Das deutsche Trio erreicht komplett das Achtelfinale der CHLAugsburger Panther setzen sich mit 3:2 in Liberec durch

Die Augsburger Panther stellten sich geschlossen dem Favoriten aus Liberec entgegen - mit Erfolg! Der AEV steht im Achtelfinale der CHL. (Foto: dpa/picture alliance)Die Augsburger Panther stellten sich geschlossen dem Favoriten aus Liberec entgegen - mit Erfolg! Der AEV steht im Achtelfinale der CHL. (Foto: dpa/picture alliance)
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Die Augsburger Panther hätten sich in Liberec eine Niederlage nach Verlängerung leisten können, aber sie wehrten sich gekonnt und konnten am Ende sogar einen Erfolg einheimsen. Zusammen mit Lulea HF geht es für sie nun weiter in der nächsten Runde. Auch in der Gruppe A standen schon die Qualifikanten vorab fest. Tappara Tampere hatte zwar zum Abschluss gegen den norwegischen Meister aus Asker seine liebe Mühe, blieb am Ende aber klarer 7:3-Sieger. In der Gruppe G war ebenfalls schon alles gelaufen nach dem 3:1 von Färjestad gegen München. Allerdings werden beide Teams aufgeatmet haben, denn die Schweizer aus Ambri hätten nach ihrem couragierten Auftritt in der CHL und dem knappen Ausscheiden, am Ende fehlte nur ein Punkt, ein Weiterkommen ebenfalls verdient gehabt. Die letzte Tagesbegegnung fand in der Gruppe H statt und auch hier hatten sich bereits gestern die Frölunda Indians den Gruppensieg gesichert und mit dem eigenen Erfolg auch gleichzeitig dem Konkurrenten Mountfield HK den Weg geebnet. So war letzten Endes das 7:1 gegen Graz nur noch ein Spiel für die Statistik.

Gruppe C:

HC Bili Tygri Liberec – Augsburger Panther 2:3 (2:1,0:1,0:1)

Mit einem wirklich beeindruckenden Auftritt beim Tabellensechsten der tschechischen Extraliga setzten sich die Panther mit 3:2 durch und zogen somit in das Achtelfinale ein. Allerdings gab es vor dem Feiern eine Menge zu tun, denn Liberec wollte das 3:2 von Augsburg umsetzen und mit einem Erfolg gegen den deutschen Underdog vor der guten CHL-Kulisse von 5733 Fans in die nächste Runde einziehen. Tatsächlich setzten die weißen Tiger die gegnerischen Raubkatzen zunächst schwer unter Druck. Am Ende stand übrigens ein Schussverhältnis von 37:19 für Liberec in der Statistik. Ein Wert, der ahnen lässt, was die Augsburger in Tschechien leisteten und wie gut ihre Effizienz war. Wichtig war auch der Start, denn bereits in der dritten Minute klappte das Pressing, die Tschechen verloren den Puck im eigenen Drittel, Andrew LeBlanc setzte Patrick McNeill ein und der scorte zum 1:0 für die Panther. Die mitgereisten 500 Augsburger waren aus dem Häuschen. Aber Liberec kam zurück. Der Slowake Libor Hudacak erzielte mit einem perfekten Handgelenkschuss bereits in der siebten Minute den Ausgleich, wobei Augsburgers Keeper Olivier Roy chancenlos war. Und Liberec wollte mehr, suchte das zweite Tor und fand es drei Sekunden vor der ersten Sirene. Libor Hudacak fand nach Vorlage von Michal Bulir genau die Lücke zum 2:1. Im zweiten Drittel war Liberec weiterhin die stärkere Mannschaft, konnte sich aber nicht entscheidend durchsetzen und die Augsburger spielten defensiv äußerst geschickt, ließen kaum gefährliche Torschüsse zu. Lediglich in der 30. Minute hatten die Panther Glück, als Jan Ordos Augsburger Keeper eigentlich schon ausgespielt hatte aber letzten Ende nur den Pfosten traf. Mehr Glück hatte da schon Panthers-Angreifer Simon Sezemsky, der in der 35. Minute von LeBlanc perfekt angespielt wurde und gegen dessen Hammer der starke Liberec-Keeper Marek Schwarz keine Möglichkeit hatte. Im letzten Drittel musste nun die Entscheidung fallen. Die Gastgeber drängten, Augsburger verlegte sich aufs Kontern. 83 Sekunden vor Ende beantragte Liberec eine Auszeit, denn die Tschechen mussten gewinnen, zwei Punkte wären zu wenig gewesen. Liberec-Coach Patrik Augusta (von 1999 bis 2006 in der DEL bei Schwenningen, Krefeld und Hannover tätig), nahm seinen Keeper vom Eis und musste dann völlig konsterniert mitansehen, wie Matthew Fraser aus nahezu 50 Metern Entfernung per Heber mit einem Tor des Jahres das Augsburger Siegestor erzielte.

