CHL: Oulu und Berlin warben eindrucksvoll für neuen Wettbewerb

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Die 13.000 Zuschauer verließen die o2 World offenkundig zufrieden. Kärpät Oulu und die Eisbären Berlin hatten ihnen einen begeisternden Eishockeyabend beschert und über weite Strecken Eishockey vom Feinsten geboten. „Das war tolle Werbung für diesen neuen Wettbewerb“, schätzte Eisbären-Chefcoach Don Jackson völlig zutreffend ein, „so besteht gute Hoffnung, dass die Champions Hockey League von den Leuten auch auf Dauer angenommen wird und sie zu den Spielen gern wiederkommen. Wir haben uns gegen eine europäische Spitzenmannschaft spielerisch und auch kämpferisch behauptet.“  

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Vom dezenten Hinweis Jacksons, dass Kärpät nach gesundheitlichen Problemen womöglich etwas geschwächt gewesen sei (15 Spieler waren aufgrund einer Magen-Darm-Erkrankung für einige Tage außer Gefecht), mochte Kärpäts Chefcoach Matti Alatalo (Foto by mac) indes nichts hören: „Diese Geschichte hat heute keine Rolle mehr gespielt“, sagte der Finne in hervorragendem Deutsch, „die Jungs konnten in den letzten zwei Tagen schon wieder trainieren.“ Die Ursache für die Niederlage seiner Mannschaft machte Alatalo viel mehr an einer anderen Sache fest: „Dank eines recht intensiven Scoutings wussten wir zwar sehr gut, welche Art Gegner uns mit den Eisbären entgegen treten würde. Was uns jedoch ziemlich überraschte, war ihr mutiges Forechecking über nahezu die gesamte Spielzeit. Das bereitete uns große Probleme, weshalb wir auch einen schweren Start hatten und erst spät ins Spiel fanden. Hier muss ich Don Jackson und seiner Mannschaft ein großes Kompliment machen.“  
Foto by mac

Trotz des Erfolgs war für Berlins Chefcoach Don Jackson längst nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen: "Wir hatten in dieser Saison noch nicht so oft die Gelegenheit das Spiel 5 gegen 3 während einer Wettkampfsituation zu üben, da man bei Auswärtsspielen eher selten ein Zwei-Mann-Powerplay bekommt. Deshalb lief das (noch) nicht so gut." Ab der 44. Spielminute, als Mikkola und Normio für Kärpät auf der Strafbank schmorten, hatten die Eisbären eine solche Gelegenheit und ließen sie ohne Zählbares zu erzielen verstreichen.  

Es war insgesamt eine konsequentere Chancenverwertung, an der es den Hauptstädtern gegen Oulu mangelte. Und beinahe hätte sich das rächen können, als die Finnen in der Schlussminute ihren Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahmen. Eisbärenstürmer André Rankel sah es nicht anders und meinte: „Wir haben es uns selbst schwer gemacht, ließen zu viele gute Möglichkeiten ungenutzt. Und auch meine Strafe kurz vor Schluss war unnötig, da muss ich geschickter hingehen. Auf diesem Niveau kommt es vor allem auf Schnelligkeit an. Man hat einfach viel weniger Zeit, richtig zu reagieren. Aber trotzdem haben wir gezeigt, was wir können und hatten Spaß dabei. Das hat man, denke ich mal, auch gesehen.“ Daniel Weiß, der Youngster im Eisbären-Kader, sagte: „Stimmt schon, so spannend hätte es am Ende nicht werden müssen. Aber wir haben es ja gut hinbekommen, den Puck vom eigenen Tor fernzuhalten und nicht mehr so viel zuzulassen. Aus Spielen auf so hohem Niveau, wie gegen Tampa Bay und heute gegen Oulu, kann ich schon sehr viel lernen. Das Tempo ist sehr hoch, da heißt es möglichst einfach zu spielen.“ 

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Beeindruckt vom Auftritt der Eisbären zeigte sich auch Ralph Krueger, Nationaltrainer der Schweiz: „Berlin hat heute gezeigt, dass es sehrwohl ein Halbfinalkandidat ist. Auch Magnitogorsk wird es nicht leicht haben, die Eisbären zu schlagen.“ Der deutsche Meister trifft am 29. Oktober (16.00 Uhr live bei Eurosport) auswärts auf Metallurg Magnitogorsk. (mac/ovk - Fotos by City-Press)

Weitere Resultate: 

Gruppe B:

HV 71 Jönköping – SC Bern 6:2 (1:0; 2:0; 3:2) 

Gruppe C:

Salawat Julajew Ufa – HC Mountfield Ceske Budejovice 7:1 (1:0; 3:0; 3:1) 

Gruppe D:

Slavia Prag –Linköping HC 4:2 (2:1; 1:1; 1:0)

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