Blaue Flecken für den schwedischen VerbandspräsidentenFranz Reindl im Hockeyweb-Interview

DEB-Präsident Franz Reindl im Gespräch Maximilian Kastner, dem verletzten Spieler des EHC Red Bull Muenchen. (Foto: GEPA pictures/City-Press)DEB-Präsident Franz Reindl im Gespräch Maximilian Kastner, dem verletzten Spieler des EHC Red Bull Muenchen. (Foto: GEPA pictures/City-Press)
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Sie haben mal im Hockeyweb-Interview erzählt, dass ihre Sitznachbarn schon mal den einen oder anderen Schlag abbekommen, weil der Spieler in ihnen immer noch intensiv mitgeht. Wer hat denn diesmal blaue Flecken bekommen?

Es hat den schwedischen Verbandspräsidenten Anders Larson und seinen Vize Peter Forsberg erwischt. (lacht)

Wie schätzen Sie das Finalspiel, aber auch den Weg des EHC Red Bull München ins Finale ein?

Der Weg war steinig und hart, aber das Team hat mit großer Qualität und Leidenschaft überzeugt. Im Finale fehlte ein wenig das Glück im Abschluss, das man einfach im richtigen Moment braucht. Das Spiel war ein echtes Finale, tolle Atmosphäre, ein klasse Spiel mit Kampf bis zum Schluss.

Die deutsche Nationalmannschaft hat sich in Pyeongchang sehr schnell – auch nach ihrem Eingreifen und den Worten von Marco Sturm – über Silber gefreut, statt sich über das verpasste Gold zu ärgern. Wie war die Reaktion – gerade auch der „Doppel-Silber-Gewinner“?

Kontakt hatte ich nur zu einigen beim Rückflug. Die Spieler zeigten sich natürlich enttäuscht, aber waren absolut faire und respektvolle Verlierer. 

Viermal – der Kölner EC 1985 und 1995, der EV Füssen 1966 und die Düsseldorfer EG 1991 – hat ein deutscher Club die Silbermedaille im alten Europapokal gewonnen? Wie bedeutend ist das Münchner Silber von 2019 – auch im Vergleich zu den zurückliegenden Erfolgen?

Ein Erfolg dieser Größenordnung bedeutet heute sehr viel vor das deutsche Eishockey. Mit früher kann man es nicht vergleichen, weil schon der Modus ein anderer war. Heute haben wir Finale und kein Finalturnier mehr. Ins Finale überhaupt zu kommen, ist eine überragende Leistung.

Nach dem Start mit festen Plätzen für die „Gründerligen“ der CHL ist die Qualifikation für die Champions League nur noch auf dem sportlichen Weg möglich. Wie wichtig war diese Entscheidung, um das Renommee dieses Wettbewerbs zu stärken?

Die CHL hat sich stabilisiert und die Teilnahmebedingungen sind überschaubar und dem Clubranking untergeordnet. Es hat sich ein echter europäischer Wettkampf entwickelt. 

In der Vorrunde und teils auch in den Play-offs gab es noch Zuschauerzahlen, die nicht berauschend waren. Was müssen die CHL und die teilnehmenden Clubs tun, um für mehr Begeisterung und Akzeptanz zu sorgen.

Die Teilnahme ist ein Privileg und eine Herausforderung zugleich. Die volle Akzeptanz ist erforderlich, mit Halbherzigkeit ist nichts zu gewinnen. Nur der unbedingte Siegeswille bindet Zuschauer. 

Um diesen Wettbewerb endgültig als europäischen Topwettbewerb zu positionieren, wäre eine Teilnahme der KHL unerlässlich. Gab es neue Gespräche zu diesem Thema und wie ist der Stand der Dinge?

Es gibt natürlich immer wieder Gespräche, aber der enge KHL-Spielplan und vor allen Dingen die gigantischen Entfernungen zu möglichen Teilnehmern lassen eine Teilnahme in naher Zukunft unwahrscheinlich erscheinen. 

Die intensiven Spiele von Red Bull München gegen Malmö und Salzburg, die auf hohem Niveau gespielt wurden, waren Partien, in denen Nationalspieler in Schlüsselszenen auf dem Eis standen. Wie wichtig sind diese Erfahrungen im Hinblick auf die anstehende Weltmeisterschaft?

Unersetzbar. Wenn du als Spieler solche Erfahrungen machen darfst, ist das für die Entwicklung und Karriere nur förderlich.

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