CHL: Fischtown Pinguins verpassen denkbar knapp das AchtelfinaleBremerhaven unterliegt Sparta Prag

Mitch Wahl erzielte den 1:2-Anschlusstreffer für Bremerhaven. (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)Mitch Wahl erzielte den 1:2-Anschlusstreffer für Bremerhaven. (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)
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In den Gruppen E und G kämpften je zwei Teams um den letzten freien Qualifikationsplatz. Auch der Rekordsieger aus Göteborg erreichte souverän die Runde der letzten 16. München kämpft morgen um den Einzug ins Achtelfinale.

Gruppe A:

Vor diesem Spieltag stand Sparta Prag mit zehn Punkten auf Platz eins. Einen Zähler dahinter die Fischtown Pinguins vor den Växjo Lakers mit sieben Punkten. Växjo musste gewinnen, um überhaupt noch auf Rang zwei vorrücken zu können. Eine Niederlage Växjos hätte das automatische Weiterkommen der Fischtown Pinguins und Sparta Prags beschert. Die Schweden haben am frühen Abend jedoch denkbar knapp ihre Hausaufgaben gemacht, bevor das Spiel in Bremerhaven überhaupt zu Ende war. 4:2 hieß es am Ende für die Lakers, nachdem Turku es in den letzten Spielminuten noch kurzzeitig spannend gemacht hatte. Somit hätte Bremerhaven zwei Punkte gegen Sparta Prag einfahren müssen, um das Achtelfinale noch erreichen zu können. Doch daraus wurde nichts, denn die Pinguins selbst verloren vor heimischen Fans denkbar knapp mit 1:3.

Fischtown Pinguins Bremerhaven – Sparta Prag 1:3 (0:0, 0:1, 1:2)

Die Fischtown Pinguins luden zum finalen Tanz. Sie luden zum großen Endspiel nach Bremerhaven. Und es sollte ein Endspiel werden. Sie wollten im eigenen Stadion das Weiterkommen fix machen und es den Augsburger Panthern vor zwei Jahren gleichtun. Doch daraus wurde nichts. Sie verpassten den Einzug auf der Zielgeraden. Und diese Niederlage wird auch in den nächsten Tagen noch in Bremerhaven schmerzen. Es sollte ein knappes und unglückliches Ausscheiden werden. Doch der Reihe nach. Früh kreierten die Pinguins aus Fischtown erste Chancen und setzten die Tschechen unter Druck. Denkbar knapp scheiterten die Pinguins am Pfosten. Nach dem ersten Seitenwechsel drängte Sparta Prag als Favorit auf den ersten Treffer der Partie. Sie fanden jedoch in Maximilian Franzreb stets ihren Meister. Ausgerechnet ein eigener Fehler sollte den Torreigen eröffnen. Stanislav Dietz verlor das Gleichgewicht, vertändelte in der offensiven Zone die Scheibe und eröffnete den Tschechen einen Konter, den diese gnadenlos bestraften. Michal Moravcik brachte sein Team in Front (24:50). Im weiteren Verlauf und vor allem in den letzten fünf Minuten des Mitteldrittels drängten die Pinguins auf den Ausgleich. Zunächst scheiterte Jan Urbas zweimal und anschließend verpasste auch Miha Verlic mit einer Doppelchance die Möglichkeit auf den Ausgleich. Es waren Chancen im Sekundentakt, doch die Scheibe wollte einfach nicht rein. Nicht einmal 90 Sekunden nach dem erneuten Seitenwechsel unterstrichen Sparta Prag einmal mehr ihre Klasse. Ein langer Pass aus dem eigenen Drittel und schon stand Filip Chlapik allein vor Maximilian Franzreb. Chlapik ließ sich die Chance nicht nehmen und erhöhte auf 2:0 (41:24). Knapp zehn Minuten vor dem Ende ließ Bremerhavens Mitch Wahl ganz Fischtown nochmals hoffen. Ross Mauerman tankte sich an der Bande durch, spielte die Scheibe vor das Tor, wo Wahl goldrichtig stand und die Scheibe ins Prager Tor bugsierte (49:29). Fischtown versuchte noch den ersehnten Ausgleich zu erzielen, doch es sollte nichts mehr werden. Nach einem kleinen Stockfehler brauchte Patryk Prymula den Puck nur noch ins leere Bremerhavener Tor schieben. Die Pinguins belohnen sich trotz drei Siegen in der Gruppenphase nicht mit dem Einzug ins Achtelfinale. Damit ist die Reise der Fischtown Pinguins in der diesjährigen CHL beendet.

