CHL-Saison startet mit vier deutschen TeamsAuftakt in die internationale Spielzeit

Rögle BK geht als Titelverteidiger in die neue CHL-Saison. (Foto: dpa/picture alliance)Rögle BK geht als Titelverteidiger in die neue CHL-Saison. (Foto: dpa/picture alliance)
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Diese Runde wird bis zum 13. Oktober ausgetragen. Danach folgen die K.o.-Runden, sprich das Achtelfinale bis zum Finale, das traditionsgemäß Anfang Februar durchgeführt werden soll. Dies sind die Gruppen mit den deutschen Teilnehmern.

Gruppe B

Eine sehr schwere Aufgabe für den deutschen Vertreter aus Niedersachsen, die Grizzlys Wolfsburg. Topfavorit ist natürlich TPS Turku aus Finnland. Der Vizemeister seines Landes möchte endlich nach 26 Jahren wieder einen europäischen Titel gewinnen. Indirekt werden Turku zwei Spieler helfen, die schon DEL-Erfahrung haben. Einmal der Franzose Anthony Rech, der ausgerechnet von Wolfsburg nach Turku wechselte, sowie der Kanadier Kosmachuk, der 2019/20 für Augsburg die Schlittschuhe schnürte. Kaum schwächer als Turku sollte der aktuelle Schweizer Meister, der EV Zug, einzuordnen sein. Die Zuger, die unter anderem mit dem deutschen Talent Daniel Neumann antreten, verfügen über einen international routinierten Kader sowie dem aktuell besten Schweizer Keeper, Leonardo Genoni. Gegen diese beiden Topteams muss Wolfsburg zusätzliche Punkte holen, soll die Achtelfinalqualifikation eingetütet werden. Gegen den slowenischen Meister HK Olimpija Ljubljana müssen am besten zwei Siege geholt werden, denn Laibach gilt als klarer Außenseiter in dieser Gruppe.

Gruppe C

Auch der deutsche Vizemeister, der EHC Red Bull München, muss an den Rand seiner Leistungsgrenze gehen, soll das Achtelfinale erreicht werden. Eindeutiger Favorit in dieser Gruppe ist der letztjährige CHL-Vizemeister und aktuelle finnische Champion, Altmeister Tappara Tampere. Und auch Tampere hat einen Spieler im Aufgebot, der schon einmal DEL-Luft schnuppern konnte, der Kanadier Tyler Kelleher. Kelleher spielte 2018/19 für Ingolstadt, kam in 57 Spielen auf 46 Punkte. Vermutlich um Platz zwei bewerben sich gleich drei Kandidaten. Einer von ihnen ist der slowakische Meister und frühere KHL-Teilnehmer Slovan Bratislava. Die Slowaken treten mit einer routinierten Mannschaft an, für die neben 20 einheimischen Akteuren auch drei Kanadier, zwei Amerikaner und ein Schwede auflaufen. Dritter Kandidat für Platz zwei ist die Schweizer Überraschung, der SC Rapperswil-Jona Lakers. Das Team vom Südende des Zürichsees überraschte zuletzt mit einem klugen Teamaufbau, das auf soliden wirtschaftlichen Daten basierte und nach drei mäßigen Jahren in der National League, in denen man permanent gegen den Abstieg kämpfte, im letzten Jahr mit Platz vier alle Experten überraschte. Angetrieben vom Topstürmer Roman Cervenka und der Torversicherung Marvin Nyffeler ist diesem Team alles zuzutrauen.

Gruppe F

Scheinbar haben die Straubing Tigers die leichteste Gruppe bekommen. Aber nur scheinbar, denn auch wenn mit Färjestads BK Karlstad, dem aktuellen schwedischen Champion, der klare Gruppenfavorit schon feststeht, die anderen Gegner müssen erst einmal bezwungen werden. Zu Färjestad lässt sich noch mitteilen, dass die Schweden auf zwei Akteure mit DEL-Erfahrung zurückgreifen. Einmal auf Stürmer Per Aslund, der 2015/16 für Köln in 59 Spielen 20 Punkte holte, und auf Patrick Lundh, der 2018/19 in Schwenningen mit seinen zwei Punkten in 28 Spielen ziemlich enttäuschte. Vermutlich schwerster Konkurrent um Platz zwei für die Straubinger wird der Villacher SV sein. Die Steyrer, die unter anderem mit dem Deutschen Dominik Grafenthin antreten (Eisbären Berlin, Dresdner Eislöwen), sind international aufgestellt. Neben 13 Österreichern spielen noch sechs Kanadier, davon drei Verteidiger, zwei Slowenen, ein Lette und ein Amerikaner für das Team. Nicht zu unterschätzen ist der polnische Meister Cracovia Krakau. Die Polen sind dabei das einzige Team in der gesamten CHL, in dem mehr Gastarbeiter eines Landes als Einheimische spielen. In diesem Fall sind nur acht Akteure Polen, während zehn Tschechen für Krakau aktiv sind.

