CHL: München gewinnt in Bratislava, Berlin unterliegt GöteborgSieg und Niederlage für deutsche Teams

Yasin Ehliz erzielte das Tor zum 3:1 für den EHC Red Bull München. (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)Yasin Ehliz erzielte das Tor zum 3:1 für den EHC Red Bull München. (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)
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Trotzdem sieht es gut für die Eisbären aus, die von noch vier ausstehenden Begegnungen gleich drei auf eigenem Eis bestreiten können. Noch besser sieht es für Vizemeister Red Bull München aus. Nach zwei Auswärtssiegen und jetzt sechs Punkten Vorsprung auf Rapperswil sollte schon jetzt das Achtelfinale fast sicher sein.

Gruppe C

Slovan Bratislava – EHC Red Bull München 1:4 (0:1, 1:0, 0:3)

Mit einer starken Leistung sicherten sich die Münchner vor fast 4000 Zuschauern den zweiten Sieg im zweiten Spiel. Dabei hätte es im ersten Drittel durchaus anders ausgehen können. Slovan begann physisch stark und drückte auf die Führung, hatte bei einem Pfostenschuss auch Pech. Auf der Gegenseite brauchte München etwas Zeit, konnte sich aber 18 Sekunden vor der Drittelpause über die Führung von Zachary Edmond freuen, der einen genialen Querpass von Ortega direkt nahm. Mit dieser Führung starteten die Gäste stark im Mitteldrittel und bereits nach einer Minute hätte Andreas Eder treffen müssen, aber Slovans Keepertalent Samuel Hlavej vereitelte einen höheren Rückstand. Zur Belohnung fiel dann auch auf der Gegenseite der Ausgleich, als Adam Lukosik sich gegen zwei Verteidiger durchsetzte und Danny aus den Birken im Red-Bull-Tor keine Chance ließ. Danach war das Spiel lange Zeit offen, bis zur 44. Minute. Da versuchte Jonathon Blum einen Blueliner, den Chris DeSousa direkt vor dem Tor ablenkte und dem brillanten Hlavej im Slovan-Tor bezwang. Jetzt musste Slovan die Offensive suchen, hatte aber auch bei seinen Bemühungen mit einem Pfostenschuss Pech. Wie es geht, zeigte dann Yasin Ehliz, der einen Schuss von Szuber gekonnt ablenkte und damit das 3:1 erzielte. Damit war die Vorentscheidung gefallen und für den letzten Tagestreffer sorgte Fredrik Tiffels mit einem Empty-Netter. 

Tore: 0:1 (19:42) Zachary Edmond (Ortega, Blum), 1:1 (22:55) Adam Lukosik (Matousek, Takac), 1:2 (43:59) Chris DeSousa (Blum, Kastner), 1:3 (52:22) Yasin Ehliz (Szuber, Boyle), 1:4 (59:09) Fredrik Tiffels (Ehliz, Szuber ENG)

SC Rapperswil-Jona Lakers – Tappara Tampere 1:3 (0:2, 0:1, 1:0)

Auch im zweiten CHL-Heimspiel zahlten die Schweizer, das Überraschungsteam der letzten Saison, bitteres Lehrgeld. Dabei hatten sie versucht, im Vorfeld nach dem klaren 1:4 gegen München alles besser zu machen. Sie berannten von Anfang an das Tor des finnischen Meisters, kamen am Ende auf das unfassbare Schussverhältnis von 36:9 und kassierten drei Kontertore in Folge, ehe sie im letzten Drittel mit dem Ehrentor durch Nicklas Jensen Tappara-Keeper Christian Heljanko den Shut-out vermasselten.

Tore: 0:1 (14:19) Kristian Kuusela (Moilanen, Jürgens), 0:2 (15:54) Waltteri Merelä (Thomas, Lehterä), 0:3 (34:37) Tyler Kelleher (Tanus, Virta), 1:3 (44:36) Nicklas Jensen (Schroeder)

Gruppe G

Frölunda Indians HC Göteborg –Eisbären Berlin 7:1 (2:0, 3:0, 2:1)

Mit dieser Niederlage konnten die Eisbären beileibe nicht rechnen. Nach dem starken 8:2 von Grenoble schien es, als ob der Deutsche Meister auch gegen den CHL-Rekordmeister eine Chance haben könnte, aber dies war nicht der Fall. Der Grund waren drei Akteure auf Gastgeberseite. Zum einen Torhüter Lars Johansson. Der Neuzugang aus St. Petersburg bestach mit seiner Ruhe und Routine und ließ sich nur einmal bezwingen. Auf der anderen Seite bekam Talent Tobias Ancicka das Vertrauen von Trainer Serge Aubin ausgesprochen, konnte diesem aber nicht immer standhalten. Die Spieler zwei und drei von Frölunda waren der Kanadier Ryan Lasch sowie der Norweger Mats Rosseli-Olsen, seit 2011 für Göteborg aktiv. Die beiden letztgenannten konnten sich immer wieder gegen die Eisbären-Defensive durchsetzen und waren beim 7:1-Sieg Aktivposten bei Frölunda. Aber auch der Start war alles andere als optimal. Gleich der erste Angriff landete im Tor. Danach kämpften sich die Eisbären ins Spiel, mussten aber das 0:2 aus ihrer Sicht kurz vor der ersten Drittelpause hinnehmen. Nach dem schnellen 3:0 eben durch Lasch aus abseitsverdächtiger Position erhöhten die Schweden kontinuierlich auf 5:0. Immerhin zeigten die Berliner im dritten Abschnitt, dass auch sie Schnellstart können. Gleich beim ersten Angriff traf Abwehrspieler Korbinian Geibel, weil sich Frölunda-Keeper Johansson beim Zugriff verschätzte. Schönes Detail: Geibel schoss sein erstes CHL-Tor noch vor seinem ersten DEL-Tor, auf das er noch wartet. Danach hatten die Berliner mit einem Lattenschuss Pech, ehe die Gastgeber noch einmal die Zügel anzogen und mit zwei weiteren Toren ihr Torverhältnis weiterhin verbesserten. 

