Magnitogorsk tritt den Eisbären Berlin mit Respekt gegenüber

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Das Spitzenspiel der Tarassow Division gegen ZSKA Moskau am Montag ging nicht spurlos an Metallurg Magnitogorsk vorbei. Nicht nur, dass es erst nach Verlängerung und Penaltyschießen entschieden wurde und damit sicher einiges an Kraft kostete, auch personell könnte es für das Team von Chefcoach Valeri Belousow noch Nachwirkungen geben. Denn Metallurgs Verteidiger Karel Pilař zog sich bei einem krachenden Check eine schwere Prellung zu, wegen der er den Rest des Spiels untätig in der Kabine verbrachte. „Unsere Ärzte werden aber alles tun, damit er heute auflaufen kann“, hat Co-Trainer Viktor Koroljow noch immer Hoffnung auf den Einsatz des Tschechen. Bis Montag fehlte zudem mit Alexander Selujanow ein weiterer Verteidiger, der konnte inzwischen aber von der Verletztenliste gestrichen werden.

Vitali Atjuschow, punktbester Verteidiger Metallurgs (3 Tore/12 Vorlagen), gab sich vor dem Match gegen die Eisbären kämpferisch: „Wir nehmen jeden Gegner ernst. Egal, ob in der KHL oder der Champions League, unser Team gibt immer hundert Prozent. Und so gehen wir auch gegen die Eisbären zu nichts anderem aufs Eis, als zu gewinnen!“ Stürmer Jan Marek, mit derzeit 30 Punkten (18 Tore/12 Vorlagen) Topscorer der KHL, äußerte sich da schon etwas moderater, er sagte: „Es wird gewiss kein einfaches Spiel. Die Eisbären haben viele gute nordamerikanische Profis in ihren Reihen. Sie sind gute Schlittschuhläufer, sind in der Lage zu kombinieren und spielen auch hart. Aber wir sind gut vorbereitet.“ Auf Marek sowie seine tschechischen Landsleute Tomas Rolinek (8 Tore/5 Vorlagen) und Jaroslaw Kudrna (3/7) müssen die Eisbären-Spieler genauso konzentriert achten wie auf Igor Mirnow, der nach einer langwierigen Verletzung zwar erst fünf Ligaspiele absolvierte, in diesen jedoch genau so viele Punkte sammelte (2/3). In der Vorbereitung auf die Saison traf Mirnow wie am Fließband.

In Russland hat man sich die letzten Ergebnisse der Eisbären sehr genau angeschaut. Mit Blick auf diese ist manch Experte nun der Meinung, Magnitogorsk träfe auf einen Gegner, der in einer sportlichen Krise steckt. Die Eisbären können nur hoffen, dass auch die Spieler Magnitogorsks dieser Meinung sind und die Berliner unterschätzen. Metallurg selbst ist den gesamten Saisonverlauf über allerdings auch alles andere als souverän unterwegs. Unbeständigkeit begleitete den Klub über seine bisherigen 21 Spiele, Up and Downs lösten sich in schneller Folge ab und brachten einige überraschende Niederlagen ein. Vor allem wenn der Gegner ein schnelles Spiel pflegt, ständig in Bewegung ist, bekam Metallurg Probleme. Auch Goalie Andrei Mezin war nicht immer die sichere Bank, die man hoffte im inzwischen 34-jährigen ehemaligen Nürnberger und Capitals-Torhüter zu haben. Nimmt die Truppe aber Fahrt auf, auch das stellte sie mehrfach unter Beweis, wird der Druck auf das gegnerische Tor enorm hoch. Wie die Eisbären in der DEL (Platz 8), findet sich Metallurg momentan im Mittelfeld, auf Rang 9 der KHL-Gesamttabelle wieder.

Regionalen Zeitungsmeldungen zufolge sollte die Arena Magnitogorsk angeblich gestern schon ausverkauft sein. Das wurde derweil wieder dementiert, am Vormittag sollen doch noch an die 3000 Tickets verfügbar gewesen sein. Eine Angst einflößende Kulisse gab es in der über 7000 Zuschauer fassenden Arena in dieser Spielzeit selten. – Ab 16.00 Uhr kann man sich bei der Live-Übertragung auf EUROSPORT davon überzeugen, ob die Eisbären von den "Metallurgen" in die eiserne Zange genommen und noch reichlich Tickets an die Frau und den Mann gebracht werden konnten. (mac/ ovk)


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