Eisbären Berlin verabschieden sich aus CHL mit starker LeistungBeide Red-Bull-Teams verlieren zu Hause 3:4

Yannick Veilleux erzielte das 6:2 für die Eisbären Berlin gegen den HC Lugano. (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)Yannick Veilleux erzielte das 6:2 für die Eisbären Berlin gegen den HC Lugano. (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)
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Ganz anders die Situation für die Münchner. Das Red-Bull-Team hatte Zug am Haken, um in letzter Sekunde durch eine Slapstick-Handlung die Partie noch zu verlieren. Jetzt muss nächste Woche in Zug gewonnen werden, soll der CHL-Traum bestehen bleiben. Für Bremerhaven, das erst morgen in Prag dran ist, war es schön zu sehen, dass Turku den schwedischen Meister aus Växjö besiegte und den Norddeutschen den Verbleib auf dem Spitzenplatz möglich machte.

Gruppe D:

Red Bull München – EV Zug 3:4 (0:1, 2:1, 1:2)

Das war eine Niederlage, so unnötig wie ein Kropf. Vielleicht hätte der Schweizer Meister das Spiel am Ende auch so gewonnen, aber die Art, wie das entscheidende Gegentor zustande kam, war, man muss es leider so schreiben, dilettantisch.  Münchens Torhüter aus den Birken hielt einen Schuss von Martschini, hätte die Scheibe nur in der Fanghand behalten müssen, aber er wollte die Scheibe im Spiel halten, spielte weiter, kam ins Straucheln und das auf einmal frei vor dem Tor liegende Spielgerät musste von Jan Kovar nur noch über die Linie geschoben werden. Damit brachten sich die Münchner um ihren verdienten Lohn, denn neben einem möglichen Sieg wäre auch der Punkt bei einer Niederlage in der Overtime kostbar gewesen. Jetzt wird es in Zug richtig schwer, denn der EVZ will jetzt natürlich die nächste Runde erreichen und dass Rögle gegen den punktlosen Tabellenletzten aus Dänemark hoher Favorit ist, versteht sich von selbst. Im Spiel begannen die Schweizer, im Gegensatz zu München, hochkonzentriert und ging bereits in der ersten Minute durch Lander in Führung. Im zweiten Drittel übernahm München das Kommando, drehte das Ergebnis durch Frederik Tiffels und Trevor Parkes, aber Fabrice Herzog konnte in der 38. Minute ausgleichen. Ein tolles Zusammenspiel mit Parkes ermöglichte Frederik Tiffels das 3:2, aber jetzt waren die Zuger am Zug. Dario Simion glich zum 3:3 aus und schließlich fiel noch in der letzten Spielminute das ominöse Siegestor für die Gäste.

Tore: 0:1 (00:23) Anton Lander (Djoos, Kreis), 1:1 (28:36) Fredrik Tiffels (Street, Seidenberg), 2:1 (34:47) Trevor Parkes (Street, Redmond), 2:2 (37:43) Fabrice Herzog (Kreis, Hansson), 3:2 (44:19) Fredrik Tiffels (Parkes, Street), 3:3 (51:02) Dario Simion (Hansson, Kreis), 3:4 (59:34) Jan Kovar (Martschini)

SönderjyskE Vojens – Rögle BK 2:3 (1:2, 1:1, 0:0)

Tore: 1:0 (10:16) Andreas Holzmann (O`Donnell), 1:1 (19:23) Anton Bengtsson (Kasper, Kelleher), 1:2 (19:48) Anton Bengtsson (Lesund), 1:3 (34:39) Samuel Johansson (Tambellini, Jonsson), 2:3 (38:42) Steffen Frank

Gruppe E:

Eisbären Berlin – HC Lugano 6:3 (2:1, 3:1, 1:1)

Auch wenn die CHL für den Deutschen Meister gelaufen ist, die Abschiedsvorstellung gegen den HC Lugano zeigte noch einmal, was die Berliner so drauf haben und was hätte passieren können, wenn man auch ein bisschen mehr Glück gehabt hätte. Zwar war auch der dritte Start der Berliner etwas holperig und prompt gingen die Schweizer in der siebten Spielminute durch Alessio Bertaggia in Führung. Doch die Berliner gaben nicht auf, glaubten an sich, kämpften und diesmal klappte es. Erst traf Simon Despres zum Ausgleich, dann brach Zach Boychuck die Berliner in Führung. Ein Fast-Doppelschlag in der 25. und 28. Spielminute durch Leonhard Pföderl und Blaine Byron brachte dann sogar das 4:1.  Jetzt spielten sich die Berliner in einen Rausch, nahmen das zweite Schweizer Tor von Calvin Thürkauf zwar hin, trafen aber noch durch Blaine Byron kurz vor dem zweiten Drittelende zum 5:2. Im dritten Drittel beendete ein exzellenter Pass von Bennet Rossmy an Yannick Veilleux die Frage nach dem Sieger. Die tapferen Tessiner konnten sich am Ende noch über das dritte eigene Tor durch Calvin Thürkauf freuen.

Tore: 0:1 (06:28) Alessio Bertaggia (Thürkauf, Stoffel), 1:1 (13:51) Simon Dupres (Noebels, Byron), 2:1 (16:15) Zay Boychuk (Zengerle), 3:1 (24:09) Leonhard Pföderl (Noebels), 4:1 (27:46) Blaine Byron (Jensen, Pföderl), 4:2 (33:41) Calvin Thürkauf, 5:2 (37:46) Blaine Byron (Müller), 6:2 (43:34) Yannick Veilleux (Rossmy, Wiederer), 6:3 (56:17) Yves Stoffel (Bertaggia).

