Grizzlys Wolfsburg mit bestechender Moral ins CHL-AchtelfinaleErneute Blamage für die Eisbären Berlin – Fotofinish in Gruppe E

Die Grizzlys Wolfsburg konnten sich über eine gelungene Vorstellung freuen. (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)Die Grizzlys Wolfsburg konnten sich über eine gelungene Vorstellung freuen. (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)
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Auf der anderen Seite die Eisbären Berlin. Der Deutsche Meister ließ sich zweimal von den Tschechen aus Hradec Kralove das berühmte Fell über die Ohren ziehen und machte damit keine gute Werbung. Nicht für sich und nicht für das deutsche Eishockey. Zum Glück war das Ausscheiden nur die einzige deutsche Panne. Die Auslosung für das Achtelfinale wird am 13. Oktober durchgeführt mit drei deutschen Mannschaften (Straubing, München, Wolfsburg), die mit ihren Leistungen bewiesen haben, dass mit ihnen zu rechnen ist.

Gruppe B

Klarer Sieger wurde der Schweizer Meister aus Zug. Mit 17 von 18 möglichen Punkten zeigten sie eine eindeutige Dominanz. Der einzige Punktverlust passierte im Heimspiel gegen Wolfsburg, als man in die Verlängerung musste. Die Grizzlys beherrschten Turku und Laibach, kamen auf äußerst starke 13 Zähler und können sich auf das Achtelfinale freuen. Der finnische Vertreter aus Turku holte gerade einmal sechs Zähler und war eine einzige Enttäuschung. Von Olimpija Laibach hatte man im Vorfeld nicht mehr als Platz vier (0 Punkte) erwartet.

Grizzlys Wolfsburg – TPS Turku 5:4 (1:3, 3:1, 1:0)

Die Grizzlys zeigten eine Leistung, die Mut macht. Wer gegen ein Spitzenteam wie TPS Turku einen 0:3- und 1:4-Rückstand aufholt und am Ende als strahlender 5:4-Sieger vom Eis geht, hat das Achtelfinale mehr als verdient. Die Finnen, denen das 1:4 ziemlich auf den Magen geschlagen war, starteten wie die Feuerwehr. Es waren noch keine zehn Minuten vergangen, da führten sie bereits mit 3:0. Auch der Wolfsburger Anschluss machte ihnen nichts aus und kaum hatte das zweite Drittel begonnen, führten sie wieder mit 4:1. Manch Zuschauer wird sich gedacht, dass es wichtig war, dass das Achtelfinale schon vor dem Spiel in trockenen Tüchern war. Vor der traurigen Zuschauerkulisse von gerade einmal 1.500 Interessierten wechselten die Niedersachsen danach in den Offensivmodus, hatten aber auch das Glück, dass Turku trotz der klaren Führung nicht an eine energische Verteidigung dachte und damit den Wolfsburgern den Weg zum Ausgleich leicht machte. Eine gute Reaktion von Spencer Machacek, der im dritten Drittel einen finnischen Aufbaupass erahnte, sich die Scheibe vorlegte und selbst abschloss, hatten die Grizzlys schließlich den Siegestreffer zu verdanken.

Tore: 0:1 (00:45) Pavol Skalicky (Ilomäki, Rafkin), 0:2 (07:44) Roni Allen (Tammela),0:3 (09:56) Arttu Ilomäki (Pyythiä, Lehtonen), 1:3 (11:38) Laurin Braun (Schinko, Beaudin 5-4), 1:4 (25:30) Eemeli Saari (Ikonen, Koskinen), 2:4 (30:38) Fabio Pfohl (Möser, Fauser), 3:4 (36:11) Darren Archibald (Pfohl, Schinko), 4:4 (39:30) Darren Archibald (Schinko, Morley), 5:4 (54:11) Spencer Machacek

EV Zug – Olimpija Laibach 5:2 (2:0, 2:1, 1:1)

Die Pflichtaufgabe wurde vom EVZ locker abgehandelt, wobei die Zuger den klaren Erfolg einem spielstarken Peter Cehlarik sowie seinen Partnern Brian O`Neill und Dario Simion zu verdanken haben. Laibach kam nach dem klaren 0:3-Rückstand auf, konnte die Partie gegen sich zurückhaltende Schweizer fast ausgeglichen gestalten und konnte sich am Ende freuen, dass es nur ein 2:5 wurde.

Tore: 1:0 (03:31) Peter Cehlarik (Herzog, O`Neill), 2:0 (05;28) Dario Simion (O´Neill, Herzog), 3:0 (23:37) Brian O`Neill (Cehlarik, Simion), 3:1 (26:40) Tadej Cimzar (Pance, Mehle), 4:1 (30:39) Peter Cehlarik (Schlumpf), 4:2 (55:03) Joseph Yasuo Garreffa (Sodja, Zajc), 5:2 (58:56) Carl Klingberg (Cehlarik)

Gruppe G

Im Kampf um Platz eins setzten sich die Frölunda Indians aus Göteborg, punktgleich vor dem tschechischen Vertreter Mountfield HK Hradec Kralove durch. Der deutsche Meister Eisbären Berlin belegte am Ende mit sechs Punkten nur Rang drei und muss ab sofort zuschauen. Letzter wurde, wie zu erwarten war, der französische Champion Bruleurs de Loups de Grenoble mit null Punkten.

