CHL: Adler Mannheim nach Galavorstellung in der nächsten RundeBremerhaven trotz Niederlage in Prag auf Platz zwei

Jubel bei den Adlern Mannheim: Das Team steht in den Play-offs der CHL. (Foto: dpa/picture alliance/KEYSTONE)Jubel bei den Adlern Mannheim: Das Team steht in den Play-offs der CHL. (Foto: dpa/picture alliance/KEYSTONE)
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Gruppe A:

Sparta Prag – Fischtown Pinguins Bremerhaven 5:2 (2:2, 1:0, 2:0)

Das war wirklich trotz der Niederlage eine beeindruckende Leistung der Nordlichter. Die Pinguins zeigten dem aktuellen Tabellenfünften der tschechischen Extraliga die Zähne und lediglich ein Konzentrationseinbruch zwischen der 39. und der 44. Spielminute kostete den Bremerhavenern einen Punkt. Dafür, auch wenn sie sich dafür nichts kaufen können, gelang den Fischtowns das schönste Tor des Tages. Der Däne Niklas Andersen, heute im dritten Block zusammen mit Stowasser, Mauermann, Krogsgaard und Friesen startete 31 Sekunden nach dem 0:1 einen Sololauf wie einst der schwedische Skistar Ingemar Stenmark. Nach drei tschechischen Spielern stand nur noch deren Keeper Alexander Salak vor ihm. Salak konnte die Scheibe zwar ablenken, aber sie rutschte ihm durch die Schoner und es stand 1:1. Nach dem erneuten Rückstand war es dann sogar die vierte Reihe der Fischtowns, die für den Ausgleich sorgte. Nino Kinder stand, als die Sparta-Verteidigung kurz die Orientierung verlor, goldrichtig im Slot und lenkte die Scheibe zum 2:2 in die Maschen. Als im zweiten Drittel nur noch Sekunden zu spielen waren, brach dann Patrik Prymula vor den 3.300 Zuschauern den Bann. Zwei weitere Gegentore bedeuteten schließlich den Endstand. Jetzt kommt es in der kommenden Woche (12. Oktober) zu einem echten Finale in der Hafenstadt. Prag führt mit zehn Punkten vor Bremerhaven (9). Aber auch die Schweden aus Växjö (7) haben noch eine Chance. Lediglich Turku (4) kann sich bereits jetzt auf die heimische Liga konzentrieren.

Tore: 1:0 (11:17) Zdenek Dolezal (Zikmund, Dvorak), 1:1 (11:48) Niklas Andersen, 2:1 (13:29) David Kase (Repik), 2:2 (18:55) Nino Kinder (Reisnecker), 3:2 (39:36) Patrik Prymula (Zikmund, Moravcik), 4:2 (40:53) Michal Moravcik (Repik), 5:2 (43:50) Ondrej Miklis (Moravcik, Kase).

Gruppe C:

HC Lausanne – Adler Mannheim 2:5 (0:1, 2:2, 0:2)

Mit einer erstklassigen Leistung zogen die Mannheimer zusammen mit dem finnischen Konkurrenten aus Rauma ins Achtelfinale ein. Das Spiel war ein Ergebnis einer nahezu brutalen Effizienz. Alleine 61 Mal brachten die Lausanner in der Partie den Puck in Richtung Adler-Tor, aber daraus wurden am Ende lediglich 26 Schüsse, von denen der exzellent auftretende Felix Brückmann im Adler-Kasten 24 meisterte. Damit erreichte er CHL-würdige 92,3 Prozent Fangquote, während sein Gegenüber, der Schweizer alt-Internationale Tobias Stephan auf schwache 76,5 Prozent kam. Herausragend neben Brückmann noch Verteidiger-Ass Korbinian Holzer, Stürmer Matthias Plachta und natürlich der Doppeltorschütze Lean Bergmann. Auf Schweizer Seite konnte lediglich Cory Emmerton gefallen, dem auch ein Unterzahltor gelang.

