Deutsche Teams in der CHL weiterhin auf AchtelfinalkursMannheim gewinnt, Augsburg unterliegt nach Verlängerung

Drew LeBlanc sicherte den Augsburger Panthern einen Punkt. (Foto: dpa/picture alliance)Drew LeBlanc sicherte den Augsburger Panthern einen Punkt. (Foto: dpa/picture alliance)
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In der Gruppe F zeigt sich Mannheim als einzige Konstante. Nach dem klaren 5:0 gegen Tychy führen sie deutlich mit acht Punkten die Gruppe an vor Djurgardens IF Stockholm. Allerdings haben die drittplatzieren Wiener mit dem 6:3 in Stockholm bewiesen, dass sie es in der Hand haben können, noch ins Achtelfinale einzuziehen. In der Gruppe A hat Tappara Tampere zur Aufholjagd geblasen. Allerdings ist Klagenfurt noch zwei Punkte entfernt, Tabellenführer Biel gar deren drei. Und in der Gruppe D hat Lausanne mit sechs Punkten die Leaderposition ergattert. Zuzutrauen, aber nicht zu erwarten, ist der aktuelle zweite Tabellenplatz von Junost Minsk. Lahti hatte Platz eins schon in der Tasche, ließ sich aber nach dem 3:0 noch fünf Tore in Trinec einschenken und da die Tschechen mit ihren drei Punkten den Anschluss wiedergefunden haben, wird es in dieser Gruppe sehr spannend.

Gruppe C:

Augsburger Panther – Lulea HF 4:5 (1:1, 1:3, 2:0, 0:1) n.V.

Das war CHL-Eishockey, wie man es sich wünscht. Hochdramatisch, ausgeglichen und mit vielen Toren gesegnet. Natürlich wollte sich Lulea nicht noch einmal einwickeln lassen wie beim 2:3 vor eigenem Publikum in eigener Halle und diesmal klappte es auch vorzüglich mit der Führung. Nach einem unglücklichen Fehler in der Defensive kam der erst 17-jährige Noel Gunler direkt vor AEV-Keeper Markus Keller zum Schuss und vollendete gekonnt. Das brachte die Augsburger leicht aus dem Konzept und beinahe wäre Minuten später das 0:2 gefallen, als Robin Kovacs mit einem Lattentreffer für Lulea Pech hatte. In der zwölften Minute dann der Ausgleich. Augsburg hatte Powerplay, Matt Fraser stand goldrichtig vor dem kurzen Eck und es stand 1:1. Das zweite Drittel hatte kaum begonnen, da führten die Gäste schon wieder. Der von Lukka Rauma verpflichtete Arttu Ilomäki durfte mutterseelenalleine einen Konter fahren und Markus Keller hatte auch diesmal keinerlei Abwehrchance. Ärgerlich für Keller und es kam für ihn noch ärger. Zwei Minuten später wollte er Brannström ausspielen. Dieser fing jedoch den Pass ab, bediente Jonas Berglund (23.) und die Gäste führten 3:1. Der AEV hatte nun, verständlicherweise, echte Probleme wieder zurück ins Spiel zu finden. In der 35. Minute schien die Chance für ein Anschlusstor sehr hoch, als nacheinander die Lulea-Akteure Patrick McNeil und Juhani Tyrväinen auf die Strafbank mussten aber 93 Sekunden doppeltes Überzahlspiel verdampften wie Wasser in der Sauna. In der 38. Minute fiel dann doch der ersehnte Anschlusstreffer. David Stiehler konnte einen Klassepass von Daniel Schmölz im gegnerischen Tor unterbringen aber die Freude währte ganze siebzig Sekunden. Die Schweden konnten trotz Bedrängnis im gegnerischen Drittel die Scheibe perfekt kombinieren und als schließlich Robin Kovacs das Tor zum 4:2 für Lulea erzielte, war das AEV-Gehäuse leer. Im letzten Drittel versuchten die Panther alles und in der 49. Minute wurde der Angriffsmut auch belohnt. Matt Fraser versuchte aus kurzer Entfernung einen Schuss und die Scheibe fand genau den Weg zwischen Pfosten und Luleas Torhüter David Rautio. Jetzt drückte Augsburg noch mehr und hatte in der Schlussminute Glück, als Drew LeBlanc das 4:4 markieren konnte. Somit hatten die Hausherren sich einen Punkt gesichert, denn in der 64. Minute gelang Petter Emanuelsson mit dem 5:4 für Lulea das Siegestor für die schwedischen Gäste.

Gruppe F:

Adler Mannheim – GKS Tichy 5:0 (4:0, 0:0,1 :0)

Die Mannheimer Arena war mit über 7700 Zuschauern für CHL-Verhältnisse überdurchschnittlich besucht und die Fans sahen eine überlegene Mannheimer Mannschaft, die auch höher als 5:0 hätte gewinnen können. Am Ende stand ein Schussverhältnis von 40:9 für den deutschen Titelträger, die Tore schossen David Wolf (8.), Ben Smith (13.), Cody Lampl (16.), Sinan Akdag (20.) und Jan-Mikael Järvinen (49.). Für nähere Informationen zum Spiel geht es hier zum Spielbericht.

