München gewinnt erneut Der Glanz des ersten CHL-Spieltags ist dahin

Die Grizzlys Wolfsburg hatten gegen Tappara Tampere beim 1:7 klar das Nachsehen. (Foto: dpa/picture alliance/CITYPRESS 24)Die Grizzlys Wolfsburg hatten gegen Tappara Tampere beim 1:7 klar das Nachsehen. (Foto: dpa/picture alliance/CITYPRESS 24)
Lesedauer: ca. 4 Minuten

Gruppe 1

Grizzlys Wolfsburg — Tappara Tampere 1:7

Wer geglaubt hatte, dass die Wolfsburger nach dem Sieg gegen Banska Bystrica gute Chancen auf das Weiterkommen haben, musste erstaunt zusehen, wie ihnen vom finnischen Spitzenteam aus Tampere deutlich gemacht wurde, wieviel Arbeit noch für die zweite Runde vor ihnen liegt. Lediglich im ersten Drittel konnten die Niedersachsen mithalten, lagen durch Jukka Peltola nur knapp 0:1 zurück. Der gleiche Akteur begann mit dem finnischen Torreigen im zweiten Drittel, dann erhöhten Jarno Karki und Tomas Zaborsky auf 4:0. Auch im Abschlussdrittel bekamen die Wolfsburger keinen Fuß auf das Eis. Kristian Kuusela und Jere Karjalainen erhöhten auf 6:0, ehe Mark Voakes den Ehrentreffer erzielen konnte. Das letzte Tor des Tages markierte Veli-Matti Vittasmaki.

Red Bull Salzburg — HC 05 Banska Bystrica   5:0

Ohne jede Chance waren die Slowaken in Salzburg. In den letzten 100 Sekunden des ersten Drittels trafen Alexander Rauchenwald und Brant Harris zum 2:0. Die Gäste waren derart geschockt, dass ihnen auch ein verschossener Salzburger Penalty nicht aus der Lethargie half. Daraufhin zogen die Salzburger das Tempo weiterhin an und erneut Rauchenwald sowie Alexander Cijan erhöhten auf 4:0. Der 32-jährige Ryan Duncan, 2013/14 Mal für den EHC München im Kader, traf schließlich in der 53. Minute zum Endstand 5:0. Damit sind die Wolfsburger auf Rang drei abgerutscht. Erster ist Tappara Tampere, Zweiter Salzburg und Letzter die punktlosen Slowaken.

Gruppe 3

JYP Jyväskylä — Vienna Capitals 4:1

Gegen die finnische Defensivpower hatten die Wiener keine Chance. Als Jerome Samson für die Capitals traf, stand es schon 3:0 nach Toren von Jerry Turkulainen, Valtteri hotakainen und Jarkko Immonen. Den Schlusspunkt setzte Juha-Pekka Hytonen.

Neman Grodno — EV Zug  2:3

Im Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften, die sich mit Wien um Platz zwei bewerben, hatten die Schweizer knapp am Ende die Nase vorn. Entscheidend war dabei das Mitteldrittel, als die Zuger den Rückstand durch Pavel Boyarchuk aus dem ersten Drittel mit drei eigenen Toren konterten. Der Schwede Viktor Stalberg, aus der NHL von Ottawa gekommen, deutete sofort an, dass er für die Inner-Schweizer einen Gewinn darstellen kann. Die Scorermaschine David McIntyre traf bereits in 26. Minute zum 1:2 und ein weiterer Leistungsträger, diesmal mit Schweizer Pass, Lino Martschini erhöhte auf 1:3. Im letzten Drittel versuchte das Team von Headcoach Sergei Pushkov alles, aber zu mehr als den Anschlusstreffer von Sergey Dorofeev reichte es nicht. Damit führt Jyväskylä mit sechs Punkten vor Zug (3), Grodno (2) und Wien (1).

