Alle drei deutschen Teams im CHL-Achtelfinale Titelverteidiger Tappara vor dem Aus

Chris DeSousa war an beiden Münchner Toren beteilgt. (Foto: dpa/picture alliance/kolbert-press)Chris DeSousa war an beiden Münchner Toren beteilgt. (Foto: dpa/picture alliance/kolbert-press)
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Ausgerechnet zwei Teams aus traditionellen Eishockeyländern kämpfen noch um das letzte Achtelfinalticket. Das wäre zum einen Ocelari Trinec. Der tschechische Meister hat jedoch am 18. Oktober ein Heimspiel gegen den dänischen Champion aus Aalborg und sollte das Match für sich entscheiden. Damit wären die Tschechen weiter und der finnische Titelverteidiger Tappara Tampere völlig überraschend ausgeschieden. Vorrundenmeister wird voraussichtliche Växjö Lakers IF mit Tobias Rieder, der im letzten Spiel selbst ein Tor schoss. Die Schweden sind nur noch theoretisch vom DEL-Club Adler Mannheim einholbar. Die Badener sind im Übrigen die einzigen, die der skandinavischen Phalanx Einhalt bieten konnten. Für die Überraschung des Spieltages schlechthin sorgte jedoch der Schweizer NL-Club EHC Biel, der eben gegen Tappara Tampere aus einem 0:2 ein 6:3 machte, mit zwei unglaublichen Shorthandern und dafür sorgte, dass die Stimmung bei Tappara einen Tiefpunkt erreichte.

Färjestads BK Karlstad – Red Bull München 4:2 (1:0, 1:2, 2:0)

Ein verdienter Sieg von Färjestad, dass über die gesamte Spielzeit überlegen agierte und am Ende auch auf 37:23 Torschüsse kam. Im ersten Drittel stand jedoch die Münchner Abwehr noch einem schwedischen Erfolg im Weg, denn bis auf den 0:1-Rückstand, als Forsell erfolgreich einen Abpraller von Daniel Allavena abschloss, zeigte sich die Defensive immer im Bilde. Genau das Gegenteil dann in der 22. Minute. McKiernan spielte hinter dem eigenen Tor einen haarsträubenden Fehlpass direkt auf den, vor dem Tor stehenden, Johansson und der hatte keine Mühe mit dem 2:0. Das Spiel schien bei der schwedischen Überlegenheit entschieden, aber die zuletzt auch in der DEL nicht so erfolgreichen Münchner schlugen überraschend zurück. In Unterzahl setzte sich drei Minuten vor der zweiten Pause Krämmer an der Bande durch, bediente Chris DeSousa und der Kanadier ließ dem schwedischen Schlussmann Carl Lindbom keine Abwehrmöglichkeit. München nutzte das Momentum und legte sofort gekonnt nach. MacWilliam versuchte einen Blueliner und Nicolas Krämmer lenkte die Scheibe perfekt in den kurzen Winkel, auch hier war Lindbom chancenlos. Im dritten Drittel verstärkte München das physische Spiel, musste diese Änderung aber auch mit mehreren Strafzeiten büßen, aber die erneute Führung von Färjestad fiel bei ausgeglichenem Personal. Johansson schickte Nygren, dieser lief McKiernan davon und traf. Nur 33 Sekunden später, in Überzahl, bediente Tomasek Nygren und dieser jagte die Scheibe mit einem Onetimer direkt ins lange Eck. Allavena hatte keine Abwehrmöglichkeit. Zum Glück hatten die Münchner zuvor die Qualifikation geschafft, am Ende wurde es in der Vorrundentabelle Rang 11, während Favorit Färjestad sich auf dem fünften Platz wiederfand.

