CHL: Dezimierte Adler Mannheim verlieren zweistelligMünchen beschert Fribourg-Gottéron erste Niederlage

Mannheims Torwart Felix Brückmann liegt nach dem Tor zum 1:9 auf dem Eis. (Foto: dpa/picture alliance)Mannheims Torwart Felix Brückmann liegt nach dem Tor zum 1:9 auf dem Eis. (Foto: dpa/picture alliance)
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Adler Mannheim – Frölunda Indians 1:10 (1:2, 0:3, 0:5)

Eine Absage seitens der Adler Mannheim stand im Vorfeld der Partie gegen die Frölunda Indians nicht im Raum. Insgesamt acht Spieler der Adler wurden in der vergangenen Woche positiov auf Covid-19 getestet. Hinzu kam Coach Pavel Gross, der diesmal von Mike Pellegrims vertreten wurde. Dabei hatten die Mannheimer den wohl härtesten Brocken vor der Brust. Im Hinspiel des Achtelfinales bekamen es die Adler mit dem Rekordsieger aus Göteborg zu tun – dem Frölunda HC.

Gegen einen stark dezimiertem Kader der Adler Mannheim starteten die Schweden als Favorit in die Partie. Und das ließen sie die Mannheimer wie erwartet von Beginn an spüren. Borna Rendulic‘ Führungstreffer weckte nur kurz Hoffnungen. Er nutzte einen Fehlpass in der gegnerischen Zone zum frühen 1:0. Doch die Antwort des aktuellen schwedischen Tabellenführers ließ nicht lange auf sich warten. Keine zwei Zeigerumdrehungen später glich erst Joel Lundqvist aus, ehe Patrik Carlsson knapp drei Minuten später erneut im Powerplay zur Stelle war. Felix Brückmann konnte einem bereits zu diesem Zeitpunkt leidtun. Im zweiten Drittel drückte Frölunda weiter und machte bereits frühzeitig alles klar. Nach 40 Minuten stand es bereits 1:5 aus Adler-Sicht. Als Felix Brückmann bereits geschlagen war, rettete Joonas Lehtivuori in Goaliemanier leider nicht regelkonform. Einen Penaltyschuss versenkte Topscorer Ryan Lasch zum 1:3 bevor Niklas Lasu eine halbe Minute später auf 1:4 aus Mannheimer Sicht erhöhte. Kurz darauf erhöhte Elmer Söderblom auf 1:5. Das sollte auch die letzten Hoffnungen der Mannheimer begraben haben. Doch wer glaube Frölunda hätte Mitleid mit den dezimieren Adlern, täuschte sich. Denn auch im letzten Drittel drückten die Schweden und letztlich brachen alle Dämme. Erneut fünfmal musste Felix Brückmann die Scheibe aus dem Netz holen. Ryan Lasch, der heute sechs Scorerpunkte verbuchen konnte, war Garant für den Sieg seines Teams. Frölunda traf sogar auch noch in Unterzahl zum 1:10 aus Mannheimer Sicht. Somit ist für die Adler Mannheim im Achtelfinale Schluss. Das Rückspiel in Göteborg dürfte zu einer Randnotiz werden. 

Tore: 1:0 (06:03) Borna Rendulic, 1:1 (08:01) Joel Lundqvist (Spacek, Lasch), 1:2 (11:11) Patrik Carlsson (Sundström, Lasch), 1:3 (26:36) Ryan Lasch, 1:4 (27:18) Niklas Lasu (Elliott, Lasch), 1:5 (33:26) Elmer Söderblom (Olsson, Lasch), 1:6 (40:21) Karl Henriksson (Mursak, Folin), 1:7 Elmer Söderblom (Lasch), 1:8 Theodor Niederbach (Folin, Ekbom), 1:9 (57:14) Johan Sundström (Elliott, Carlsson), 1:10 (58:06) Patrik Carlsson (Sundström).

