Einzug ins CHL-Achtelfinale wird erst in Nürnberg entschiedenEisbären Berlin holen ersten CHL-Sieg

Die Rouen Dragons haben die Thomas Sabo Ice Tigers auf dem Weg ins Achtelfinale zumindest vorerst gestoppt. (Foto: dpa/picture alliance/David Tanecek/CTK)Die Rouen Dragons haben die Thomas Sabo Ice Tigers auf dem Weg ins Achtelfinale zumindest vorerst gestoppt. (Foto: dpa/picture alliance/David Tanecek/CTK)
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Spannend geht es auch in der Gruppe C zu, in der Bozen drauf und dran ist, dass finnische Spitzenteam von IFK Helsinki zu eliminieren und in Gruppe G gab es schon die Überraschung, auf die im Vorfeld bestimmt kaum jemand gewettet hat. Växjö IF, im letzten Jahr noch im CHL-Finale gegen Jyväskylä, zog gegen Bern und Salzburg den Kürzeren und kann sich ab sofort wieder auf die eigene Meisterschaft konzentrieren.

Gruppe D

Eisbären Berlin – Neman Grodno 4:1 (1:1, 2:0, 1:0)

Endlich sind die ersten drei Punkte im Sack. Die Eisbären, die das Abenteuer CHL von Anfang an ernst nahmen, aber ihre Grenzen erkennen mussten, besiegten den weißrussischen Vertreter aus Grodno hochverdient mit 4:1 und könnten am letzten Spieltag mit einem Erfolg in Grodno sogar noch Platz drei aus eigener Kraft erreichen. Die Tore für die überlegenen Berliner erzielten Brendan Ranford (15.), James Sheppard (32.), Marcel Noebels (33.) und Colin Smith (42.). Für Grodno glich zwischenzeitlich zum 1:1 Anton Ýelisenko (17.) aus.

Kometa Brünn – EV Zug 2:3 (2:0, 0:0, 0:3)

Beide Vertreter standen schon vor der Begegnung als Achtelfinalteilnehmer fest und es ging eigentlich nur um die Ehre des ersten Platzes. Eventuell unterschätzten die Tschechen ihre Schweizer Gäste, denn diese traten ohne ihre Topausländer Roe und Stalberg sowie nach dem zweiten Drittel auch noch ohne McIntyre an. Dazu hatte Trainer Tangness seinem Stammkeeper Tobias Stephan eine Ruhepause verordnet und dessen Backup Sandro Aeschlimann ins Tor gestellt. Trotzdem zeigten sich die Zuger über die gesamte Partie ebenbürtig, hatten aber Pech, dass ihr Keeper zwei unglückliche Szenen im ersten Drittel hatte und diese jeweils zu Toren von Kometa führten. Ondrej Nemec (7.) und Dalimil Mikyska (9.) nutzten die Schwäche der Zuger Defensive gnadenlos aus. Nach einem torlosen zweiten Drittel glaubten alle Zuschauer das die Partie gelaufen ist aber die starken Schweizer kamen zurück und Lino Martschini (49.), Yannick-Lennart Albrecht (57.) und Reto Suri (59.) drehten das Ergebnis, so dass Zug vor dem letzten Spieltag als Gruppensieger feststeht.

Gruppe F

Rouen Dragons – Thomas Sabo Ice Tigers 4:2 (0:0, 1:1, 3:1)

