Halbfinale der Champions Hockey League in schwedischer HandCHL-Play-offs: Schweden und Tschechen unter sich - München scheidet aus

Mark Voakes (rechts) und seine Teamkollegen vom EHC Red Bull München mussten sich Djurgardens IF geschlagen geben. (Foto: GEPA pictures/Ulrich Gamel)Mark Voakes (rechts) und seine Teamkollegen vom EHC Red Bull München mussten sich Djurgardens IF geschlagen geben. (Foto: GEPA pictures/Ulrich Gamel)
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Vor allem nach den Hinspielen, als sich Biel und Zug mit einem Sieg und einem Remis beste Chancen für das Rückspiel erarbeitet hatten und nun dennoch ausschieden. Lausanne zeigte Moral bei Lulea, war im Endeffekt aber chancenlos und der deutsche Vizemeister und letztjährige Finalist EHC Red Bull München wurde von Djurgarden klar gemacht, dass man ohne erzielte Tore auch nicht die nächste Runde verdient hat. 

EHC Red Bull München – Djurgårdens IF Stockholm 0:3 (0:0, 0:1, 0:2)

Mit viel Glück, aber auch einer großen Portion Können und einer beeindruckenden Kaltschnäuzigkeit gewannen Djurgårdens IF Stockholm sein Auswärtsspiel in der CHL beim EHC Red Bull München deutlich mit 3:0. Nur ein Gegentor in 120 Spielminuten gegen den deutschen Vizemeister, die Schweden zeigten, worauf es ankommt. Vor der enttäuschenden Kulisse von nur 3450 Zuschauern stand es nach zwanzig Minuten 0:0, wobei beide Torhüter, der Finne Karri Rämö bei Djurgården und Daniel Fießinger bei München, bei einigen Durchbrüchen des Gegners mit tollen Paraden ihre jeweilige Mannschaft im Rennen hielten. Im Mitteldrittel dann der Schock für die Red Bulls, als Tom Nilsson in der 23. Minute mit einem verdeckten Schlagschuss die Gäste mit 1:0 in Führung brachte. Danach hatte Stockholm etwas mehr vom Spiel, hatte auch durch Dick Axelsson (27.) und Gustav Possler (28.) Großchancen, aber Fießinger blieb jeweils Sieger. Auf der anderen Seite zeigte sich Rämö bei guten Möglichkeiten von John Peterka (31.), Maximilian Kastner (34.) und Andrew Bodnarchuk (35.) auf dem Posten. Im dritten Drittel griff, angesichts des Gesamtrückstandes von 1:6, Münchens Headcoach Don Jackson ganz tief in seine Trickkiste, nahm in der 43. Minute bei personellem Gleichstand bei einem Bully im Angriffsdrittel seinen Keeper vom Eis, um mehr Druck zu erzeugen und kassierte prompt das 0:2 durch Stockholms Kalle Östman. Dieses Spielchen, erneut ohne Erfolg, wiederholte Jackson noch zweimal und bei der letzten Aktion kassierte seine Mannschaft den zweiten Empty-Netter des Abends, diesmal durch Henrik Eriksson (57.). Trotzdem war Don Jackson auf seine Mannschaft sehr stolz, wie er nach dem Spiel verriet: „Ich bin stolz auf unsere Leistung. Wir haben gegen ein sehr gutes Team gespielt. Wir haben dagegengehalten und hatten die Chance zu gewinnen. Das Resultat war aber leider nicht gut.“

Luleå HF – HC Lausanne 5:2 (2:1, 0:0, 3:1)