HC Fribourg-Gottéron (SUI) – EHC Red Bull München 2:4 (1:1, 0:3, 0:0)

Ebenso wie die Mannheimer war auch der zweite verbliebende deutsche Club heute aktiv. Auch die Münchner hatten ihre Ausfälle bezüglich der Covid-19, allerdings fielen die vor einigen Wochen angeordnete Quarantäne nicht in den CHL-Spielplan. Gut für den EHC Red Bull München, der beim HC Fribourg-Gottéron aus der Schweiz zu Gast war. Ebenfalls kein leichtes Spiel, denn die Schweizer überzeugten in der Vorrunde. Als einziges Team überhaupt erreichten sie ohne Punktverlust die Runde der letzten 16. Weiter ungeschlagen zu bleiben, konnte die Motivation vor der Partie noch einmal erhöhen. Und genau da setzten die Schweizer an. Nach knapp acht gespielten Minuten stand Kilian Mottet vom HC Fribourg-Gottéron auf der Anzeigetafel, der den Treffer zugeschrieben bekam. Vom Münchner Daryl Boyle landete der Puck im eigenen Tor. Es schien der Wachmacher der Münchner zu sein, die durch Justin Schütz noch im ersten Drittel ausglichen. Ein starkes Mitteldrittel sorgte für einen souveränen Vorsprung. Der EHC machte genau dort weiter, wo er Ende des ersten Abschnitts aufhörte. Erst war es Jonathan Blum, der auf 2:1 aus Münchner Sicht erhöhte, bevor Frederik Tiffels und Kony Abeltshauser binnen knapp drei Minuten auf 4:1 erhöhten. Mit diesem deutlichen Vorsprung ging es in die letzte Pause. Im Schlussabschnitt überwanden die Schweizer in Person von David Desharnais zwar noch einmal den Münchner Schlussmann aus den Birken, doch der Penaltyschuss sollte der letzte Treffer des Abends sein. Die Besonderheit daran: kein Treffer des heutigen Abends hatte eine Torvorlage. Der EHC Red Bull München hat somit im Rückspiel am Oberwiesenfeld alles in eigener Hand.

Tore: 1:0 (07:25) Kilian Mottet, 1:1 (16:13) Justin Schütz, 1:2 (25:35) Jonathan Blum, 1:3 (35:40) Frederik Tiffels, 1:4 (38:51) Konrad Abeltshauser, 2:4 (44:28) David Desharnais.

Skelleftea AIK (SWE) – Sparta Prag (TCH) 1:3 (0:1, 1:1, 0:1)

Alexander Salak im Tor der Tschechen war mit 27 Saves der Mann des Abends und Garant für den Erfolg von Sparta Prag. Eine Minute war gespielt, als Sparta Prag zum ersten Mal jubelte. Skelleftea drängte auf den Ausgleich doch Stefan Loibl und auch Tom Kühnhackl fanden in Salak ihren Meister. Skelleftea glich kurz nach der Pause zwar aus, ging dennoch mit Rückstand in die nächste Drittelpause, den kurz vor der Sirene stellte Sparta Prag den alten Abstand wieder her – und das trotz eines Torschussverhältnis von 26:9 zugunsten der Schweden. Salak hielt auch im Schlussabschnitt alles, was auf ihn zu kam. Mit einem 3:1-Vorsprung geht es kommende Woche ins Rückspiel. Auch dort wird Salak erneut zu tun bekommen.

Tore: 0:1 (01:02) Filip Chlapik (Jerabek, Moravcik), 1:1 (24:02) Oscar Möller (Nilsson, Lindström), 1:2 (39:46) Tomas Pavelka (Thorell, Sobotka), 1:3 (50:18) Erik Thorell (Sobotka, Kase).

Klagenfurter AC (AUT) – Leksands IF (SWE) 4:0 (1:0, 1:0, 2:0)

Ein Ergebnis, das sehr wohl überraschte. Trotz eines Torschussverhältnis von 36:21 für die Schweden, hielt Goalie Sebastian Dahm sein Tor sauber. Im ersten Drittel eröffnete Thomas Koch den Torreigen, im Mitteldrittel erhöte Johannes Bischberger mit seinem ersten Treffer des Abends auf 2:0. Mitte des dritten Drittels sorgten Steven Strong und erneut Bischofberger für den 4:0 Endstand des KAC. Somit erspielten sich die Österreicher einen schönen Vorsprung für das Rückspiel in Schweden.