Tore: 0:1 (18:59) Jordan Szwarz (Eisenschmid), 1:1 (25:10) Benjamin Baumgartner (Frick), 2:1 (27:55) Cory Emmerton, 2:2 (28:24) Matthias Plachta (Akdag), 2:3 (29:43) Lean Bergmann (Plachta), 2:4 (40:57) Lean Bergmann (Rendulic), 2:5 (58:09) Nigel Dawes (Eisenschmid, Holzer).

Lukko Rauma – Cardiff Devils 5:2 (2:0, 2:2, 1:0)

Tore: 1:0 (09:18) Noel Pietilä (Pooley, Hakulinen), 2:0 (11:55) Arttu Illomäki (Pooley, Hakulinen), 3:0 (23:05) Kristian Polospiel (Ilomäki, Saarijärvi), 3:1 (23:34) Cole Sanford (Register), 4:1 (24:08) Vili Saarijärvi (Ilomäki, Petman), 4:2 (32:02) Joshua Weller (Dixon, Sanford), 5:2 (58:10) Vili Saarijärvi (Ilomäki).

Gruppe F:

In diesem bedeutungslosen Spiel ging es lediglich um Platz drei in der Gruppe F. Beide Teams hatten vor der Begegnung nach vier Spieltagen sage und schreibe null Punkte auf der Habenseite. 60 Minuten später konnte sich wenigstens Trinec halbwegs freuen, während der frühere KHL-Vertreter aus Bratislava sich komplett blamierte und jetzt nur hoffen kann, dass es im Rückspiel wenigstens einen Punkt gibt. Die sicheren Achtelfinalteams in dieser Gruppe sind der HC Fribourg-Gottéron und Leksands IF.

Ocelari Trinec – Slovan Bratislava 3:0 (0:0, 1:0, 2:0)

Tore: 1:0 (23:04) David Kofron (Jaromersky), 2:0 (40:29) Ondrej Kovarcik (Michal Kovarcik, Roman), 3:0 (49:46) Roman Szturc (Adamek, Martynek)

Gruppe G:

Auch in dieser Gruppe gibt es Spannung bis zum Ende. Lediglich Klagenfurt kann sich, als sicherer Achtelfinalteilnehmer mit 13 Punkten fast schon ausruhen. Gegner Donezk (5) dagegen hat noch theoretische Chancen, muss aber in Österreich gewinnen, wenn sie den Zweitplatzierten aus Rouen noch überholen wollen. Und, völlig verrückt, auch der Tabellenvierte aus Dänemark hat mit seinen fünf Zählern noch Chancen. Allerdings braucht es einen Sieg über Rouen im Rückspiel und Schützenhilfe aus Klagenfurt.

Donbass Donezk  - Klagenfurter AC 3:4 (0:3, 1:0, 2:1)

Tore: 0:1 (04:53) Thomas Hundertpfund (Haudum), 0:2 (07:44) Thomas Hundertpfund (Postma), 0:3 (19:00) Samuel Wittig (Steffler), 1:3 (26:01) Ilya Korenchuk (Krivoshapkin), 2:3 (42:42) Feliks Morozow (Peresunko), 3:3 (55:10) Viktar Turkin (Pangelov-Yuldashew, Peresunko), 3:4 (58:44) Johannes Bischofberger (Geier).

HC Rouen – Rungsted Seier Capital 5:1 (1:0, 2:1, 2:0)

Tore: 1:0 (07:42) Joris Bedin (Lamperier, Tessier), 1:1 (21:35) Henrik Hetta (Rosenthal, Gammelgaard), 2:1 (38:39) Dylan Yeo (Lamperier, Tessier), 3:1 (39:41) Joris Bedin (Dorion, Johnston), 4:1 (41:53) Kelsey Tessier (Flood, Lamperier), 5:1 (52:46) David Gilbert (Caron, Salve).