Tore: 0:1 (04:50) Michal Moravcik (Dolezal), 0:2 (41:24) Filip Chlapik (Moravcik), 1:2 (49:29) Mitch Wahl (Mauerman), 1:3 (58:55) Patryk Prymula.

Växjö Lakers HC – TPS Turku 4:2 (2:0, 1:0, 1:2)

Tore: 1:0 (10:56) Erik Josefsson (Claesson), 2:0 (15:54) Erik Josefsson (Gustafsson, Hagman), 3:0 (35:28) Joel Persson (Lycksell, Gynge), 3:1 (55:46) Eetu Liukas (Jasu), 3:2 (57:40) Mikael Pyyhtiä (Nurmi, Pärssinen), 4:2 (59:59) Martin Lundberg.

Gruppe B:

Letztlich souverän und verdient erreichte der amtierende Sieger, die Frölunda Indians, das Achtelfinale. Gründe dafür waren CHL-All-Time-Topscorer Ryan Lasch und Routinier Joel Lundqvist, die mit jeweils drei Scorerpunkten den Rekordsieger auf die Siegerstraße und somit als Tabellenführer in die K.o.-Phase brachten. 4:1 hieß es für Göteborg. Dadurch stand mit den ZSC Lions bereits vor Ablauf der zweiten Partie der weitere Achtelfinalteilnehmerfest. Im zweiten Spiel des Abends gewannen die ZSC Lions dennoch selbst in einem torreichen Spiel mit 7:3 gegen den aktuellen tschechischen Tabellenführer.

Frölunda Indians Göteborg – IFK Helsinki 4:1 (2:0, 0:0, 2:1)

Tore: 1:0 (09:37) Ryan Lasch (Lundqvist, Olsson), 2:0 (12:35) Christian Folin (Lasch, Lundqvist), 2:1 (55:11) Sebastian Dyk (Palola), 3:1 (57:21) Niklas Lasu (Henriksson, Roselli-Olsen), 4:1 (58:25) Joel Lundqvist (Lasch, Olsson).

Zürcher SC Lions – BK Mlada Boleslav 7:3 (3:3, 1:0, 3:0)

Tor: 0:1 (04:39) Adam Raska (Planek), 1:1 (05:09) Chris Baltisberger (Roe, Andrighetto), 1:2 (08:51) Milos Kelemen, 2:2 (09:24) Denis Malgin, 2:3 (12:20) Milos Kelemen (Kotala), 3:3 (15:50) Sven Andrighetto (Roe, Noreau), 4:3 (23:06) Marc Aeschlimann (Diem), 5:3 (48:15) Sven Andrigehtto (Azevedo), 6:3 (49:37) John Quenneville (Krüger, Azevedo), 7:3 (54:39) Justin Azevedo (Malgin, Hollenstein)

Gruppe E:

In der Gruppe E bleibt es weiterhin spannend. Auch wenn die CHL für den Deutschen Meister gelaufen ist, könnten sie dennoch Auswirkungen auf die Achtelfinalteilnehmer haben. Denn in der ersten Partie der Gruppe E gewannen die bereits qualifizierten Finnen von Tappara Tampere gegen Skellefteå AIK, die aktuell noch auf Rang zwei stehen. Ein Sieg Luganos im morgigen Spiel gegen die Eisbären und Lugano wäre weiter. Bringt Berlin den HC Lugano ins Stolpern, wären die Schweden aus Skellefteå weiter. Ein Sieg der Schweden hätte die Gruppe entschieden und das Spiel der Eisbären unwichtiger erscheinen lassen können, doch das sollte nicht sein. Sie werden am morgigen Mittwoch sicherlich den Eisbären die Daumen drücken.

Tappara Tampere – Skelleftea AIK 4:2 (1:2, 1:0, 2:0)

Tore: 1:0 (04:13) Patrik Virta (Kuusela, Vittasmäki), 1:1 (13:36) Joakim Lindström (Hawryluk, Pudas), 1:2 (19:24) Albin Sundsvik (Pudas, Lindström), 2:2 (38:42) Anton Levtchi (Tanus, Tuulola), 3:2 (52:53) Joni Tuulola (Tanus, Platzer), 4:2 (58:52) Sami Moilanen (Rauhala).