Gruppe A:

Tappara Tampere – Frisk Asker 7:3 (1:2, 3:0, 3:1)

Auch wenn Tappara die nächste Runde bereits nach dem gestrigen Erfolg von Biel gegen Klagenfurt erreicht hatte, wollte man in Tampere das letzte Gruppenspiel siegreich gestalten. Allerdings machten die norwegischen Gäste es Tappara nicht leicht, lagen nach dem ersten Drittel sogar in Führung. Zwar brachte Sami Moilanen Tappara bereits in der fünften Minute in Front, aber die Norweger kippten das Ergebnis bis zur zwanzigsten Minute durch die Kanadier Alex Lavoie (14.) und Reid Petryk (15.). Ein toller Sololauf von Anton Levtchi (22.) brachte Tampere schnell im zweiten Drittel den Ausgleich und fünf Minuten später traf Otto Rauhala zur finnischen 3:2-Führung. Hatte Frisk Asker noch Hoffnung auf eine Wende, so zerstoben diese nach dem vierten Tor von Tappara in der 33. Minute, als Valtteri Kemiläinen mit einem fulminanten Schlagschuss den norwegischen Keeper Henrik Fayen Vestavik überwand. Im letzten Drittel fand Tappara sofort zu seinem Spiel und zu einem schnellen Abschluss, als Niko Ojamäki völlig frei vor Vestavik auftauchte und natürlich traf. In der 49. Minute erhöhte Patrik Virta auf 6:2, bevor Asker durch Viktor Granholm auf 3:6 verkürzen konnte. Den Torabschluss besorgte der Franzose Charles Bertrand in der 53. Minute zum Endstand 7:3.

Gruppe G:

HC Ambri-Piotta – HC 05 Banska Bystrica 4:3 (1:0, 1:2, 2:1)

Das hatten die Spieler des HC Ambri-Piotta wirklich nicht verdient. In ihrer CHL-Premierensaison schaffte das Überraschungsteam der Schweizer National League mit zehn Punkten einen starken dritten Platz, scheiterte nur mit einem Punkt Rückstand an der schwedischen Spitzenmannschaft von Färjestad. Ganze 1537 Zuschauer kamen zum letzten CHL-Punktspiel in die kultige Valascia, wo zum Glück noch keine Eisschranktemperaturen herrschten. Den HCA-Spielern schien jedoch dieser halbe Liebesentzug wenig auszumachen, denn bereits in der vierten Minute prüfte Ambris Amerikaner Nick Plastino mit einem Hammerschlagschuss die Netzhaltbarkeit im Kasten von Banska. Die Slowaken, die in dieser CHL-Vorrunde ziemlich enttäuschten, lediglich einmal beim Sieg gegen München ihr Leistungsvermögen andeuteten, konnten sich aus der Umklammerung befreien und ihr Verteidiger Felix Petrinec prüfte in der zehnten Minute Ambris Keeper Dominik Hrachovina, der sich scheinbar in der CHL ziemlich wohlfühlt, wobei dieser die Oberhand behielt. Im zweiten Drittel startete Ambri zunächst stark. Matt D‘Agostini erhöhte in der 25. Minute auf 2:0, ehe Banska nach nunmehr vier torlosen Dritteln gegen Ambri zur Aufholjagd blies. Banskas Abwehrspieler Marek Biro verkürzte nach schöner Einzelleistung in der 34. Minute auf 1:2 und Lukas Lunter glich wenige Sekunden vor der zweiten Pause sogar aus. Glück für Ambri in der 43. Minute, dass der Slowake Milos Bubela nur den Pfosten traf aber dieses Pech glich Andrej Stastny nur wenige Sekunden später aus, als er mit einem Zaubertrick Hrachovina gar zur 3:2 Führung überwand. Jetzt lagen die Nerven blank und in der 49. Minute eskalierte das Geschehen in einer wüsten Prügelei zwischen Ambris Misha Moor und Banska`s Michal Kabac, die beide danach zum Duschen durften. Als sich das Geschehen etwas beruhigt hatte, glich Ambri durch Robert Sabolic zum 3:3 aus. Mit einem wirklich schönen Sololauf erzielte schließlich Giacomo del Pian (58.) das Siegestor zum 4:3 und beendete einen starken HCA-Auftritt in der CHL.

Gruppe H:

Mountfield HK Hradec Kralove – Graz 99ers 7:1 (1:0, 1:1, 5:0)

Das Spiel war nach dem Erfolg von Frölunda am Dienstag in Cardiff bedeutungslos geworden. Viele tschechischen Fans glaubten wohl an ein Desinteresse ihrer Mannschaft, da man ja das Achtelfinale schon erreicht hatte. 2569 Fans wollten daher nur die Partie sehen, die am Ende deutlich mit 7:1 an die Gastgeber ging, wobei das Ergebnis am Ende viel zu hoch ausfiel, da die Grazer sich mit einer guten Leistung aus der Champions League verabschieden wollten und dies auch taten, zumindest was in ihren Möglichkeiten lag. Den Torreigen eröffnete der französische Nationalspieler Jordann Perret bereits in der sechsten Minute. In der 28. Minute glich Graz zur allgemeinen Überraschung aus, als Dwight King einen Schuss aus totem Winkel von Oliver Setzinger äußerst geschickt abfälschte. Mountfield brauchte nach dem 1:1 geschlagene sechs Minuten um sich wieder zu finden, dann brachte Tomas Vincour seine Farben wieder in Führung, nachdem sich zwei Grazer Verteidiger im eigenen Slot nicht einig waren, wer den Puck herausschlagen sollte. Im dritten Drittel fiel das 3:1 im Powerplay durch Matej Paulovic (45.) und nach dem 4:1 durch den Letten Maris Bicevskis (49.) brachen bei den Österreichern alle Dämme. Nacheinander erhöhten Adam Kubik (55.), Matej Chalupa (57.) und Radovan Pavlik (59.) auf 7:1, wobei bemerkt werden muss, dass der schwedische Keeper im Grazer Tor Christopher Nihlstorp bei allen Treffern nahezu chancenlos war.

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