Mountfield HK Hradec Kralove – Eisbären Berlin 8:2 (1:1, 1:1, 6:0)

Mit einer am Ende peinlichen Vorstellung verabschiedeten sich die Eisbären Berlin sang- und klanglos aus dem Wettbewerb. Natürlich stand dieses Ausscheiden schon vor dem Spieltag klar und deutlich fest, aber bitter ist, dass die Eisbären sich zweimal, jeweils im dritten Drittel, von den Tschechen haben vorführen lassen. 5:15 Tore lautete die Bilanz gegen Mountfield, und gleich elf Gegentore gab es jeweils im letzten Drittel. Am Anfang schien es, als wenn die Eisbären Wiedergutmachung für das desaströse 3:7 leisten wollten. Zweimal gingen sie in Führung und nach 40 Minuten stand es immerhin 2:2. Danach verschärfte Mountfield das Tempo und damit standen die Berliner, die mit mehreren jungen, unerfahrenen Spielern angetreten waren, auf verlorenem Posten. Dazu durfte Back-up Felix Noack sein Können zeigen, wurde jedoch mehrfach im Stich gelassen und war  vermutlich am Ende froh, als die Qual zu Ende war.

Tore: 0:1 (08:36) Zach Boychuk (Mauer, Noebels), 1:1 (08:55) River Rymsha (Klima, Jergl),1:2 (27:38) Matthew White (Fiore, Hördler), 2:2 (29:47) Radovan Pavlik (Stohanzl, Jank 3-5), 3:2 (44:29) Kevin Klima (Rymsha), 4:2 (47:51) Radovan Pavlik (Pajer, Naar), 5:2 (49:42) Lukas Pajer (McCormack, Lalancette 5-4), 6:2 (50:20) Oliver Okuliar (McCormack, Klima 5-4), 7:2 (53:52) Lukas Pejer (McCormack, Lalancette 5-4), 8:2 (57:04) Jan Vesely (Jank, Cingel)

Gruppe D

Der erste Platz stand seit gestern bereits fest. Rögle BK Ängelholm kam mit 17 Punkten über die Ziellinie, gefolgt von den ZSC Lions (11.) Der ungarische Vertreter aus Székesfehérvár besiegte durch ein Tor des Italo-Kanadiers Alex Petan (2019/20 bei den Iserlohn Roosters in der DEL) den polnischen Vizemeisters Kattowitz und sicherte sich mit sechs Punkten Rang drei. Kattowitz konnte am Ende nur zwei Zähler erringen.

Hydro Fehervar AV 19 – Tauron KH GKS Kattowitz 0:0 (0:0, 1:0, 0:0) 

Tore: 1:0 (38:17) Alexander Petan

Gruppe E

Mit einem Fotofinish wurde diese Gruppe beendet und am Ende standen die Teams nicht so, wie es die Experten vorhergesagt hatten. Es wurde z.B. nichts aus einem Zweikampf zwischen dem HC Fribourg Gotteron und Ilves Tampere. Während Fribourg Gotteron am Ende mit 14 Punkten klarer Erster wurde, landete Tampere, eine Enttäuschung wie Turku, mit sechs Punkten nur auf dem letzten Platz. Zweiter wurden die roten Bullen aus Salzburg, die punktgleich mit dem norwegischen Vertreter Stavanger Oilers die Gruppenphase beendeten, am Ende aber das bessere Torverhältnis hatten. Entscheidend für die Österreicher war der Zusatzpunkt durch das Erreichen der Overtime.

Stavanger Oilers – Ilves Tampere 4:2 (1:1, 1:1, 2:0) 

Tore: 0:1 (15:57) Jani Nyman (Mäntykivi, Sebok), 1:1 (16:13) Tommy Kristiansen (Berg Paulsen, Ulriksen), 2:1 (29:57) Tommy Kristiansen (Rokseth, Gervais), 2:2 (35:22) Joona Ikonen, 3:2 (47:09) Dan Kissel (Karlsen, Bittner), 4:2 (59:20) Colten Beck (ENG)

HC Fribourg-Gottéron – Red Bull Salzburg 3:2 (0:1, 2:0, 0:1, 1:0) n.P. 

Tore: 0:1 (06:12) Lucas Thaler (Krening, Robertson), 1:1 (25:39) Samuel Walser (Jörg 4-5), 2:1 (27:09) Sandro Schmid (Mottet, Chavaillaz), 2:2 (51:10) Peter Hochkofler (Bourke, Robertson), 3:2 (65:00) Sandro Schmid


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