EHC Red Bull München geht in Stockholm unter – Biel schockt den ChampionHinspiele im CHL-Viertelfinale

Djurgardens Patrik Berglund im Duell mit dem Münchner Andrew Bodnarchuk. (Foto: dpa/picture alliance/TT NEWS AGENCY)Djurgardens Patrik Berglund im Duell mit dem Münchner Andrew Bodnarchuk. (Foto: dpa/picture alliance/TT NEWS AGENCY)
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Djurgardens IF Stockholm – EHC Red Bull München 5:1 (2:1, 2:0, 1:0)

Während in Deutschland die Hallen bei den CHL-Partien prall gefüllt sind, ist der europäische Wettbewerb in Schweden weniger beliebt. Nur 1796 Zuschauer sahen in Stockholm einen Kantersieg von Djurgardens IF gegen den letztjährigen Finalisten aus München. Und das, obwohl der 16-fache schwedische Meister erstmals im fünften Versuch das Viertelfinale erreichen konnte. Die gekommenen Zuschauer sahen einen guten Beginn und auch das erste Tor der Hausherren, als Patrik Berglund bei einem Schuss nur noch die Kelle reinhalten musste und unhaltbar abfälschte (7.). Der EHC Red Bull München fand die perfekte Antwort. Nur zwei Minuten später war es Jason Jaffray, der mit seinem ersten Treffer nach einer Verletzungspause für den EHC ausglich (9.). Doch auch die Schweden wussten zu antworten. Lediglich 20 Sekunden dauerte die Freude der Münchner, denn nach einem ähnlichen Spielaufbau war es Gustav Possler, der die Schweden wieder in Führung brachte – 2:1 (10.). Im Mitteldrittel war Djurgarden dem nächsten Treffer näher als die Münchner. In der 31. Minute war es erst Kalle Östman, bevor wenige Minuten später Tom Nilsson auf 4:1 stellte. Don Jackson versuchte mit einem Goalie-Wechsel neuen Schwung in die Mannschaft zu bringen, doch auch diese Option sollte an diesem Abend nichts beisteuern können. Zwar konnte sich Daniel Fießinger einige Male beweisen, doch beim 5:1 der Schweden war auch er machtlos. Mit dieser bitteren Niederlage im Rücken muss München nun einen scheinbar uneinholbaren Vorsprung wettmachen, um erneut ins Halbfinale einzuziehen. Vor heimischer Kulisse ist dies nicht undenkbar.

Frölunda Indians – EHC Biel 2:3 (0:0, 0:2, 2:1)

Beinahe wäre für die Frölunda Indians, den aktuellen Champion und Rekordgewinner aus Göteborg, bereits im Achtelfinale Schluss gewesen. Nach einem 3:6 im Hinspiel beim Nachbarn in Karlstad gewannen die Indians überraschend mit 8:2 im Rückspiel und lösten damit das Ticket für die nächste Runde. Auch im Viertelfinale müssen die Indians nun auf das Rückspiel hoffen. Und das diesmal auswärts, denn für die größte Überraschung des Abends sorgte der EHC Biel, der gegen Frölunda am Frölundaborg mit 3:2 gewannen. Mit einem Torschussverhältnis von 14:3 zu Gunsten der Schweden sahen die 3182 Zuschauer eine deutliche Angelegenheit im ersten Drittel, doch beide Goalies hielten ihren Kasten sauber. Auch im zweiten Drittel feuerte Frölunda mit 21 Schüssen gleich 13 mehr als die Schweizer ab, doch fand in dem ehemaligen NHL-Star Jonas Hiller stets ihren Meister. Die erste Überzahlsituation nutzten die Gäste und gingen durch Jason Fuchs in Führung (25.). Anschließend überstanden sie zwei Überzahlsituationen, bevor sie nachlegten. In der 34. Minute war Damien auf und davon und erhöhte auf 2:0. Und für den Champion sollte es noch dicker kommen. Nach nur einer gespielten Minute im Schlussabschnitt gingen die Gäste sogar mit 3:0 in Führung (41.). Zwar kam Frölunda durch Tore von Niklas Lasu (51.) und Joel Mustonen (54.) binnen weniger Minuten nochmals ran, doch die Schweizer verteidigten mit aller Kraft ihr Tor. Trotz eines Torschussverhältnisses von 52:16 für die Hausherren sollte es für den Überraschungssieg des EHC Biel reichen.

Mountfield HK – EV Zug 1:1 (0:1, 0:0, 1:0)

Im einzigen Spiel ohne schwedische Beteiligung wird die Entscheidung auf kommende Woche vertagt. Dabei ist die Rechnung einfach: der Gewinner zieht ins Halbfinale der CHL ein. Im Hinspiel gab es aufgrund des 1:1-Unentschiedens keinen Sieger. Vor 2503 Zuschauer in der tschechischen CPP Arena erwischte der EV Zug den besseren Start. Nach nicht einmal fünf gespielten Minuten war Dario Simion zur Stelle und brachte die Gäste in Front (5.). Mit einem ausgeglichenen Torschussverhältnis von zehn zu zehn ging es in die erste Pause. Im zweiten Drittel waren die Hauptakteure die jeweiligen Torhüter Marek Mazanec und Luca Hollenstein, obwohl es auf beiden Seiten nur wenige Torchancen gab. Im Schlussabschnitt legten die Hausherren eine Schippe drauf und kamen durch Tomas Vincour zum verdienten Ausgleich (45.). Beide Mannschaften treffen kommende Woche in der Schweiz erneut aufeinander, doch nur für einen Neuling geht die Reise in den Playoffs weiter.

Lausanne HC – Lulea Hockey 1:2 (0:0, 1:1, 0:1)

In der letzten Partie des Abends wurde Lulea seiner Favoritenrolle gerecht und kam zu einem späten Auswärtssieg beim HC Lausanne, obwohl sich die Schweizer nicht unbedingt weniger Chancen erspielten. Die 3232 Zuschauer in der Vaudoise Arena sahen einen mutigen Auftritt des Gastgebers, der wie auch der EV Zug und Djurgarden zum ersten Mal ins Viertelfinale erreichten und bis dato kein Spiel nach regulärer Spielzeit verlor. Kurz zu Beginn des zweiten Drittels hatten die Schweizer Fans bereits den Torschrei auf den Lippen, doch Tyler Moy vergab nach nur 33 Sekunden des Mittelabschnitts einen Penalty. Und auch im weiteren Verlauf des Mitteldrittels hatten die Gastgeber mehr vom Spiel. Das erste Mal jubeln durften hingegen die Gäste, die im Powerplay erfolgreich waren (32.). Lausanne drückte weiter und kam kurz vor der zweiten Sirene ebenfalls im Powerplay zum verdienten Ausgleich, als Josh Jooris einen Abpraller ins leere Tor bugsierte (40.). Nachdem die Gäste früh im Schlussabschnitt in Führung gingen (41.), drängten beide Mannschaften auf das nächste Tor. Zunächst war Lulea näher dran, doch Lausanne kämpfte bis zum Ende und kam im Schlussabschnitt zu guten Chancen. Lulea spielte die Zeit clever runter, sodass sie mit einem knappen Vorsprung die Schweizer empfangen. Nach dieser Leistung vor heimischer Kulisse werden sich die Schweizer im Rückspiel in Nordschweden sicherlich nicht verstecken. 


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