CHL: EHC Red Bull München steht im Viertelfinale – nun gegen LukkoLukko Rauma weiter dank Hinspielsieg – Rückspiel abgesagt

Philip Gogulla hat sich mit dem EHC Red Bull München gegen den HC Fribourg-Gottéron durchgesetzt.  (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)Philip Gogulla hat sich mit dem EHC Red Bull München gegen den HC Fribourg-Gottéron durchgesetzt. (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)
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Die Partie Lukko Rauma gegen den HC Bozen wurde von den finnischen Behörden abgesagt. Am Grünen Tisch qualifizierte sich mit Lukko der Sieger des Hinspiels. Im zweiten Spiel musste Salzburg ein 0:3 aufholen. (Infos zu diesem Spiel folgen.)

EHC Red Bull München (GER) – HC Fribourg-Gottéron (SUI) 3:2 (0:0, 0:0, 3:2)

Gesamtergebnis: 7:4 (4:2, 3:2)

Aus deutscher Sicht ist der EHC Red Bull München die letzte deutsche Hoffnung in der CHL. Die Münchner selbst haben sich eine schöne Voraussetzung für den Einzug ins Viertelfinale geschaffen. In der Schweiz gewannen sie ihr Hinspiel mit 4:2 und könnten nun am Oberwiesenfeld alles klar machen – ein Unentschieden hätte gereicht. Im Viertelfinale wartete bereits vor der Partie der kommende: Lukko Rauma. Die Finnen zogen am Grünen Tisch ein, nachdem sie ihr Hinspiel gegen den HC Bozen gewannen. Das Rückspiel wurde kurzfristig abgesagt, sodass der Hinspielerfolg ausreichte.

Das Rückspiel begann intensiv, doch die Zuschauer sollten noch lange auf den ersten Treffer warten müssen. Torlos ging es in die erste Pause. Und das trotz einer doppelten Unterzahlsituation der Münchner. Doch Danny aus den Birken hielt. 40 Minuten mussten die Münchner noch durchhalten, um den Einzug perfekt zu machen. München kam besser aus der Kabine und hatte einige Möglichkeiten den Führungstreffer. Im ersten Münchner Powerplay des Mitteldrittels hatten zunächst die Gäste die Chance auf den ersten Treffer des Abends. Als Fribourg-Gottéron zwei weitere Strafen erhielten, war der Gästecoach Christian Dube so außer sich, dass diese um zwei weitere Minuten verlängert wurden. Doch auch in dieser mehrminütigen doppelten Überzahl scheiterten die Münchner am starken Schweizer Schlussmann Berra. Kurz vor der zweiten Sirene jubelten die Schweizer, als der Puck aus den Birken durchrutschte, doch das Spiel wurde frühzeitig abgepfiffen. München hatte Glück. Somit startete auch der Schlussabschnitt torlos. Dann ging es Schlag auf Schlag. Keine drei Minuten waren gespielt, da klingelte es gleich doppelt im Tor der Münchner. Erst zog DiDomenico von der blauen Linie ab, bevor Walser eine Minute später einfach mal aus spitzem Winkel abzog und plötzlich jubelte. Es roch jedoch nur kurz nach Verlängerung, denn Trevor Parkes verkürzte fast im Gegenzug auf 1:2. Knappe sieben Minuten vor Ende glichen die Münchner sogar noch aus. Somit stand wieder alles auf Anfang. Den Schlusspunkt setzte Gogulla ins leere Tor. Die Münchner treffen nun in 14 Tagen im Viertelfinale auf Lukko Rauma.

Tore: 0:1 (41:20) Chris DiDomenico (Schmid, Furrer) 0:2 (42:22) Samuel Walser (Brodin), 1:2 (43:55) Trevor Parkes (Street), 2:2 (52:49) Zach Redmond (Ehliz, Hager), 3:2 (59:48) Gogulla (Schütz).

Lukko Rauma (FIN) – HC Bozen (ITA) (abgesagt)

Hinspielergebnis: 3:1

„Das geplante Achtelfinal-Rückspiel zwischen Lukko Rauma und dem HC Bozen wurde aufgrund einer von den finnischen Behörden angeordneten Vorsichtsmaßnahme abgesagt, da einige Spieler von Lukko Rauma gemäß COVID-19-Protokoll nicht einsatzbereit sind“, teilte der HC Bozen auf seiner Website mit. Die Foxes befanden sich zu dem Zeitpunkt bereits in Finnland und werden nun die Rückreise antreten.

Der COVID-19-Ausschuss der CHL hatte sich bereits im Laufe des beraten um über die Folgen entscheiden. Die CHL teilte mit, dass der Sieger des Hinspiels sich für das Viertelfinale qualifiziert. „Aufgrund des engen internationalen Spielkalenders gibt es für die CHL keine weiteren Tage für eine erneute Spielansetzung, wie es sonst in den jeweiligen Ligen üblich ist.“, erklärte die CHL am Nachmittag.

EC Red Bull Salzburg (AUT) – Rouen Dragons (FRA) 3:1 (1:0, 1:0, 1:0)

Gesamtergebnis: 3:4 (0:3, 3:1)

Das Hinspiel gewannen die Franzosen souverän mit 3:0. Sie waren über weite Strecken das agilere und offensiv stärkere Team. Nun wollten sie im Rückspiel in Salzburg ihre erste Viertelfinalteilnahme perfekt machen. Salzburg hingegen musste ein 0:3 aufholen. Und so begannen sie auch. Im ersten Drittel hatten sie mehr vom Spiel und gingen kurz vor der Pause verdient mit einer 1:0 in Führung. Im Mitteldrittel überstanden die Salzburger zwei Unterzahlsituationen, wobei die Franzosen mit einem soliden Zwei-Tore-Vorsprung keinen Druck verspürte ein Tor erzielen zu müssen. Entsprechend klingelte es im eigenen Tor. Mit seinem zweiten Treffer des Abends war erneut Thomas Raffl zur Stelle. Somit fehlte im letzten Drittel nur noch ein Tor für die Österreicher, um das Hinspiel wett zu machen und die Verlängerung zu erreichen. Und genau so sollte es kommen, als der ehemalige Mannheimer Järvinen das 3:0 für die Red Bulls erzielte und somit den Gesamtspielstand ausglich. Doch der ehemalige DEL-Verteidiger Dylan Yeo hatte keine Lust auf Verlängerung. Fünf Minuten vor Schluss sorgte er mit seinem Treffer für das 3:1 und somit das Game Winning Goal der Franzosen. Die Red Bulls setzten nochmals alles auf eine Karte setzten und hatten in den letzten 60 Sekunden bei doppelter Überzahl sogar noch die Chance auf den Gesamt-Ausgleich, doch es sollte nicht sein. Im Viertelfinale warten mit Tappara Tampere der nächste Brocken auf die Underdogs aus Frankreich.

Tore: 1:0 (15:58) Thomas Raffl (Järvinen, Baltram), 2:0 (39:52) Thomas Raffl (Kanzig, Heinrich), 3:0 (49:38) Jan-Mikael Järvinen (Raffl). 3:1 (54:48) Dylan Yeo (Caron).


Die Viertelfinalpartien werden voraussichtlich am 7. und 14. Dezember stattfinden. Die Viertelfinalpartien sehen wie folgt aus:

HC Frölunda Göteborg (SWE) – Leksands IF (SWE)

Rögle BK (SWE) – Sparta Prag (CZE)

Tappara Tampere (FIN) – Rouen Dragons (FRA)

EHC Red Bull München (GER)Lukko Rauma (FIN)


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