CHL: Mannheim und München im Achtelfinale – Berlin ärgert LuganoAbschluss der Gruppenphase

Trevor Parkes und der EHC Red Bull München setzten sich gegen Zug durch. (Foto: dpa/picture alliance/KEYSTONE)Trevor Parkes und der EHC Red Bull München setzten sich gegen Zug durch. (Foto: dpa/picture alliance/KEYSTONE)
Lesedauer: ca. 7 Minuten

Gruppe C:

Während Lukko Rauma seine Hausaufgaben machten und in Cardiff zu einem ungefährdeten Sieg kamen, war für die Mannheimer vor 4238 Zuschauern letztlich nichts zu holen. Sie waren vor der Partie bereits für das Achtelfinale qualifiziert. Somit beenden die Adler Mannheim die Gruppe auf dem zweiten Platz hinter Lukko Rauma. Für Lausanne war es ein gelungener Abschluss, die sich mit acht Punkten und dem dritten Rang verabschieden. Cardiff wird Vierter.

Adler Mannheim – Lausanne HC 1:3 (0:1, 0:1, 1:1)

Es sollte ein wenig spannendes Spiel ohne großen Druck werden. Beide Trainer nutzten die Gelegenheit um den jungen Spielern entsprechend Spielpraxis zu ermöglichen. In der bereits entschiedenen Gruppe C war vor dem letzten Spieltag der Gruppenphase an der Qualifikation der Mannheimer nichts mehr zu rütteln. Letztlich hieß es 1:3 aus Mannheimer Sicht. Durch einen Treffer von Jiri Sekac ging es mit einem knappen 0:1 in die erste Pause. Wie bereits im ersten Spielabschnitt, scheiterten die Mannheimer auch im Mitteldrittel am erst 17-jährigen Schweizer Torhüter Loris Uberti, der sicherlich ein überragendes Spiel absolvierte. Dieses startete ruppiger. Als sich der HC Lausanne plötzlich in doppelter Überzahl wiederfand, ließen sich die Schweizer diese Chance nicht nehmen. Tom Bozon überwand ein weiteres Mal den jungen Mannheimer Goalie Florian Mnich, der heute entsprechend Spielpraxis sammelte. Bereits früh setzte Adler-Coach Pavel Gross alles auf eine Karte und ersetzte Mnich schon in der 53. Spielminute durch einen Extra-Angreifer um somit zusätzlich zum Powerplay in doppelter Überzahl das Spiel eventuell noch drehen zu können. Daraus wurde nichts, denn Lausanne erhöhte zunächst auf 0:3 aus Mannheimer Sicht, ehe die Adler zwar noch zu ihrem späten Ehrentreffer kamen.

Tore: 0:1 (17:30) Jiri Sekac (Krakauskas), 0:2 (28:10) Tim Bozon (Gernat, Bertschy), 0:3 (53:36) Benjamin Baumgartner (Marti), 1:3 (57:35) Sinan Akdag (Plachta).

Cardiff Devils – Lukko Rauma 3:6 (0:3, 2:2, 1:1)

Tore: 0:1 (06:48) Linus Nyman (Pooley), 0:2 (07:18) Jeremi Tammela (Mattila), 0:3 (17:39) Harri Kainulainen (Ervasti), 0:4 (30:28) Scott Pooley (Nyman), 1:4 (30:59) Matt Register (Waller), 2:4 (34:16) Joshua Waller (Mikkelson), 2:5 (36:32) Linus Nyman (Petman), 3:5 (48:58) Brodie Dupont (Register, Mikkelson), 3:6 (59:16) Linus Nyman (Abt).

Gruppe D:

Am frühen Abend bereits siegte der Rögle BK souverän gegen den dänischen Underdog SønderjyskE Vojens mit 8:3 und ließen sich somit die Tabellenführung nicht mehr nehmen. Lange hielten die Dänen dagegen, ehe Rögle im letzten Drittel anzogen und binnen knapp sechs Minuten von 3:3 auf 8:3 stellten. Für die Dänen war es dank sechs Niederlagen eine enttäuschende CHL-Saison. Der EHC Red Bull München schafft die Qualifikation dank eines deutlichen Sieges im letzten Spiel der Gruppenphase. Die Münchner gewinnen in Zug auch in der Höhe verdient und belohnen sich in einem furiosen Finale mit dem Einzug in die Runde der letzten 16, nachdem im Hinspiel vor einer Woche dies in Ferne gerückt ist. 1:6 hieß es am Ende für die Münchner.

