Deutsche Teams beeindrucken auswärts in der CHLErfolge für Wolfsburg und München

Der Deutsche Meister aus München setzte sich in Krakau durch. (Foto: dpa/picture alliance/PAP)Der Deutsche Meister aus München setzte sich in Krakau durch. (Foto: dpa/picture alliance/PAP)
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Gruppe 1

HC 05 Banska Bystrica — Grizzlys Wolfsburg  0:1

Es war ein Spiel auf des Messers Schneide. Die Slowaken wollten sich ihre letzte Chance auf ein Weiterkommen nicht verbauen, die Wolfsburger brauchten die drei Punkte für das gleiche Vorhaben dringend, zumal am Sonntag das äußerst schwere Auswärtsspiel bei Tappara Tampere ansteht. Das Ergebnis war ein extremes Defensivspiel, wobei natürlich in der 34. Minute keiner ahnen konnte, dass er gerade von Gerrit Fauser erzielte Treffer der entscheidende werden sollte. Am Ende stand es immer noch 0:1 und damit hatten die Niedersachsen Rang zwei in der Gruppe übernommen, mit drei Punkten Rückstand auf Tampere und drei Punkten Vorsprung vor dem Dritten Salzburg.

Tappara Tampere — Red Bull Salzburg 4:2

Im ersten Drittel verschafften sich die österreichischen Gäste mit einem fulminanten Auftritt den Respekt der Gastgeber. Bereits nach fünf Minuten traf Alexander Rauchenwald zum 0:1. Ein Schock für die Finnen, die sich erst einmal wieder finden mussten. Erst in der 18. Minute gelang dem finnischen U18-Nationalspieler Otso Rantakari der Ausgleich. Fast im Gegenzug erneut die Salzburger Führung. Der Kanadier Robert Raymond, vor zwei Jahren noch in Iserlohn tätig, brachte erneut Red Bull in Führung. Obwohl kurz nach Wiederbeginn Niko Ojamaki das 2:2 machte, ließen sich die Gäste nicht aus dem Konzept bringen und es blieb lange bei diesem Spielstand. Tapparas Neuzugang Veli-Matti Vittasmaki, er kam vom Nachbarn Ilves, gelang dann endlich die erste Führung, die kurz darauf Kristian Kuusela ausbauen konnte. Damit kam Tappara im dritten Spiel zum dritten Sieg und sollte somit die Endrunde klar haben.

Gruppe 7

IFK Helsinki — Brynäs Gävle  2:5

Im Spiel zweier defensiv ausgerichteter Teams hatte am Ende der schwedische Vizemeister die Nase vorn. Die Begegnung hätte am Ende auch anders ausgehen können, aber entscheidend war wohl die glückliche Gästeführung wenige Sekunden vor der ersten Drittelpause. Der Däne Jesper Jensen, 2011 bei den Hamburg Freezers, traf zum 0:1. Schock für die Finnen und es sollte noch schlimmer kommen. Einige Minuten später erhöhte Johan Alce auf 0:2 und kurz darauf Louie Caporusso auf 0:3. Die Finnen mussten jetzt das Spiel öffnen, drängten die Schweden auch zurück, aber Rautio im Gävle-Kasten war unbezwingbar. In der 48. Minute fiel endlich das 1:3. Verantwortlich dafür war Saku Salmela, der sich jedoch nicht lange freuen konnte. Bereits im Gegenzug fiel durch Aaron Palushaj das 1:4 und damit war das Spiel aus finnischer Sicht gelaufen. Der zweite Treffer von Helsinki (Oliwer Kaski) und der fünfte schwedische (Linus Olund) hatten am Ende nur noch statistischen Wert.

Cracovia Krakau — EHC Red Bull München 1:2

Am Ende stand ein Sieg mit drei Punkten und das war das wichtigste. Das Spiel selbst konnte man gut mit dem Spiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zur fast gleichen Zeit in Tschechien vergleichen. Die Münchner hatten das bessere Team zur Verfügung, aber die Polen kämpften verzweifelt und hätten am Ende bei etwas mehr Glück die Red Bulls noch Probleme bereiten können. Einzig bei der Torfolge unterschieden sich die beiden Spiele. In der 15. Minute gelang Maximilian Kastner das 0:1. Bei dem Spielstand blieb es genau 32 Minuten. Dann traf Dominik Kahun zum 0:2 und zum vermeintlichen Endstand. Als zwei Minuten später Damian Kapica, einer der besten aktuellen Nationalstürmer, auf 1:2 verkürzte, wurde es noch einmal spannend. Doch die Münchner spielten geschickt, verwalteten den Vorsprung routiniert und am Ende hatten sie die drei wichtigen Auswärtspunkte in trockene Tücher gebracht. Damit führt nach drei Spieltagen Red Bull München (9) die Gruppe vor Brynäs Gävle (8) an. Dritter im Bunde, aber schon mit sieben Punkten Rückstand, ist IFK Helsinki (1) und die rote Laterne blieb auch nach diesem Spieltag in Krakau. 


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