Tore: 1:0 (11:11) Thomas Koch (Unterweger), 2:0 (23:35) Bischofberger (Hunderpfund), 3:0 (49:50) Steven Strong (Hunderpfund, Bischofberger), 4:0 (53:31) Johannes Bischofberger (Hunderpfund, Vallant).

Växjö Lakers (SWE) – Tappara Tampere (FIN) 2:2 (2:1, 0:1, 0:0)

Letztlich war es ein verdientes Unentschieden. 2:2 hieß es am Ende zwischen den Växjo Lakers und Tappara Tampere. Ja, auch das gibt es im Eishockey, denn in der Champions Hockey League werden die Ergebnisse der Hin- und Rückspiele addiert. In einer spannenden Partie waren die Goalies die Stars des Abends, nachdem beide zunächst im ersten Drittel hinter sich greifen mussten. Der amtierende schwedischen Meister geriet früh in Rückstand, drehte die Partie aber noch innerhalb der ersten 20 Minuten. Zu Beginn des Mitteldrittels glich Tampere aus, was zeitgleich auch der letzte Treffer des Abends sein sollte.

Tore: 0:1 (05:49) Tyler Morley (Henriksson, Austin), 1:1 (11:03) Joel Persson (Holmberg), 2:1 (18:33) Emil Forslund (Claesson, Lycksell), 2:2 (23:12) Topi Rönni (Henriksson, Seppälä).

HC Bozen (ITA) – Lukko Rauma (FIN) 1:3 (0:2, 1:1, 0:0)

Lukko Rauma ging als klarer Favorit in das Hinspiel beim HC Bozen und zeigte von Beginn an seine Qualitäten. Nach 20 Minuten stand es bereits 2:0 aus Sicht der Finnen. Als Michael Halmo für die Italiener den Anschlusstreffer markierte, hatten sich die 2.300 Zuschauer in Bozen noch Hoffnungen. Kurz vor der zweiten Sirene stellte Lukko jedoch den alten Abstand wieder her und sorgte damit ebenso für den Endstand.

Tore: 0:1 (05:29) Scott Pooley (Slovacek, Gregoire), 0:2 (11:46) Vili Saarijärvi (Pooley), 1:2 (31:08) Michael Halmo (Tauferer), 1:3 (38:18) Anrei Hakulinen (Saarijärvi).

Zürcher SC Lions (SUI) – Rögle BK (SWE) 3:4 (1:1, 1:2, 1:1)

Es ging hin und her in einer durchweg spannenden Partie. Durch ein knappes 3:4 kommt es nächste Woche zum erneuten Showdown beider Teams. Zunächst gingen die Schweden aus Ängelholm in Front. Noch im ersten Abschnitt glichen die ZSC Lions aus. Mitte des zweiten Drittels gingen sie durch Denis Hollenstein gar in Front, bevor sie innerhalb weniger Minuten die Führung erneut komplett aus der Hand gaben. Mit einem 2:3-Rückstand ging es für die Schweizer in die zweite Pause. Im Schlussbaschnitt gelang ihnen abermals der Ausgleich, wodurch sie weiterhin die Chance auf das Viertelfinale haben. Wenige Sekunden vor Schluss sorgte Samuel Jonsson doch noch für den Siegtreffer des Abends – in einer Partie, die keinen Sieger gehabt hätte. Man of the Match war Adam Tambellini, der an jedem Treffer der Schweden beteiligt war.

Tore: 0:1 (17:33) Adam Tambellini (Ekestahl Jonsson), 1:1 (17:53) Justin Sigrist (Hollenstein, Krüger), 2:1 (28:02) Denis Hollenstein (Schäppi), 2:2 (35:12) Dennis Everberg (Tambellini), 2:3 (38:35) Adam Tambellini (Ekestahl Jonsson, Bristedt), 3:3 (49:27) Patrick Geering (Malgin), 3:4 (59:28 )Samuel Jonsson (Tambellini, Everberg.

Am morgigen Mittwoch komplettieren die Mannschaften aus Salzburg und Rouen die Hinspiele in der Runde der letzten 16. Die Rouen Dragons sind beim EC Red Bull Salzburg zu Gast. Kommende Woche stehen die Rückspiele an. Beide Ergebnisse werden addiert. So wird das Endergebnis der Achtelfinalpartien ermittelt und somit auch die Teilnehmer der Viertelfinalspiele. 

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