Gruppe F:

Keine der Gruppen war bereits so früh entschieden, wie die Gruppe F. Die Partie war wie bereits im Hinspiel beider Mannschaften eher als Testspiel zu sehen. Beide Teams sind seit Wochen für das Achtelfinale qualifiziert. Nach dem 5:2 Erfolg der Schweizer im ersten Aufeinandertreffen vergangene Woche schien auch Platz 1 ungefährdet. Doch die Schweizer unterstrichen dennoch ihre Topform. Nach zwei weiteren Siegen in der NLA, gewannen sie auch das Rückspiel gegen die Schweden aus Leksand klar und deutlich und erzielten sogar je ein Tor in Überzahl, Unterzahl und bei gleicher Spieleranzahl.

HC Fribourg-Gottéron – Leksands IF 3:0 (2:0, 1:0, 0:0)

Tore: 1:0 (09:49) Samuel Walser (Gunderson), 2:0 (18:19) Daniel Brodin (Dufner), 3:0 (34:08) Jordann Bougro (Walser, Jobin)

Gruppe G:

Der KAC war mit 13 Zählern aus fünf Spielen bereits als Tabellenführer qualifiziert. Den zweiten Achtelfinalplatz sollten somit die Franzosen aus Rouen (2. - 7 Punkte), die Ukrainer vom HK Donbass Donezk (3. - 5 Punkte) und Rungsted Seier Capital aus Dänemark (4. - 5 Punkte) unter sich ausmachen, wobei die Rouen Dragons die besten Karten vor dem letzten Spieltag hatten. Für alle drei wäre es ein erster Erfolg in der CHL. Und im ersten Spiel sollte es bereits spannend, allerdings auch bereits entschieden werden. Rouen gewann knapp mit 2:4 und sicherte somit den zweiten Achtelfinalplatz. Somit wird das morgige Spiel zwischen Donezk und Klagenfurt zur Nebensache.

Rungsted Seier Capital – HC Rouen 2:4 (0:1, 2:1, 0:2)

Tore: 0:1 (03:59) Loïc Lampérier (Tessier), 0:2 (25:51) Vincent Nesa (Guttig), 1:2 (28:03) Morten Jensen (Andersson, Persson), 2:2 (30:36) Joachim Holten Møller (Bjerrum, Rosenthal), 2:3 (44:40) David Gilbert (Vigners), 2:4 (59:24) Kelsey Tessier (Caron).

Gruppe H:

Wie in Gruppe F war diese Gruppe vor dem letzten Spieltag bereits entschieden. Salzburg und der HC Bozen machten in einem spannenden Spiel erst in der Verlängerung Platz Eins unter sich aus, wohingegen die Norweger von Frisk Asker und die Polen vom JKH GKS Jastrzebie Platz Drei ausspielten. Die Foxes aus Bozen glichen spät zum 3:3 aus, verloren jedoch in der anschließenden Verlängerung nach einem Kampf mit den östereichischen Nachbarn von Red Bull Salzburg knapp. Somit warten die Red Bulls aus Salzburg als Tabellenerster auf die Auslosung am kommenden Freitag. Auch Platz Drei ging verdient an den erstmaligen Teilnehmer aus Polen. Sie gewannen deutlich mit 7:3 in Norwegen vor nur 692 Zuschauern.

Frisk Asker – JKH GKS Jastrzebie 3:7 (2:0, 1:2, 2:3)

Tore: 0:1 (06:53) Łukasz Nalewajka (Pavlovs, Urbanowicz), 0:2 (14:11) Siarhei Bahaleisha (Pavlovs, Razgals), 0:3 (23:07) Radek Nalewajka (Kameneu, Kostek), 0:4 (25:10) Roman Rac (Bashirov, Kalns), 1:4 (27:20) Jimi Kuronen (Frøshaug, Seiergren Christiansen), 1:5 (46:33) Egils Kalns (Bashirov), 1:6 (52:21) Arturs Sevcenko (Mlynarovic), 2:6 (53:49) Magnus Geheb (Bastiansen, Granholm), 3:6 (54:18) Niklas Nevalainen (Bolling Vaaler, Bjørndal), 3:7 (55:19) Frenks Razgals (Pavlovs).

HC Bozen – Red Bull Salzburg 3:4 (0:1, 0:1, 3:1, 0:1)

Tore: 0:1 (13:54) Charles Vincent Lo Verde (Brennan, Nissner), 0:2 (30:39) Kilian Zündel (Järvinen), 1:2 (42:12) Michael Halmo (Frigo), 2:2 (44:23) Joseph Mizzi (Gazley, Plastino), 2:3 (49:19) Terrence James Brennan (Baltram, Nissner), 3:3 (58:43) Brett Finlay (Frigo, Plastino), 3:4 (64:49) Terrence James Brennan (Järvinen).