CHL-Auftakt: Alle sechs DEL-Teams peilen Play-offs anMit TV-Übersicht der Live-Spiele

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Es ist Mitte August – und die Pflichtspielsaison beginnt. Nicht für alle, aber eben für jene sechs Mannschaften aus der Deutschen Eishockey-Liga, die an der zweiten Saison der Champions Hockey League teilnehmen. Los geht es am Donnerstag beziehungsweise am Freitag. Alle deutschen Spiele werden zu sehen sein – entweder bei Sport1 im Fernsehen oder im Internet bei Laola1.TV.

Eines ist klar – die sechs deutschen Teams aus Düsseldorf, München, Mannheim, Krefeld, Ingolstadt und Berlin peilen die nächste Runde an. „In der vergangenen Saison hatten viele DEL-Mannschaften die CHL-Gruppenspiele als Teil der Vorbereitung angesehen. Die Teams haben eingesehen, dass das ein Fehler war“, sagt CHL-Chef Martin Baumann. Während beispielsweise die nordeuropäischen Teams viel früher ins Training gestartet waren, blieb für die DEL-Teams die Zuschauerrolle. Alle  deutschen Teilnehmer verpassten den Sprung in die Play-offs.

Der neue Modus kommt den deutschen Teams entgegen – was ganz im Interesse der CHL ist. Nicht umsonst betonte Baumann vor einer Woche die vorbildliche Infrastruktur und die Fans der deutschen Clubs. „Was fehlt“, sagte der Schweizer, „ist der sportliche Erfolg.“ Und über den internationalen Wettbewerb, so ist sich der Eidgenosse sicher, entsteht auch die Möglichkeit, dass sich die Nationalmannschaft verbessere. Falsch liegt der Mann da sicher nicht.

Wurde im vergangenen Jahr in Vierergruppen gespielt, sind es diesmal 16 Dreier-Gruppen. Aus jeder Staffel qualifizieren sich zwei, nur jeweils einer scheidet aus. Danach geht es in den Play-offs (ab dem 22. September) weiter. Gespielt wird dann in Hin- und Rückspiel.

Die ungewöhnlichsten Gegner haben sicherlich der Deutsche Meister Adler Mannheim und der ERC Ingolstadt gezogen. Mannheim spielt zum Auftakt am Freitag in Weißrussland bei Neman Grodno; die Weißrussen haben sich als Sieger der IIHF Continental Cups – wenn man so will der „kleine Bruder“ der CHL – für die Champions League qualifiziert. Die Mannheimer haben ein Flugzeug gechartert, weil die regulären Verbindungen nach Grodno nicht gerade eine zeitnahe Anreise ermöglichen. Von dort geht es gleich weiter nach Ostrava (Tschechien). Dass die Adler die Weißrussen als den zu schlagenden Gegner ansehen, um weiterzukommen, liegt auf der Hand.

Die Panther aus Ingolstadt bekommen es mit den Växjö Lakers zu tun, die in der zurückliegenden Saison erstmals überhaupt die schwedische Meisterschaft gewonnen haben. Ein schwerer Gegner – also muss sich der Vizemeister wohl am dritten Team orientieren. Und eben dieser Gegner elektrisiert die ERC-Fans: Denn Braehead Clan aus Glasgow wird zu Gast sein. Der britische Vertreter ist einer der Exoten, dürfte partywillige Fans mitbringen und ist ein Newcomer. Der schottische Verein ist erst fünf Jahre alt, konnte seine Fanbasis in dieser Zeit aber Jahr für Jahr vergrößern. Mit Brendan Brooks spielt zudem ein Panther-Spieler der vergangenen Saison für Glasgow.

Auch „exotisch“ oder zumindest wenig bekannt ist der französische Teilnehmer Gap Rapaces, mit dem es die Eisbären Berlin zu tun bekommen. Mit Blick auf die WM 2017, die Frankreich und Deutschland gemeinsam ausrichten, ein interessanter Vergleich. Dennoch sind die Südfranzosen sicher ein Kontrahent, gegen den sich die Eisbären, die außerdem auf die Lions aus Zürich treffen, durchsetzen müssen.

Der EHC Red Bull München trifft auf den HC Kosice und den österreichischen Rekordmeister Klagenfurter AC. Auch die Düsseldorfer EG und die Krefeld Pinguine bekommen es mit Gegnern aus der Alpenrepublik zu tun; zudem spielen die beiden rheinischen Teams gegen finnische Clubs, die jeweils eine schwere Aufgab darstellen. Krefeld spielt gegen Kärpät Oulu und die letztjährige Überraschungsmannschaft Vienna Capitals, Düsseldorf bekommt es mit TPS Turku und die Black Wings Linz zu tun. DEG-Gesellschafter Mikhail Ponomarev sagte: „Wir haben die leichtere Gruppe gegenüber Krefeld.“ So ließ er keine Zweifel daran, dass er nicht nur weiterkommen möchte, sondern die Vorrunde am liebsten als Gruppenerster beenden würde.

TV-Tipp:

Sport1 hat die Spiele benannt, die der TV-Sender in der Gruppenphase live übertragen wird. Mindestens zehn Spiele wird Sport1 ausstrahlen. Alle anderen Partien mit deutscher Beteiligung sind über Laola1.TV im Internet zu sehen.

Die Spiele auf Sport1:

Donnerstag, 20. August, 19.25 Uhr (live): Krefeld Pinguine – Kärpät Oulu
Freitag, 21.August, 17.55 Uhr (live): Neman Grodno – Adler Mannheim
Donnerstag, 27. August, 17.25 Uhr (live): Kärpat Oulu – Krefeld Pinguine
Freitag, 28. August, 19.25 Uhr (live): EHC Red Bull München – HC Kosice
Donnerstag, 3. September, 17.25 Uhr (live): TPS Turku – Düsseldorfer EG
Sonntag, 6. September, 19 Uhr (Live-Einstieg): Black Wings Linz – Düsseldorfer EG
Sonntag, 6. September, 19.30 Uhr (Live-Einstieg): Gap Rapaces – Eisbären Berlin

Zum Spielplan...

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