Mit Anstand in die internationale PauseIngolstadt - Zug 3:2 n.V.

Petr Taticek entschied die Partie für Ingolstadt. (Foto: Imago)Petr Taticek entschied die Partie für Ingolstadt. (Foto: Imago)
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„Die Reaktion der Mannschaft war wichtig“, sagte ein entspannterer Larry Huras nach dieser doch sichtbaren Leistungssteigerung zum Debakel am vergangenen Sonntag in Nürnberg. Das 1:9 bei den Ice Tigers hatte Spuren hinterlassen, beim Team, den Verantwortlichen und auch den Fans.

Während der EV Zug mit einem Sieg seine letzte Chance auf die Tabellenspitze in der Gruppe H wahren wollte, ging es für den ERC Ingolstadt in der Champions Hockey League um rein gar nichts mehr. Lediglich 954 Zuschauer verirrten sich in die Arena, darunter auch eine Busladung Schweizer.

Wie so oft in den letzten Spielen mangelte es bei den Panthern nicht an Einsatz und Wille, lediglich die Chancenverwertung war wieder ein Manko. Ryan MacMurchy in Unterzahl (2.), Aaron Brocklehurst (5.) oder auch John Laliberte hätten die Führung für die Oberbayern erzielen können, ja fast müssen.

Auch nach der ersten Pause blieb der Deutsche Meister am Drücker und wurde dafür belohnt. Jeffrey Szwez staubte in der 24. Minute ab und Petr Taticek erhöhte zwei Minuten drauf auf 2:0. Hierbei erarbeitete sich Marco Eisenhut sogar einen Assist. Der 19-jährige Deggendorfer zeigte in seinem ersten CHL-Einsatz nach anfänglicher Nervosität gegen Robbie Earl und Josh Holden, dass er eine würdige Nummer zwei beim ERC Ingolstadt ist. Die Gäste erhöhten nach dem Rückstand die Schlagzahl, spielten aber phasenweise zu hektisch und leisteten sich immer wieder kleine Fehler. Aber Erfolgsgeschichten klingen anders, vor allem aktuell aus Ingolstadt. Ein Abwehrpatzer, ein fragwürdiger Penalty und die Schweizer konnten ausgleichen. Fabian Sutter (46.) und Josh Holden (50.) retteten den EV Zug in die Verlängerung. Ingolstadt hätte in Überzahl die drei Punkte klarmachen können, Harold Kreis wollte aber auch die volle Punkteausbeute und nahm seinen Torhüter vom Eis, aber auch hier traf John Laliberte das leere Tor nicht. Immerhin dauerte es nur 29 Sekunden in der Overtime, Petr Taticek markierte den Schlusspunkt unter eine spannende und interessante CHL-Saison für den ERC Ingolstadt.

Mann des Abends war sicherlich Marco Eisenhut: „Ich bin froh, das erste Spiel für Ingolstadt von Beginn an gespielt zu haben. Nach den zwanzig Minuten in Nürnberg war dieses Spiel wichtig für das Selbstvertrauen. Nach den ersten Schüssen aufs Tor ist auch die Nervosität weg gewesen.“

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