Skelleftea AIK – Tappara Tampere 6:1 (4:1, 2:0, 0:0)

Tore: 1:0 (12:22) Stefan Loibl (Wilsby, Nilsson), 1:1 (17:09) Patrick Virta (Kuusela, Salminen), 2:1 (17:16) Albin Sundsvik (Kühnhackl), 3:1 (17:52) Joakim Lindström, 4:1 (18:40) Joakim Lindström (Pudas, Hawryluk), 5:1 (23:27) Adam Wilsby (Lindström, Nilsson), 6:1 (29:40) Joakim Lindström

Gruppe A:

Eine Niederlage für Turku und die Finnen hätten sich aus der CHL verabschieden können. Daher war der Sieg lebenswichtig. Durch diesen Erfolg bleiben die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven an der Tabellenspitze. Wenn sie morgen einen Punkt in Prag holen, bleiben sie auch an der Spitzenposition, ansonsten geht es runter auf Platz zwei.

TPS Turku – Växjö Lakers HC 3:1 (1:1, 1:0, 1:0)

Tore: 1:0 (01:48) Aarne Intonen (Eronen, Haapanen), 1:1 (15:58) Pontus Holmberg (Lycksell, Calof), 2:1 (25:16) Aarne Intonen (Eronen, Pulli), 3:1 (58:58) Eetu Liukas (Haapanen).

Gruppe B:

Das war kein guter Spieltag für die Finnen aus Helsinki. Sie unterlagen dem schwedischen Konkurrenten und gleichzeitig gewannen die ZSC Lions überraschend, durch ein Unterzahltor, in Tschechien bei Mlada Boleslav. Nun ist Helsinki gezwungen, im Rückspiel in Göteborg zu gewinnen, denn die Lions werden sich von den Tschechen wohl nicht überraschen lassen.

IFK Helsinki – Frölunda Indians Göteborg 2:3 (1:0, 0:1, 1:2)

Tore: 1:0 (13:00) Micke Ästen (Motin), 1:1 (39:13) Filip Johansson (Carlsson, Olsson), 2:1 (45:41) Jordan Schmaltz (Innala, Koivistoinen), 2:2 (47:34) Patrick Carlsson (Elliott), 2:3 (49:19) Patrick Carlsson (Olsson).

BK Mlada Boleslav – Zürcher SC Lions 0:1 (0:0, 0:1, 0:0)

Tor: 0:1 (36:45) Garrett Roe.

Gruppe H:

In dieser Gruppe war ebenfalls schon vor dem Spieltag alles entschieden. Es ging nur noch um Platz eins oder drei. Bozen gewann nach einer unglaublichen Schlussphase in Salzburg mit 5:3 und kann sich in der nächsten Woche auf eigenem Eis den Gruppensieg gönnen. Im Kampf um Platz drei haben die Polen aus Jastrzebie die besseren Karten gegen Frisk Asker aus Norwegen.

JKH GKS Jastrzebie – Frisk Asker 4:3 (2:0, 1:0, 1:3)

Tore: 1:0 (08:44) Martin Kasperlik (Bryk, Rac), 2:0 (09:35) Radek Nalewajka (Lukas Nalewajka, Jarosz), 3:0 (20:32) Maciej Urbanowicz (Razgals, Kostek), 3:1 (50:01) Mikkel Christiansen (Kuronen, Wold), 3:2 (53:09) Esbjörn Vold (Geheb, Nevalainen), 4:2 (54:19) Egils Kalns (Rac, Bashirow), 4:3 (58:13) Niklas Nevalainen (Andresen, Geheb).

Red Bull Salzburg – HC Bozen 3:4 (1:2, 0:1, 2:1)

Tore: 1:0 (10:31) Peter Hochkofler (Brennan, Leonhardt), 1:1 (14:17) Mathew Maione (Glück), 1:2 (18:51) Brett Findlay (Catenacci, Gazley), 1:3 (31:54) Brett Findlay (Gazley), 2:3 (55:44) Peter Schneider, 2:4 (58:33) Dustin Gazley (Plastino, Lowe), 3:4 (59:09) Danjo Leonhard (Schneider), 3:5 (59:22) Domenic Alberga

Gruppe F:

Im Augenblick befinden sich die Fribourger in absoluter Hochform. In der eigenen Liga auf Platz zwei hinter Spitzenreiter Biel und in der CHL konnte selbst das schwedische Spitzenteam aus Leksand dem Schweizer Sturmlauf nicht widerstehen. Aber die Schweden können es locker sehen. Beide heutigen Kontrahenten haben schon seit vier Wochen das Achtelfinalticket in der Tasche.

Leksands IF – HC Fribourg-Gottéron 2:5 (2:0, 0:3, 0:2)

Tore: 1:0 (05:45) Carter Camper (Veronneau, Lundquist), 2:0 (12:48) Carl Själin (Kloos, Ruohomaa), 2:1 (21:00) Christopher diDomenico (Desharnais, Mottet), 2:2 (30:48) David Desharnais (Mottet, Bougro), 2:3 (31:07) Nathan Marchon (Dufner, Jecker), 2:4 (56:55) Ryan Gundersson (Mottet, Bougro), 2:5 (58:27) Samuel Walser (Dufner).