Obwohl die Schweizer, die das Hinspiel mit 0:2 verloren hatten, im Rückspiel bereits nach vier Minuten durch ein Tor von Joel Vermin in Führung gingen, hatten sie im Endeffekt in Nordschweden keine echte Chance auf das Halbfinale. Bereits im Gegenzug glich Isac Brannström aus und mit dem 2:1 von Noel Gunler in der 18. Minute war das Viertelfinale entschieden. Zwar zeigten die Gäste im Mitteldrittel eine beherzte Leistung, konnten jedoch die starke Defensive der Schweden nicht gefährden. Mit dem 3:1, erneut von Noel Gunler in der 43. Minute war endgültig klar, welches Team die nächste Runde erreichen wird. Daniel Sondell erhöhte in der 54. Minute auf 4:1, Cody Almond konnte immerhin in der 58. Minute das letzte Lausanner Tor in diesem Wettbewerb in dieser Saison besorgen und den Schlusspunkt der Partie setzte der US-Amerikaner Austin Farley in der letzten Spielminute.

EHC Biel – Frölunda Indians 3:5 (0:2, 1:0, 2:2, 0:1) n.V.

Ein hochdramatisches Spiel bekamen die 5532 Zuschauer in der Bieler Tissot-Arena zu sehen. Da Biel völlig überraschend in Göteborg mit 3:2 siegreich gewesen war, musste nun Frölunda das Rückspiel gewinnen und genau mit dem richtigen Siegeswillen gingen die Schweden in die Partie. Ryan Lasch (4.) und Joel Lundquist (16.) brachten Frölunda schnell auf die Siegesstraße in Richtung Halbfinale. Aber Biel kam zurück. Im Mitteldrittel erzielte Stefan Ulmer (31.) das 1:2 und glich damit den Gesamtscore aus. Nachdem es bis zur 52. Minute bei dem Spielstand blieb, kam es danach zu einem Showdown a la Hitchcock. Erst traf der Bieler Kanadier Marc-Antoine Pouliot in der 53. Minute zum Ausgleich und als der Österreicher Peter Schneider in der 57. Minute Biel in Führung schoss, da war den Zuschauern klar, dass ihre Equipe die nächste Runde sicher hatte. Aber es schien nur, denn Frölunda schlug eiskalt zurück. Patrick Carlsson erzielte im Gegenzug in der 58. Minute das 3:3 und Theodor Lennström traf noch in der gleichen Spielminute zum 4:3 für Frölunda. Damit ging es in die Verlängerung, die in der CHL zweimal fünf Minuten dauert. In der 66. Minute war so soweit. Patrik Carlsson traf für Göteborg und katapultierte den fast schon ausgeschiedenen Titelverteidiger ins Halbfinale.  

EV Zug – Mountfield HK Hradec Kralove 0:4 (0:0, 0:3, 0:1)

Ein richtiger Schock für den EVZ. Zuletzt waren die Innerschweizer in Fahrt gekommen, hatten zu einer Aufholjagd in der eigenen Liga angesetzt, der sie immerhin schon bei zwei Spielen Rückstand auf Platz fünf gebracht hatte und auch in der CHL kam das 1:1 in Hradec Kralove gerade recht. Danach aber schien auf einmal der Wurm im Angriffsgetriebe des EVZ. Erst das 0:4 im Schweizer Pokal in Rapperswil, dann ein 2:3 beim Schlusslicht Ambri-Piotta und jetzt auch noch ohne eigenen Treffer das sang- und klaglose Ausscheiden gegen Mountfield HK. Nach ausgeglichenem ersten Drittel brachte Petr Koukal die Tschechen in der 23. Minute in Führung. Ein Doppelschlag zur Spielmitte brachte dann die Entscheidung. Erst traf Radek Smolenak (28.) zum 2:0, dann erhöhte Filip Pavlik (30.) zum 3:0. Als Zug alles riskierte und auch mit einem weiteren Feldspieler nicht traf, machte schließlich Matej Chalupa (59.) mit dem 4:0 den Einzug in die nächste Runde sicher.

Im Halbfinale kommt es zu folgenden Paarungen:

Djurgårdens IF Stockholm – Mountfield HK Hradec Kralove

Frölunda Indians – Luleå HF


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