL kompakt

Spencer Machacek und die Eisbären Berlin taten sich zunächst schwer, gewannen dann aber klar gegen die Stavanger Oilers mit 3:0. (Foto: Imago)Spencer Machacek und die Eisbären Berlin taten sich zunächst schwer, gewannen dann aber klar gegen die Stavanger Oilers mit 3:0. (Foto: Imago)
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Kein guter Tag für die vier DEL-Teams, die am Dienstag im Sechzehntelfinale der Champions Hockey League aktiv waren. Nur die Eisbären Berlin gewannen – München, Mannheim und Düsseldorf handelten sich aber Niederlagen ein. Der ERC Ingolstadt spielt erste heute in einer Woche (29. September) gegen die Frölunda Indians.

Eisbären Berlin – Stavanger Oilers 3:0 (0:0, 1:0, 2:0)

Schon im ersten Drittel hätten die Eisbären in Führung gehen können. Doch das Spiel entwickelte sich etwas zäh. Zwar kamen auch die Norweger zu Gelegenheiten, das optische Übergewicht hatten dann aber doch die Berliner. Es mangelte allerdings an der Effektivität – so scheiterte Barry Tallackson in der 26. Minute sogar mit einem Penalty an Oliers-Goalie Henrik Holm. Zuvor hatte Nick Bruneteau die Scheibe im Torraum mit der Hand blockiert. Die Entscheidung war also richtig, dennoch meckerte der Amerikaner und kassierte eine „Zehner“. Nach einem Foul an Tallackson dauerte es in der 38. Minute nur elf Sekunden, ehe Julian Talbot einen Schuss von Travis Mulock zum 1:0 abfälschte. Sven Ziegler erhöhte auf 2:0 (43.), wobei Bruneteau seinen Goalie Sekunden vorher behinderte und ihm beim Schuss des Eisbären­-Spielers die Sicht nahm. Micky DuPont machte den Sack mit dem 3:0 (54.) zu.

Tore: 1:0 (37:09) Julian Talbot (Travis Mulock, Frank Hoerdler/5-4), 2:0 (42:44) Sven Ziegler (Shuhei Kuji), 3:0 (53:19) Micki DuPont (Darin Olver/5-4). Strafen: Berlin 12, Stavanger 12 + 10 (Nick Bruneteau). Zuschauer: 4069.

Lukko Rauma – EHC Red Bull München 5:3 (1:0, 3:1, 1:2)

In einem normalen Ligaspiel oder auch in einem „normalen“ Play-off-Spiel wären die beiden Münchner Treffer gegen Spielende, als die Red Bulls schon mit 1:5 zurücklagen, völlig irrelevant gewesen. Da aber die Play-offs in der CHL durch die Addition der Ergebnisse aus Hin- und Rückspiel entschieden werden, hat sich München die Chance auf das Erreichen des Achtelfinals gewahrt. Ärgerlich, dass sich die roten Bullen in eigener Überzahl das 0:1 durch Filip Riska eingefangen haben – und das auch noch eine Sekunde vor der ersten Pause. Michael Wolf glich zwar kurz nach Wiederbeginn aus, doch dann zogen die Finnen durch Janne Lahti, Janne Niskale, Toni Koivisto und Sami Lahteenmaki auf 5:1 davon. Daniel Sparre (59.) und Florian Kettemer (60.) sorgten dafür, dass die Hoffnung noch lebt. Maximilian Kastner hatte in der 46. Minute einen Penalty nach einem Foul von Janne Niskala vergeben.

Tore: 1:0 (19:59) Filip Riska (Toni Koivisto/4-5), 1:1 (20:49) Michael Wolf (Richard Regehr, Daryl Boyle/5-4), 2:1 (29:37) Janne Lahti (Sami Lahteenmaki, Janne Niskala/5-4), 3:1 (32:03) Janne Niskala (Toni Koivisto, Janne Lahti/5-4), 4:1 (35:04) Toni Koivisto (Janne Lahti, Janne Niskala), 5:1 (47:50) Sami Lahteenmaki (Rony Ahonen, Janne Lahti), 5:2 (58:23) Daniel Sparre (Steven Pinizzotto, Keith Aucoin), 5:3 (59:14) Florian Kettemer (Dominik Kahun). Strafe: Rauma 10, München 10. Zuschauer: 1716.