EV Zug – EHC Red Bull München 1:6 (1:1, 0:2, 0:3)

„Die Scheibe aufs Tor bringen“. Diese Phrase und Weisheit im Eishockey, die ständig gepredigt und in Interviews durchgehend wiedergegeben wird, sollte sich für die Münchner im alles entscheidenden Endspiel um den letzten Achtelfinalspot bewahrheiten. Bereits früh im ersten Abschnitt brachte Youngster Bastian Eckl die Scheibe einfach mal in Richtung Tor und durfte direkt in der dritten Minute jubeln. Die Scheibe rutschte dem routinierten Schlussmann Leo Genoni zum 0:1 aus Schweizer Sicht durch. Nach dem schön herausgespielten Ausgleich durch Jan Kovar ging es mit einem 1:1 in die erste Pause. Wahrscheinlich hatte Coach Don Jackson in der Kabine weiterhin gepredigt, den Puck in Richtung Tor zu bringen. Und er sollte Recht behalten. Zunächst schoss Frederik Tiffels aus spitzem Winkel aufs Tor. Plötzlich stand es 2:1 für die Münchner. Nachdem Justin Schütz wenige Minuten später ebenfalls einfach abzog und der Puck ein Genoni ein drittes Mal durchrutschte, war für den heute unglücklichen Schweizer Goalie Schluss. Als Philip Gogulla im Schlussabschnitt auf 1:4 aus Schweizer Sicht erhöhte, wurde es ruhig in der Halle. Die Partie war entschieden. Zählbares war für den EV Zug nicht mehr zu holen – die Münchner drückten gar weiter auf den nächsten Treffer. Schütz und der junge Elias Lindner erhöhten noch auf 1:6. Somit ziehen die Münchner im entscheidenden Finale noch an den Schweizern vorbei und qualifizieren sich für das Achtelfinale. Für den EV Zug ist damit trotz zehn Punkten Schluss.

 

Tore: 0:1 (02:41) Bastian Eckl (Varejcka), 1:1 (13:11) Jan Kovar (Hansson), 1:2 (24:05) Frederik Tiffels, 1:3 (30:30) Justin Schütz, 1:4 (41:52) Philip Gogulla (Redmond), 1:5 (54:20) Justin Schütz (Redmond), 1:6 (54:56) Elias Lindner (Eckl).

Rögle BK– SønderjyskE Vojens 8:3 (0:0, 2:1, 6:2)

Tore: 1:0 (26:35) Leon Bristedt (Lyrenäs, Ferguson), 2:0 (27:12) Ryan McKiernan (Larsson, Ferguson), 2:1 (29:58) Shawn O’Donnell (Foget, Little), 2:2 (45:10) Mads Eller (Jensen, Little), 2:3 (45:39) Martin Eskildsen (Galbraith, O’Donnell), 3:3 (49:22) William Strömgren (Bristedt, Ekeståhl Jonsson), 4:3 (49:43) Linus Sjödin (Ferguson, Larsson), 5:3 (51:24) Oskar Stål Lyrenäs (Bristedt, Strömgren), 6:3 (52:30) Oscar Johnsson (Stål Lyrenäs, Strömgren), 7:3 (53:57) Ludvig Larsson (Kelleher, Sjödin), 8:3 (55:37) Linus Sjödin (Granath, Ekeståhl Jonsson).

Gruppe E:

In der Gruppe E war mit Tappara Tampere bereits als Tabellenführer für das Achtelfinale qualifiziert. Trotz Niederlage von Skellefteå AIK am Dienstag, standen die Schweden weiterhin auf Rang zwei und somit auf einem Qualifikationsplatz. Der HC Lugano stand auf Rang drei. Sie hatten es in eigener Hand, baten zum Endspiel, sollten jedoch auf der Zielgeraden am Deutschen Meister scheitern und hatte es in eigener Hand.

HC Lugano – Eisbären Berlin 2:4 (0:1, 2:1, 0:2)