Gruppe G

Auch die Eisbären Berlin haben es mit einem Hochkaräter und einem gleich einzuschätzenden Gegner zu tun. Topfavorit ist natürlich der schwedische Halbfinalist und CHL-Rekordsieger, die Frölunda Indians Göteborg. Back-up-Torhüter ist der dänische Nationalkeeper Fredrik Dichow. Klare Nummer 1 ist jedoch der von St. Petersburg gekommene Lars Johansson. Zweiter Anwärter neben den Berliner Eisbären ist der HK Mountfield Hradec Kralove. Die Tschechen, die neben 18 einheimischen Akteuren auch noch elf ausländische Spieler aufbieten, sind somit nicht zu unterschätzen. Klarer Außenseiter ist der französische Meister HC Grenoble. Allerdings verdingen sich bei Grenoble neben zwölf Franzosen elf ausländische Spieler, darunter sieben Kanadier, so dass auch die Spielqualität des HCG nicht zu unterschätzen ist. Bei Grenoble stehen unter anderem auch sieben Akteure unter Vertrag, die bereits im DEL-Einsatz waren, wie Brent Aubin (München, Wolfsburg, Iserlohn), Bobby Raymond (Mannheim, Iserlohn, Frankfurt), Chad Nehring (Bremerhavne, Düsseldorf, Augsburg), Markus Porkkula (Schwenningen), Damien Fleury (Schwenningen), Sacha Treille (Straubing) und Nicolas Deschamps (Straubing).

Gruppe A

Der schwedische Vizemeister aus dem hohen Norden gilt in dieser Gruppe als klarer Favorit. Mit im Team spielt dabei der Kanadier Brendan Shinnimin, der 2019/20 aus dem schwedischen Växjö nach Mannheim wechselte, aber nach nur einem Jahr zurück nach Schweden ging, diesmal aber nach Lulea. Knapp dahinter der tschechische Vertreter Sparta Prag. Der Ex-Verein des Kölners Uwe Krupp tritt lediglich mit drei Ausländern, einem Slowenen und zwei Schweden an. Der Rest ist eine gute Mischung aus erfahrenen und talentierten Spielern. Mitanwärter auf Platz zwei ist die finnische Antwort auf den Schweizer Vorstoß, Mikkeli Jukurit. Jukurit, das mit Pekka Jormakka (2020/21 Wolfsburg) antritt, kämpfte zwischen 2017 und 2021 regelmäßig gegen den Abstieg, um 2022 das Finale zu erreichen und sich knapp geschlagen mit der Vizemeisterschaft zufrieden zu geben. Außenseiter in der Gruppe sind schließlich die Aalborg Pirates, die mit den DEL-erfahrenen Julian Jakobsen, Kirill Kabanow und Patrick Bjorkstrand antreten.

Gruppe D

Eindeutiger Favorit natürlich der CHL-Titelverteidiger Rögle BK. Die Schweden treten mit dem letztjährigen Kanadier Riley Sheen an, der für den DEL-Klassenerhalt der Bietigheim Steelers mitverantwortlich war. Auf Rang zwei einzuordnen ist der Schweizer Vizemeister, die Zürcher SC Lions. Um Platz drei und vier werden sich vermutlich der polnische Vizemeister GKS Katowice sowie der ICEHL-Vertreter, der ungarische Klub Fehervar AV 19 streiten.

Gruppe E

Auch hier ist die skandinavische Karte der Trumpf. Einziger Kandidat für Platz eins ist der finnische Vertreter Ilves Tampere. Dahinter werden sich das österreichische Team vom EC Red Bull Salzburg sowie das Schweizer Topteam, der HC Fribourg-Gottéron, streiten. Ohne eine nennenswerte Chance wird der norwegische Vertreter Stavanger Oilers sein, der immerhin 2013/14 den Continental-Cup gewinnen konnte.

Gruppe H

Knapper Favorit ist auch hier der schwedische Vertreter Skelleftea AIK. Dahinter wird es zum harten Zweikampf zwischen dem Schweizer Vertreter, dem HC Davos, sowie dem vielfachen tschechischen Meister, dem HC Ocelari Trinec, kommen. Als Zünglein an der Waage könnte sich demnächst der britische Vertreter, die Belfast Giants, outen. 


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CHL Gruppenphase

Dienstag 11.10.2022
HC Oceláři Třinec Třinec
- : -
HC Davos Davos
Tappara Tampere Tampere
- : -
EHC Red Bull München München
KS Cracovia Krakau
- : -
Färjestad BK Färjestad
Luleå HF Luleå
- : -
Aalborg Pirates Aalborg
Skellefteå AIK Skellefteå
- : -
Belfast Giants Belfast
Frölunda HC Göteborg
- : -
Brûleurs de Loups de Grenoble Grenoble
Rapperswil-Jona Lakers Rapperswil-Jona
- : -
HC Slovan Bratislava Bratislava
HC Sparta Prag Prag
- : -
Mikkelin Jukurit Mikkelin
Straubing Tigers Straubing
- : -
EC Villacher Sportverein Villach
ZSC Lions Zürich
- : -
Rögle BK Rögle
Mittwoch 12.10.2022
Mountfield HK Hradec Králové
- : -
Eisbären Berlin Berlin
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
- : -
TPS Turku Turku
Stavanger Oilers Stavanger
- : -
Tampere Ilves Tampere
Fehérvár AV19 (Archiv) Székesfehérvár
- : -
GKS Katowice Katowice
HC Fribourg-Gottéron Fribourg-Gottéron
- : -
EC Red Bull Salzburg Salzburg
EV Zug Zug
- : -
HDD Olimpija Ljubljana Ljubljana
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