Deutsche Mannschaften nach zwei CHL-Spieltagen topAugsburg und München gewinnen erneut

Der EHC Red Bull München setzte sich auch gegen den HC Banska Bystrica durch. (Foto: GEPA pictures/Ulrich Gamel)Der EHC Red Bull München setzte sich auch gegen den HC Banska Bystrica durch. (Foto: GEPA pictures/Ulrich Gamel)
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Der deutsche Vizemeister aus München glänzte dabei besonders, gelangen beide Siege ohne Gegentor. Aber auch die Augsburger zeigen ihren Mann in der CHL. Punkt- und torgleich mit Lulea HF stehen sie auf Platz eins, und das nach zwei Auswärtsspielen. In der Augsburger Gruppe überraschend auf Rang drei, punktgleich sind die Nordiren aus Belfast, während Geheimtipp Liberec punktlos auf dem letzten Platz herumkrebst. Obwohl München gegentorlos bis jetzt blieb, stehen sie nur auf Rang zwei, denn Färjestads BK hat, bei gleicher Tordifferenz, zwei Tore mehr erzielt und das zählt. Für Ambri und Banska Bystrica wird es jetzt sehr schwer, die beiden Topteams noch einzuholen.

Wie Liberec hat auch Tappara Tampere in Gruppe A den Start völlig verschlafen. Beide Auswärtsspiele verloren und Biel und Klagenfurt sind aktuell sechs Punkte entfernt. Die Aufholjagd wird sicherlich spannend. In Gruppe B führt mit fünf Punkten Pilsen vor Zug (4), Hämeenlinna (3) und Rungsted (0).

Gruppe C:

Belfast Giants – Augsburger Panther 2:3 (1:1, 1:0, 0:1, 0:1) n.V.

Während in den Topländern die Hallen, trotz interessanter Paarungen, fast leer sind, strömen die Massen bei den sogenannten Kleinen in die Hallen. 5070 Fans wollten die Partie zwischen dem EIHL-Vizemeister und dem DEL-Dritten sehen und sie wurden wieder nicht enttäuscht. Der letztendlich beste Spieler des Tages, der Augsburger Matt Fraser, besorgte in der siebten Spielminute höchstpersönlich die AEV-Führung, als er eine Unordnung der Giants-Defensive erfolgreich abschloss. Glück in der zehnten Minute für die Augsburger, als ein nordirischer Stürmer mit einem Rückhandschuss nur den Pfosten traf und in der 18. Minute war es dann soweit. Jordan Smotherman, vor einem Jahr noch in Iserlohn aktiv, nutzte einen Augsburger Fehlpass vor dem Tor von AEV-Keeper Markus Keller zum 1:1. Im zweiten Drittel versuchten die Giants mehr Druck aufzubauen und waren in der 33. Minute erfolgreich, als der Pole Patryk Wronka, der aus Kattowitz verpflichtet worden war, das 2:1 schoss. Warum drei AEV-Verteidiger ihn gewähren ließen, war im Nachhinein schlecht zu erklären. Mit etwas Glück kamen die Augsburger im dritten Drittel zum Ausgleich. Das Eigengewächs Marco Sternheimer wurschtelte ihm wahrsten Sinne des Wortes in der 44. Minute die Scheibe in die Belfaster Maschen und rettete seine Mannschaft so in die Verlängerung, so wie nur 31 Sekunden brauchte, um, diesmal durch Matt Fraser für die Entscheidung zu sorgen. Eine weitere Riesenportion Glück hatten die Panther in der letzten Spielminute, als ein Belfaster Tor wegen hohen Stocks nicht anerkannt wurde.

Lulea HF – Bili Tygri Liberec 4:1 (0:0, 2:0, 2:1)

Für Lulea war nach der etwas peinlichen Heimniederlage gegen den deutschen DEL-Vertreter aus Augsburg Wiedergutmachung angesagt. Aber auch Liberec brauchte nach dem 4:5 von Belfast dringend Punkte. So entwickelte sich eine sehr schnelle, stellenweise hektische, aber faire Partie, in der sich beide Torleute im ersten Drittel keine Blöße gaben. Im zweiten Drittel fiel dann das erste Tor des Tages zum 1:0 durch Daniel Sondell, dem in der 39. Minute das 2:0 durch Jesper Sellgren folgte. Doch Liberec gab sich noch nicht besiegt, kam in der 51. Minute durch Rotislav Marosz zum Anschlusstor. Danach verschärften die Tschechen das Tempo, setzten das Tor von Lulea-Keeper Joel Lessinantti unter Druck, mussten aber auch auf Konter der Schweden achten und diese waren schließlich erfolgreich. Einar Emanuelsson (56.) und Filip Hällander (60.), letzterer mit einem Empty-Netter erhöhten zum Endstand 4:1.

