Champions Hockey League: Olympiasilber wird den deutschen Teams helfen! DEL-Boss Gernot Tripcke sieht der 5. Auflage zuversichtlich entgegen

DEL-Chef Gernot Tripcke. (picture alliance/augenklick, Hockeyweb)DEL-Chef Gernot Tripcke. (picture alliance/augenklick, Hockeyweb)
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Es geht wieder los. Die Champions Hockey League (CHL) startet am 31. August mit 32 Mannschaften aus 13 Ligen in ihre fünfte Auflage. Die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) ist neben Meister Red Bull München auch mit Vize Eisbären Berlin und erstmals mit den Ice Tigers aus Nürnberg vertreten. Der Gewinner erhält 365 000 Euro Preisgeld. Jedes Team bekommt zudem als Antrittsprämie 200 000 Euro Reisekosten-Zuschuss.

Insgesamt schütten die Veranstalter in diesem Jahr 1,94 Millionen Euro aus. Für die kommenden Jahre bis zum vorläufigen Vertragsende in der Saison 2022/23 ist jeweils eine Steigerungsrate vereinbart. CHL-Geschäftsführer Martin Baumann ist mit seinem Produkt hoch zufrieden, mit der Zuschauer-Entwicklung in Deutschland noch nicht: „Da ist noch Luft nach oben“, sagte der Schweizer. In der Vorsaison sahen rund 3600 Zuschauer die Partien in Deutschland im Schnitt.

Die deutschen Mannschaften präsentierten sich gestern in Berlin an der Warschauer Brücke mit dem Objekt der Begierde, dem CHL-Pott. Es herrschte eine launige Stimmung. Don Jackson, Meistertrainer in München und Berlin, ließ es sich nicht nehmen, am Touristen-Hotspot ein Selfie mit Eisbär Florian Busch zu machen. Derweil referierte DEL-Chef Gernot Tripcke darüber, ob der Silberglanz der deutschen Olympiahelden auch über der CHL strahlt. Schließlich hat noch kein deutsches Team bisher das Achtelfinale überstanden. „Kleinigkeiten haben gefehlt. Das Oympiasilber hat unserer Liga geholfen, wird das Selbstbewusstsein der DEL-Teams stärken“, ist Tripcke zuversichtlich.


„Wir müssen das deutsche Eishockey auf die Landkarte bringen, werden unser Bestes geben. Meine Mannschaft muss nicht zum DEL-Start am 14. September bereit sein, sondern am 31. August. Ich will immer gewinnen“, nimmt Eisbären-Trainer Clement Jodoin die CHL ernst. „Wir repräsentieren das deutsche Eishockey.“ Sieht RB-Coach Don Jackson ähnlich: „Ich stimme Clement zu. Wir wollen, dass das deutsche Eishockey auf ein neues Level steigt. Wir wissen, dass wir gegen Mannschaften mit sehr hoher Qualität spielen. Deshalb ist die CHL etwas Besonderes. Wir wollen den Pott holen.“ Dem stimmt Nürnbergs Chef-Übungsleiter Kevin Gaudet zu: „Wenn man die CHL gewinnt, ist man das beste Team Europas. Das hat schon was.“


Zum ersten Heimspiel der neuen Spielzeit empfangen die Eisbären am 31. August um 19:30 Uhr das Schweizer Spitzenteam vom EV Zug nicht in der Mercedes-Benz-Arena, sondern im legendären Wellblechpalast in Hohenschönhausen. Am Sonntag darauf (02.09.2018, 17 Uhr) gastiert dann der tschechische Doppelmeister HC Kometa Brno ebenfalls im kultigen Welli auf dem Gelände des Sportforums. Das freut EHC-Routinier Florian Busch besonders: „Im Welli riecht es nach Bratwurst und Bier. Vor allem aber ist es sehr laut. Das wird die perfekte Stimmung.“   

Kollege Patrick Reimer sieht andere Vorteile: „Wir spielen in der DEL vier Mal gegeneinander. Natürlich ist es schön, auch mal andere Mannschaften zu sehen. So eine Abwechslung macht Spaß. Die Spiele werden auf internationaler Ebene schneller sein. Das ist für unsere jungen Spieler eine gute Gelegenheit, sich weiterzuentwickeln. Es ist eine große Auszeichnung an der CHL teilzunehmen“, erklärt der Kapitän der Ice Tigers. Na dann, lasst die Spiele beginnen.


In der Vorsaison hatte sich das finnische Team Jyp Jyväskylä den Pokal gesichert.

Die Spiele mit deutscher Beteiligung überträgt Sport1 im Free-TV – zum Start gibt es am 31. August die Partie der Eisbären gegen Zug live zu sehen (ab 19.25 Uhr).

Die deutschen Gruppen:

Gruppe B

EHC Red Bull München

TPS Turku (Finnland)

Malmö Redhawks (Schweden)

HK Junost Minsk (Weißrussland)

Gruppe D

Eisbären Berlin

HC Kometa Brno (Tschechien)

EV Zug (Schweiz)

HK Njoman Hrodna (Weißrussland)    

Gruppe F

Nürnberg Ice Tigers

Oulun Kärpät (Finnland)

Mountfield Hradec Kralove (Tschechien)

Dragons Rouen (Frankreich)

Die jeweils ersten beiden der acht Vierergruppen kommen weiter.

 

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