Djurgårdens IF Stockholm – Vienna Capitals 3:6 (1:1, 1:2, 1:3)

Man sollte Außenseiter nicht auf die leichte Schulter nehmen. Dieser Lehrsatz war scheinbar noch nicht in Stockholm angekommen, denn nach dem 2:1 in Wien stand für die Schweden nur die Höhe des Sieges im Rückspiel in der Diskussion. Daher ist dann auch die Kulisse mit gerade einmal 2123 Zuschauern zu erklären. Djurgarden startete dann in die Partie etwas zäh aber spätestens nach dem 1:0 durch Albin Grewe (11.) schien sie in den vorgezeichneten Verlauf zu nehmen. Doch die Capitals dachten nicht daran, sich zu verstecken. In der 18. Minute erzielte Mark Flood das 1:1. Im zweiten Drittel brachte Nikolaus Hartl (21.) Wien schnell mit 2:1 in Führung, aber Anton Hedman (29.) glich für Djurgarden noch einmal aus. In der 31. Minute verschoss Berglund einen Penalty und das sollte sich rächen. Der US-Boy Ty Loney brachte die Capitals in der 37. Minute erneut in Führung, Marcus Högström glich 26 Sekunden nach Wiederanpfiff aus. Danach kam die große Stunde der Capitals, die die verunsicherten Schweden bei Kontern förmlich auseinandernahmen. Ty Loney (45.), Sondre Olden (50.) und Taylor Vause (53.) erhöhten sukzessive auf 6:3 für die Vienna Capitals.

Gruppe A:

Tappara Tampere – Klagenfurter AC 8:3 (2:2, 2:0, 4:1)

Die prognostizierte Aufholjagd der Finnen hat begonnen. Der EBEL-Meister ging in der Partie sogar mit 2:1 in Führung, konnte diesen Vorsprung gar bis zur 36. Minute halten, um dann im finnischen Sturmwirbel unterzugehen. Die Tore von Tappara erzielten Olavi Vauhkonen (7.,48.), Charles Bertrand (20., 37.,51.), Jere Karjalainen (37.), Niko Ojamaki (45.) und Kristian Kuusela (46.). Für den tapfer kämpfenden KAC trafen Matthew Neal (7.), Manuel Ganahl (10.) und Andrew Kozek (41.).

Frisk Asker – EHC Biel 2:3 (0:0, 1:2, 1:1)

Vor der enttäuschenden Kulisse von gerade einmal 1506 Fans unterlag der norwegische Titelträger dem EHC Biel etwas unglücklich mit 2:3. Nach einem ausgeglichenen ersten Drittel gingen die Norweger in der 25. Minute durch den Kanadier Alex Lavoie (25.) in Führung. Sechs Minuten später glich der Bieler Kapitän Mathieu Tschantre für die Schweizer aus und in der 39. Minute konnte Luca Cunti die Bieler erstmals in Führung schießen. In der 50. Minute gelang Mikkel Christiansen der Ausgleich für Asker aber der erhoffte Punktgewinn wurde für die Norweger nicht real. 154 Sekunden vor Schluss brachte Jan Neuenschwander Biel durch einen Blueliner in Führung und dieses Tor reichte, um aus Asker drei Punkte zu entführen.

Gruppe D:

HC Ocelari Trinec – Pelicans Lahti 5:3 (0:2, 1:1, 4:0)

Die 3.868 Fans in der Werk-Arena sahen ein Spiel, dass sie vermutlich nicht so schnell vergessen werden. Im ersten Drittel hatten die finnischen Gäste aus Lahti deutlich das Ruder in der Hand und gingen durch Jonatan Tanus (4.) und Severi Lahtinen (11.) mit 2:0 in Führung. Als in der 21. Minute gar noch Hannes Björninen in Überzahl auf 3:0 erhöhte, da schien die Partie vorzeitig gelaufen. Fast, denn jetzt kam Trinec zurück. Sechs Sekunden (!!) vor Drittelende verkürzte Tomas Kundratek mit einem Blueliner auf 1:3. In den letzten zwanzig Minuten hatten dann die Tschechen das Glück, das ihnen in den ersten vierzig gefehlt hatte. Nacheinander trafen Patrik Hrehorcak (43.), Jiri Polansky (46.), Milan Doudera (48.) und Tomas Marcinko (60.) zum Endstand 5:3.

HC Lausanne – HK Junost Minsk 3:2 (1:0, 2:1, 0:1)

Da war man in Lausanne in die Provinz gegangen, hatte das Heimspiel gegen den weißrussischen Meister aus Minsk nach Yverdon verlegt und dort kamen gerade einmal 1134 Zuschauer. Minusrekord in der CHL am heutigen Spieltag und diese Fans sahen jedoch ein Spiel, das äußerst spannend verlief. Der Amerikaner Tyler Moy brachte den LHC nach 16. Minuten mit 1:0 Führung, dem Lukas Frick nach einem tollen Sololauf das 2:0 folgen ließ. In der 25. Minute gelang dem Russen Maxim Maltsev das 1:2 aber Lausanne ließ nicht locker und Joel Vermin traf, sogar in Unterzahl, in der 35. Minute zum 3:1 für den LHC. Minsk blieb jedoch am Drücker, konnte lediglich in der 53. Minute durch Vsevolod Kashkar das 2:3 markieren.

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