CHL: Kärpät und Eisbären – Brüder im Geiste?

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Heute Abend um 19.30 Uhr kreuzen in der Energia Arena zu Oulu Finnlands und der deutsche Meister zum zweiten Mal innerhalb der Champions Hockey League ihre Schläger. Die erste Begegnung gewannen die Eisbären Anfang Oktober zu hause knapp mit 3:2. Nun steht Kärpät, das auch sein zweites Gruppenspiel gegen Metallurg Magnitogorsk (0:2) verlor und daher kaum noch Chancen auf den Einzug in die nächste Runde hat, der Sinn nach Wiedergutmachung. Entsprechend kämpferisch äußerte sich gestern Chefcoach Matti Altalo: „Wir haben wirklich schlecht gespielt in Berlin, aber jetzt sind wir bereit für die Revanche.“ Ein bisschen klingt das wie ein ungehörtes Rufen im Walde, denn Kärpät tut sich nicht nur in der Champions League schwer. Gleichwohl bekleckerte man sich im Spielbetrieb der SM-Liiga mit zuletzt vier Auswärtsniederlagen – darunter eine derbe 1:6-Klatsche bei Lukko Rauma – und drei Heimsiegen auch nicht unbedingt mit übermäßig viel Ruhm. Mit 25 Zählern auf dem Konto dümpeln die „Wiesel“ wie ihr heutiger Gegner im Tabellenmittelfeld herum.


Allerdings, und hier die erste Paralle zu den Eisbären, bestritt Kärpät mit erst 18 Partien die wenigsten aller 14 SM-Ligisten. Die Berliner bringen es gar nur auf derer 15 in der DEL. Und ebenfalls wie zuletzt die Eisbären stoppte man mit zwei aufeinander folgenden Siegen vor der Länderspielpause seinen zwischenzeitlichen Abwärtstrend. Nur fuhr Kärpät diese wichtigen Zähler mit einem 5:2 gegen wiederum Lukko Rauma sowie 4:1 gegen TPS Turku vor heimischer Kulisse ein.

Die Eisbären punkteten in Iserlohn und Hamburg hingegen in der Fremde. In dieser Konstellation gute Voraussetzungen für ein spannendes und enges Spiel, will man meinen. Eisbären-Chefcoach Don Jackson weist mit Blick darauf und den Verlauf der bis dato absolvierten Champions League Spiele darauf hin: „Die Führung spielt offensichtlich eine große Rolle in den CHL-Partien. Deshalb wollen wir natürlich möglichst früh in Führung gehen.“

Die Lehren aus dem vernichtenden ersten Drittel bei ihrem insgesamt ziemlich ernüchternden Gastspiel bei Metallurg Magnitogorsk, will Jackson sowieso von seinen Spielern gezogen wissen. Denn letztlich wollen sich die Eisbären die Chance erhalten, es am 3. Dezember beim Rückspiel gegen Magnitogorsk in der o2 World zu einem echten Finale um den Gruppensieg kommen zu lassen. Ein Sieg in Oulu wäre dazu indes zwingend nötig. Worauf es dafür noch ankommt, zuletzt aber öfter auch mangelte bei seinen Cracks, machte Jackson auch noch deutlich: „Die Finnen spielen auch sehr körperlich, darauf werden wir uns einstellen.“ Wie sehr motiviert die „Wiesel“ sind, endlich ihre wahre Stärke unter Beweis zu stellen, ließ Kärpäts Kapitän Ilkka Mikkola gestern schon mal durchblicken: „Morgen ist Payback-Time! Wir spielen gegen eine gute Mannschaft, das wissen wir. Aber wir wollen einfach nur gewinnen!“ Dabei helfen soll auch der neu unter Vertrag genommene finnische Flügelstürmer Toni Dahlman, der erst Ende Oktober vom schwedischen Zweitligisten Mora zu Kärpät stieß.

Live-Bilder im frei empfangbaren TV gibt es von der heutigen Partie leider nicht. Erst morgen, Donnerstag um 21.30 Uhr sendet EUROSPORT eine längere Zusammenfassung vom Spiel zwischen Kärpät Oulu und den Eisbären Berlin. Das Internetradio der Eisbären sowie das Angebot der CHL-Homepage werden alle am Ausgang dieses Matches Interessierten aber gewiss mit den nötigen Informationen versorgen können. (mac/ovk)

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