Für den Deutschen Meister war vor der letzten Partie bereits alles gelaufen. Dennoch konnte die Partie zwischen den Eisbären Berlin und dem HC Lugano Auswirkungen auf die Achtelfinalteilnehmer haben. Denn der HC Lugano würde jedoch mit einem Sieg an den zu Hause auf der Couch sitzenden Schweden vorbeiziehen. Diese würden sicherlich den Eisbären Berlin einen krönenden Abschluss gönnen. Und so sollte es auch kommen. Nach fünf Minuten hatte Matt White plötzlich vor dem Tor alle Zeit der Welt und konnte sich die Ecke im wahrsten Sinne aussuchen – 0:1. Kurz nach dem Seitenwechsel ließen die Schweizer erneut einem Berliner enorm viel Platz in der Angriffszone. Diesmal ließ sich Blaine Byron nicht zweimal bitten – 0:2. Doch es sollte nochmals spannend werden, nachdem erst Loic Vedova und anschließend Bernd Wolf binnen zwei Minuten ausglichen. Es roch nach heißer Endphase und einem spannenden letzten Abschnitt. Doch zwei individuelle Fehler sollten die Achtelfinalträume des HC Lugano begraben. Erst vertändelte der Schweizer Schlussmann Leland Irving die Scheibe. Matt White brauchte nur noch einzuschieben. Nachdem der HC Lugano alles auf den Ausgleich setzte, die Scheibe aber trotz Extra-Angreifer nicht im Offensivdrittel halten konnte, schob Giovanni Fiore zum 2:4 aus Sicht des HC Lugano ins leere Tor. Die Eisbären sollten doch noch der Spielverderber sein. Damit qualifiziert sich neben Tappara Tampere auch Skelleftea aus Schweden. Die Eisbären Berlin und den HC Lugano können sich nun vollends auf die eigene Liga konzentrieren – für beide ist nach der Gruppenphase Schluss.

Tore: 0:1 (04:07) Matt White (Boychuk), 0:2 (21:28) Blaine Byron (Pföderl), 1:2 (30:48) Loïc Vedova, 2:2 (32:10) Bernd Wolf (Werder), 2:3 (45:18) Matt White (Clark), 2:4 (58:20) Giovanni Fiore.

Gruppe F:

Das Spiel durfte eher als Testspiel gesehen werden, denn die Gruppe ist bereits seit einigen Wochen entschieden. Im gestrigen Duell wurde Platz Eins entschieden, in dieser Partie ging es um einen soliden Abschied aus der diesjährigen Champions Hockey League. Letztlich war es eine klare Angelegenheit, in der die Tschechen von Ocelari Trinec deutlich in Bratislava gewannen. Somit verabschieden sich die Tschechen auf Rang drei, Slovan Bratislava beendet diese Runde mit null Punkten auf Rang vier. Qualifziert waren in Gruppe F Fribourg-Gottéron und Leksands IF.

Slovan Bratislava – Ocelari Trinec 1:4 (0:0, 1:3, 0:1)

Tore: 0:1 (20:22) Patrik Hrehorčák, 0:2 (26:51) Michal Ramik (Peterek), 0:3 (27:39) Milos Roman (Jaroměřský, Adámek), 1:3 (33:59) Andrew Yogan (Valach, Urbánek), 1:4 (43:08) Vladimír Dravecký (Michálek, Adámek).

Gruppe G:

Im gestrigen Duell qualifizierten sich die Franzosen aus Rouen für das Achtelfinale. Entsprechend war bereits vor dieser Partie alles entschieden – leider aus Sicht vom HC Donbass Donezk, denn es hätte nochmals spannend werden können. Die auf Rang drei stehenden Ukrainer hätten es in eigener Hand gehabt. Somit ging es nur um einen schönen Abschluss der Erfahrung „Champions Hockey League“. Am Ende behielten sogar die Ukrainer die Oberhand. Als Tabellenführer wartet der KAC nun auf seinen Achtelfinalgegner. Für den HC Donbass ist nach der Gruppenphase Schluss.

Klagenfurter AC – HC Donbass Donezk 1:2 (0:1, 1:0, 0:1)

Tore: 0:1 (07:16) Vitalii Lialka (Medvedev), 1:1 (27:27) Rok Kapel (Fröwis, Würschl), 1:2 (54:44) Olegs Sislannikovs (Biriukov).

Aus deutscher Sicht kämpfen der EHC Red Bull München und die Adler Mannheim um den Henkelpott und dürfen sich mit den besten Teams Europas messen. Für die Eisbären Berlin und die Fischtown Pinguins ist nach der Gruppenphase Schluss.

Neben den Münchnern und Mannheimern sind die weiteren Achtelfinalteilnehmer Sparta Prag, die Växjo Lakers, die Frölunda Indians, die ZSC Lions, Lukko Rauma, Rögle BK, Tappara Tampere, Skelleftea AIK, Fribourg-Gottéron, Leksands IF, der KAC Klagenfurt, die Rouen Dragons, Red Bull Salzburg und der HC Bozen. Die Auslosung der Achtelfinalpartien findet am kommenden Freitag, 15. Oktober, statt.