Der sechsfache französische Champion der letzten zehn Jahre und auch aktuelle Titelträger konnte seine letzte Chance auf ein Weiterkommen wahren und kommt am kommenden Dienstag (Spielbeginn: 19.30 Uhr) zum Showdown nach Nürnberg. Die Ausgangslage sieht für die Ice Tigers positiv aus, denn sie können sich eine Niederlage nach Verlängerung leisten und kämen trotzdem weiter. Darauf verlassen sollten sich die Franken allerdings nicht. Dabei starteten sie gut in die Partie. Nach einem torlosen ersten Drittel trafen Chris Brown (27.) und Will Acton (43.) bei einem Gegentor von Nicolas Deschamps (29.) zu einer 2:1-Führung. Diese hatte bis zur 50. Spielminute Bestand. Dann traf der Kanadier Joel Caron zum erneuten Ausgleich.  Ausgerechnet in der Schlussminute brachte der beste Franzose, Nicholas Deschamps, seine Farben in 6:4-Überzahl erstmals in Führung. Ice-Tigers-Headcoach Martin Jiranek musste daraufhin seinen guten Keeper Andreas Jenike aus dem Kasten nehmen und diese Aktion wurde von Nationalspieler Anthony Guttig mit dem 4:2 bestraft.

Gruppe C

GKS Tychy – HC Bozen Foxes 5:3 (2:2, 1:1, 2:0)

Der Meister der internationalen EBEL, das Südtiroler Team aus Bozen, hatte es in der Hand, mit einem Erfolg vorzeitig die Weichen für das Erreichen des Achtelfinals zu stellen. Allerdings wurde es nichts aus diesem Unterfangen, denn die polnischen Gastgeber wollten im dritten und letzten CHL-Heimspiel in dieser Saison zeigen, dass auch sie im Stande sind, ordentliches Eishockey zu spielen. Von Anfang an drängten sie die Italiener in ihr Drittel und gingen durch Andrej Michnow (7.) und US-Polen Michael Cichy (18.) bei Gegentoren von Anton Bernard (15.) und Marco Insam (19.) zweimal in Führung aber am Ende der ersten 20 Minuten stand es nur 2:2. Mit einem Paukenschlag startete Tychy in die zweiten 20 Minuten. Gleb Klimenko erzielte bereits in der 22. Minute das 3:2, dass der Kanadier Andrew Crescenzi kurz vor Drittelende erneut ausglich. Im letzten Drittel fehlten dann den italienischen Gästen etwas die Kräfte und die kampfstarken Polen erzwangen mit zwei Toren, erzielt von Michael Cichy (54.) und Bartlomiej Jeziorski (60.) per Empty-Netter die Entscheidung. Mit diesem Erfolg konnte zwar Tychy die ersten drei Punkte einheimsen, aber am letzten Gruppenplatz ändert dies bis zum Ende nichts. Die Bozener haben jetzt im Rückspiel gegen Tychy Heimvorteil und sollten diesen auch nutzen, denn IFK Helsinki muss zwar im anderen Gruppenspiel in Skelleftea antreten, aber trotz des peinlichen 1:5 ist den Finnen ein Sieg in Nord-Schweden durchaus zuzutrauen.

Gruppe G

SC Bern – Red Bull Salzburg 2:1 (0:0, 0:1, 1:0, 1:0) n.P.

Am Ende hatten beide gewonnen. Die Berner kommen nach dem Erfolg auf 13 Punkte, sind aktuell Erster und brauchen im Rückspiel nur noch einen Punkt um die Gruppenphase an der Spitze abzuschließen. Die Salzburger brauchten einen Punkt, um vorzeitig ins CHL-Achtelfinale einzuziehen und das haben sie geschafft. Damit haben die Österreicher für eine Überraschung gesorgt, denn der Tabellendritte ist kein geringerer als der letztjährige Finalist und aktuelle schwedische Titelverteidiger Växjö IF Lakers. Nach einem torlosen ersten Drittel brachte der Kanadier Brent Harris die Salzburger in der letzten Spielminute des zweiten Drittel in Führung. Der Ausgleich gelang dem Slowenen Jan Mursak in der 53. Minute. Da in der folgenden Verlängerung nichts Erwähnenswerte passierte, musste das Penaltyschießen die Entscheidung bringen, wo Gaetan Haas das entscheidende Tor für den SC Bern erzielte.

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