Tore: 1:0 (00:25) Christian Folin (Friberg, Lundquist), 2:0 (19:29) Mats Rosseli-Olsen (Lasu, Mursak), 3:0 (26:27) Ryan Lasch (Rosseli-Olsen, Lasu), 4:0 (35:59) Jacob Nilsson (Lasch, Innala), 5:0 (37:16) Max Friberg (Lindbohm 4-5), 5:1 (40:23) Korbinian Geibel (Noebels, Clark), 6:1 (49:35) Jere Innala (Nilsson, Lasch 5-4), 7:1 (56:25) Nacklas Lasu (Rosseli-Olsen, Mursak)

Bruleurs de Loups Grenoble – Mountfield HK Hradec Kralove 3:4 (2:1, 0:3, 1:0)

Nur zwei Tage nach der Heimkatastrophe gegen die Berliner Eisbären zeigten sich diesmal die französischen Gastgeber deutlich stärker und stabiler. Trotzdem misslang der Start komplett. Nach nur neun Sekunden führten die Gäste aus Hradec Kralove nach einem schönen Tor von Lev. Aber Grenoble kam zurück und konnte dank ihres Altmeisters Sacha Treille bis zur ersten Pause das Ergebnis drehen. Im zweiten Drittel zeigte dann Mountfield seine Stärke und drehte den 1:2-Rückstand in eine 4:2-Führung. Aber Grenoble zeigte Moral, konnte sich dank Damien Fleury (2015 und 2017 u.a. in Schwenningen) auf 3:4 herankämpfen, aber es blieb bei dem Spielstand.

Tore: 0:1 (0:09) Jakub Lev (Kalina, Blain), 1:1 (07:09) Sacha Treille (Rouhiainen, Champagne), 2:1 (12:37) Sacha Treille, 2:2 (34:33) Jeremie Blain (Moravec, Stohanzl), 2:3 (39:19) Jeremie Blain (Cingl, Lev), 2:4 (39:55) Radek Smolenak (McCormack), 3:4 (45:26) Damien Fleury (Fabre, Dechamps)

Gruppe D

Zwei äußerst knappe Ergebnisse zeigen, dass die sogenannten Außenseiter (Fehervar und Katowice) soweit von den Favoriten nicht entfernt sind. Während Rögle in Ungarn mit einem blauen Auge davon kam, kassierten die ZSC Lions in Polen eine überraschende Niederlage. Damit wahrten das Team aus Katowice seine Chancen auf das Achtelfinale.

Hydro Fehervar AV 19 – Rögle BK 1:2 (0:0, 1:0, 0:2)

Tore: 1:0 (27:46) Patrick Newell (Kuralt, Hari), 1:1 (51:28) Michael Kapla (Bengtsson), 1:2 (56:46) Marco Kasper (Sjödin)

Tauron KH GKS Katowice – Züricher SC Lions 2:1 (0:0, 0:1, 1:0, 1:0) n.V.

Tore: 0:1 (36:44) Dominik Diem (Sigrist, Lehtonen), 1:1 (50:43) Bartosz Fraszko (Pasiut, Kolusz 5-3), 2:1 (64:40) Grzegorz Pasiut (Blomquist)

Gruppe E

Die Gruppe E scheint sich als Spezialgruppe für Zocker zu etablieren. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet der große Außenseiter, Norwegens Meister Stavanger, nach zwei Spielen auf Platz eins stehen würde. Auf Platz zwei jetzt Salzburg und auf Rang drei die Fribourger, die man eher auf Platz eins oder zwei vermutet hätte. Ganz hinten dagegen Ilves Tampere, aber die Finnen haben ja noch ihre Heimauftritte vor sich.

HC Fribourg-Gottéron – Stavanger Oilers 0:1 (0:1, 0:0, 0:0)

Tor: 0:1 (05:36) Ludvig Hoff (Kristiansen, Klavestad)

Red Bull Salzburg – Ilves Tampere 2:3 (1:0, 0:0, 1:2, 0:1) n.V.

Tore: 1:0 (19:56) Ali Wukovits (Schneider), 1:1 (41:34) Jyrki Jokipakka (Kontiola), 1:2 (49:45) Balasz Sebok (Parikka), 2:2 (59:16) Benjamin Nissner (Schneider, Bourke), 2:3 (64:44) Joona Ikonen (Lancaster, Tikka)


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