Gruppe G:

EHC Red Bull München – HC 05 Banska Bystrica 3:0 (0:0,1:0,2:0)

Vom Ergebnis fast eine Kopie der ersten CHL-Gruppenbegegnung der Münchner gegen Ambri. Und wieder blieb der deutsche Vizemeister ohne Gegentor, wobei diesmal am Ende das Schussverhältnis mit 47:21 deutlich zugunsten der roten Bullen ausfiel. Bester Spieler der Gäste war Keeper Tyler Beskorowany, dem die Gäste es fast alleine zu verdanken hatten, dass es bis zur ersten Pause und danach bis zur 30. Minute bei null Gegentoren blieb. Dann fiel das hochverdiente 1:0, aber recht glücklich, weil der Schuss von Konrad Abeltshauser vermutlich am Tor der Slowaken vorbeigegangen wäre, aber ein slowakischer Verteidiger bekam ihn an den Schlittschuh und Beskorowany war geschlagen. Ein Traumstart in das dritte Drittel brachte das 2:0, als der neue Kapitän der Münchner, Patrick Hager nach 17 Drittelsekunden einen Traumpass von Yasin Ehliz mit dem zweiten Münchner Tor abschloss. Auch danach waren die Red Bulls optisch überlegen, mussten aber, wie am Freitag auf das dritte Tor bis zur 60. Minute waren, ehe Justin Schütz für endgültige Verhältnisse sorgte.

Färjestads BK Karlstad – HC Ambri-Piotta 2:1 (1:1, 0:0, 1:0)

Wer gedacht hätte, dass die Schweizer in Schweden untergehen würden, sah sich getäuscht, wie eben auch jene 200 Tessiner Schlachtenbummler, die ihr Team von München nach Karlstad weiterhin begleiteten. Sie sahen zwar eine optisch überlegene FBK-Mannschaft, aber als der erste Schwede eine Strafe kassierte, brauchte der HCAP lediglich drei Sekunden zum Führungstreffer. Der Italo-Kanadier Nick Plastino jagte die Scheibe von der blauen Linie, unhaltbar für FBK-Keeper Markus Svensson in die Maschen. Center Victor Ejdsell war es in der 17. Minute vorbehalten und für das 1:1 zu sorgen. Ambris Keeper Dominik Hrachovina, auf Grund der Verletzung von Stammkeeper Conz für drei Monate aus Astana geholt, war chancenlos. Im zweiten Drittel musste Ambri drei Strafen überstehen, tat dies auch erfolgreich und erst in der 57. Minute gelang den favorisierten Schweden der Führungs- und Siegestreffer, als Johan Ryno ein Solotreffer gelang.

Gruppe A:

Klagenfurter AC – Frisk Asker 3:0 (2:0, 0:0, 1:0)

Wie wichtig Torhüter sein können, bewiesen die beiden Hauptakteure, Lars Haugen (KAC) und Nicklas Dahlberg (FA). 119 Schüsse wurden auf die beiden Tore abgegeben, 68 davon in höchster Gefährlichkeit und ganze drei Tore fielen, wobei am Ende KAC-Keeper Haugen sogar einen Shutout feiern konnte. Der Start war für den EBEL-Meister perfekt. Schon in der achten Minute brachte Manuel Ganahl seine Farben in Führung, und dieses 1:0 baute Matthew Neal in der 15. Minute zum 2:0 aus, als er eine doppelte Überzahl eiskalt ausnutzte. Bei diesem Spielstand blieb es bis zur 59. Minute, dann gelang Matthew Neal mit einem Solo das verdiente 3:0.

EHC Biel – Tappara Tampere 1:0 (0:0, 0:0, 1:0)

Diese Reise in zwei Alpenländer wird den Finnen als Pannenspiele in Erinnerung bleiben. In beiden Fällen, in Klagenfurt wie in Biel, galten sie als knappe Favoriten und mussten am Ende mit null Punkten die Heimreise antreten. Wie in der ersten Begegnung war Tampere optisch die bessere Mannschaft, scheiterte jedoch an der eigenen Treffsicherheit (zwei Pfostentreffer) und am gegnerischen Keeper, diesmal am Bieler Altmeister Jonas Hiller. Das Siegestor der Bieler markierte Damian Riat in der 59. Minute.

Gruppe B:

EV Zug – HPK Hämeenlinna 3:4 (1:0, 1:1, 1:2, 0:1) n.P.

Das war eine denkbar knappe Kiste, die natürlich auch zugunsten von Zug hätte ausgehen können. Noch ist der EVZ nicht aus dem Rennen, aber die Niederlage wirft die Innerschweizer, die ja noch alle drei Auswärtsspiele zu bestreiten haben, mit vier Pluspunkten nach zwei Heimspielen erst einmal zurück. Zwei der drei Tore erzielte Zug bei doppeltem Powerplay, in beiden Fällen durch Gregory Hofmann (12., 40.). Lediglich beim dritten Zuger Tor durch David McIntye (44.) wurde die gesamte HPK-Defensive perfekt ausgehebelt. Die Treffer von Hämeenlinna markierten Jere Innala (22.), Filip Krivosik (42.) und Markus Nenonen (57.). Im entscheidenden Penaltyschiessen war erneut Nenonen erfolgreich und somit der Spieler der Partie.

HC Skoda Pilsen – Rungsted Seier Capital 9:3 (3:2, 3:0, 3:1)

Ohne jede Chance war der dänische Champion beim HC Skoda Pilsen. Die Tschechen hatten lediglich im ersten Drittel ein paar Probleme, vor allem in der Abwehr und dies nutzten die Dänen gekonnt aus. Am Ende hatten Roman Vlach (1.), Milan Gulas (3.,28.,47.), Tomas Mertl (16.,32.), Vojtech Nemec (39.), Miroslav Indrak (43.), Jakub Pour (44.) für Pilsen die Tore erzielt, während für Rungsted Nikolaj Rosenthal (10.), T.J. Moore (20.) und Mario Lucia (53.) die Tore erzielten.           


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