Espoo Blues – Adler Mannheim 4:1 (1:1, 3:0, 0:0)

Auch der Deutsche Meister musste sich in Finnland geschlagen geben. Und das war durchaus bitter: Das Drittelergebnis für den zweiten Abschnitt lässt vermuten, dass Espoo das Spiel in diesem Zeitraum entschied – was faktisch natürlich auch geschah – doch die Partie hätte auch in die andere Richtung kippen können, denn die Adler waren durchaus dominant, vergaßen aber, Tore zu schießen. Etwas verrückt wurde es beim dritten Tor der Gastgeber. Der Treffer wurde zunächst nicht gegeben, weil der Puck ins Tor gekickt wurde. Nach Beratung einigten sich die Schiedsrichter darauf, dass der Puck tatsächlich mit der Kufe über die Linie gekickt wurde – nur eben von Mannheims Steven Wagner. Damit zählte der Treffer natürlich.

Tore: 1:0 (9:02) Kai Kantola (Otso Rantakari, Kim Hirschovits/5-4), 1:1 (10:34) Brandon Yip (Jochen Hecht, Dominik Bittner/5-4), 2:1 (20:30) Kim Hirschovits (Markus Poukkula), 3:1 (29:37) Jussi Makkonen (5-4), 4:1 (39:08) Markus Poukkula (Ville Korhonen, Kim Hirschovits). Strafen: Espoo 14, Mannheim 14 + 10 (Brandon Yip). Zuschauer: 1183.

Düsseldorfer EG – Kärpät Oulu 0:2 (0:1, 0:1, 0:0)

Gute Stimmung verbreiteten die Fans der Düsseldorfer EG, doch am Ende waren die Gäste aus Finnland einen Schritt schneller. Die DEG erspielte sich Chancen, brachte sich aber nicht auf die Anzeigetafel. Das klappte bei Oulu besser: In der 15. Minute traf Sebastian Aho zum 1:0. Bitter, dass die Gäste 51 Sekunden nach Beginn des zweiten Drittels nachlegen konnten; Esa Pirnes markierte das 2:0. Bestnoten verdienten sich DEG-Goalie Bobby Goepfert, der einige starke Paraden zeigte. In der Schlussphase legte Düsseldorf zu, drängte auf den Anschlusstreffer, kam aber zu keinem Torerfolg.

Tore: 0:1 (14:54) Sebastian Aho (Miro Aaltonen, Mikko Niemela), 0:2 (20:51) Esa Pirnes (Ivan Huml, Mika Pyörälä/5-4). Strafen: Düsseldorf 12, Oulu 16. Zuschauer: 5431.

Die weiteren Ergebnisse:

HC Vitkovice – Tappara Tampere 0:2 (0:0, 0:2, 0:0)
Ocelari Trinec – HV 71 Jönköping 2:2 (1:1, 1:1, 0:0)
Bili Tygri Liberec – Linköpings HC 4:1 (4:1, 0:0, 0:0)
HC Kosice – Skelefftea AIK 4:3 (0:1, 1:1, 3:1)
Sparta Prag – Züricher SC Lions 3:2 (1:0, 2:1, 0:1)
JYP Jyväskylä – TPS Turku 2:2 (0:0, 2:0, 0:2)
IFK Helsinki – HC Davos 2:1 (1:0, 0:0, 1:1)
Färjestads BK Karlstad – Lulea Hockey 0:3 (0:0, 0:2, 0:1)
Red Bull Salzburg – Storhamar Dragons 1:3 (0:0, 1:2, 0:1)
Vienna Capitals – HC Litvinov 3:4 (1:4, 1:0, 1:0)
Djurgardens IF Stockholm – Växjö Lakers 4:3 (2:1, 1:0, 1:2)
ERC Ingolstadt – Frölunda Indians am 29. September

Rückspiele am 6. Oktober

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