Gruppe 4

HC Ocelari Trinec — Adler Mannheim 3:0

Eigentlich wäre das Spiel 0:0 ausgegangen, hätte nicht auf Seiten des Tschechen ein Mann namens Martin Ruzicka gespielt. Der Rechtsaußen, dessen beste Jahre eigentlich schon etwas zurückliegen, machte bei seinen Verantwortlichen beste Eigenwerbung, denn er persönlich schickte die Adler mit drei Treffern zurück in deren Heimat. In der vierten, 33. und 47. Spielminute traf Ruzicka und am Ende stand ein glattes 3:0 für das Team aus Trinec.

HV 71 Jönköping — Esbjerg Energy  3:0

Nach dem klaren 1:9 von Trinec wollte der dänische Meister nicht wieder so untergehen und stand tief und fest in der eigenen Zone. Das Ziel war, so wenige Gegentore wie möglich zu kassieren, was am Ende auch gelang. Das selbst kein Tor gelang, war nicht so wichtig. Wie gut die Dänen ihr Vorhaben umsetzte, zeigte die Tatsache, dass der Doppeltorschütze des Tages, der Schwede Alexander Ytterell, Verteidiger in seinem Team ist. Tor Nr. drei besorgte Erik Andersson. Damit führt Trinec mit sechs Punkten die Gruppe vor Mannheim und HV 71 Jönköping an. Letzter ist Esbjerg.

Gruppe 7

Brynäs Gävle — MKS Crakovia Krakau  8:0

Nach dem Spiel wird den polnischen Gästen klar geworden sein, dass ihr einziges Ziel nur noch ein anständiges Zielerreichen sein kann. Der schwedische Vizemeister zerlegte jedenfalls die Krakauer in alle Einzelteile. Dabei sah es nach zwanzig Minuten noch manierlich aus. Jonathan Granstrom hatte schnell das 1:0 geschossen, Aaron Palushaj hatte auf 2:0 erhöht. Im zweiten Drittel erhöhten die Skandinavier das Tempo und Krakaus Keeper Radziszewski wurde richtig warm geschossen. Trotz zahlreicher Heldentaten schlug es dreimal hinter ihm ein. Linus Olund (2) und Lucas Carlsson waren für die Erhöhung zum 5:0 verantwortlich. In den letzten zwei Jahren in der DEL bei Iserlohn tätig, nur für Gävle aktiv und erfolgreich: Louie Caporusso erzielte das 6:0, Jesper Jensen, ein Däne das 7:0 und Caporusso schließlich den Endstand.

EHC Red Bull München — IFK Helsinki  4:1

Der einzige deutsche Lichtblick. Mit 4:1 blieb der deutsche Meister am Ende siegreich und kann sich nun nach dieser Glanzleistung berechtigte Chancen auf Platz zwei in der Gruppe ausmalen. Dabei war der Start durchaus holprig. Der 34-jährige Neuzugang aus Kookoo, Juha-Pekka Haataja, traf bereits nach 120 Sekunden zum 0:1. Die Münchner mussten sich erst berappeln, brauchten ihre Zeit und hatten Glück, das Konrad Abeltshauser bereits in der zwölften Minute den Ausgleich besorgte. Die danach folgenden Tore waren eine Gemeinschaftsleistung der kanadischen Gastarbeiter in den Red-Bull-Reihen. Erst traf Derek Joslin und dann erhöhte Brooks Macek auf 3:1 für die zu diesem Zeitpunkt überlegenen Gastgeber. Im letzten Drittel durfte sich auch Jon Matsumoto in die Torschützenliste einreihen. Damit führt nach zwei Runden sensationell München mit der maximalen Punktzahl von sechs Zählern. Zweiter ist Gävle mit fünf Punkten. Etwas abgeschlagen, mit nur einem Zähler auf Rang drei stehend, Helsinki und die rote Laterne leuchtet im Augenblick in Krakau. Hier gibt es einen ausführlichen Bericht zu diesem Spiel.


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