Tore: 1:0 (11:48) Lucas Forsell (Nyström), 2:0 (21:28) Linus Johansson (Nygard), 2:1 (36:58) Chris DeSousa (4-5), 2:2 (38:17) Nicolas Krämmer, MacWilliam, DeSousa), 3:2 (48:57) Joakim Nygard (Johansson), 4:2 (49:20) Magnus Nygren (Nilsson, Tomasek)

ERC Ingolstadt – Vitkovice Ostrava 0:5 (0:2, 0:1, 0:2)

Es ist traurig, aber leider wahr. Das Beste, was die Ingolstädter an diesem Abend vor nur 2.513 Zuschauern zu bieten hatten, war die Fan-Choreographie. Zum Spiel lässt sich nur bemerken, dass die Ingolstädter zwar optisch durchaus ansprechend agierten, aber kaum torgefährlich waren und erst recht nicht effizient. Die tschechischen Gäste hatten ihr (Alp)traumduo in Peter Mueller und Roberts Bukarts. Die beiden waren an vier der fünf Tore beteiligt, kassierten zusammen sieben Scorerpunkte und sorgten dafür, dass sie am Ende nicht nur Ingolstadt überholten, sondern auch von Platz 17 auf Platz 10 sprangen, was die direkte Qualifikation für das Achtelfinale bedeutete. Wie ernst Ingolstadt und Trainer Mark French die Partie nahm, zeigte sich schon in der Aufstellung, wo im Tor die etatmäßige Nr. 3 Lukas Schulte stand. Allerdings wäre es vermessen, dem 20jährigen Niedersachsen (geboren in Meppen) die Schuld an der Niederlage anzulasten. Er hielt was zu halten war und wurde mehrfach sträflich im Stich gelassen. Höhepunkt seines Einsatzes war sicherlich die Rettungstat gegen Mueller im zweiten Drittel, der ihm den Helm vom Kopf schoss. Bei Ostrau stand dagegen Routinier Matej Machovsky im Tor und dieser hielt mit einigen außergewöhnlichen Paraden den Sieg und seinen Shoot-out fest. Am Ende hatten sich beide Teams für die nächste Runde qualifiziert. Ostrau kam auf Platz zehn, Ingolstadt auf 14.

Tore: 0:1 (13:22) Roberts Bukarts (Mueller, Krieger), 0:2 (19:59) Petr Friedrich (Zdrahal, Chlan), 0:3 (33:39) Roberts Bukarts (Mueller, Percy), 0:4 (50:56) Peter Krieger (Mueller, Bukarts), 0:5 (51:36) Peter Mueller (Kalus, Lakatos)

Lukko Rauma – Servette Genf 3:2 (3:0, 0:1, 0:1)

Tore: 1:0 (00:29) Brayden Burke (Repo, Mattila), 2:0 (08:25) Brayden Burke, 3:0 (12:28) Luka Tiihonen (Ylitalo, Ikonen), 3:1 (24:58) Teemu Hartikainen (Berni, Richard), 3:2 (47:43) Tim Berni (Hartikainen, Vatanen 5-4)

Växjö Lakers HC – Rapperswil-Jona Lakers 3:2 (0:1, 2:1, 0:0, 1:0) n.V.

Tore: 0:1 (12:18) Colin Gerber (Moy, Lammer), 0:2 (21:51) Gian-Marco Wetter (Conolly, Zangger), 1:2 (32:00) Dylan McLaughlin (Sylvegard, Rosen), 2:2 (34:38) Tobias Rieder (McLaughlin), 3:2 (61:37) Dylan McLaughlin (Persson, Östlund)

HC Innsbruck – Skelleftea AIK 2:4 (0:1, 1:1, 1:2)

Tore: 0:1 (19:47) Lukas Vesterlund (Sikura), 1:1 (21:52) Senna Peters (Winkler, Roy), 1:2 (35:29) Linus Lindström (Salomonsson, Sandberg), 1:3 (41:43) Axel Sandin-Pellika (Sandberg, Nilsson), 2:3 (49:57) Kele Steffler (Shaw), 2:4 (59:54) Pär Lindholm (Lindström, Lundberg)

EHC Biel – Tappara Tampere 6:3 (0:2, 3:1, 3:0)

Tore: 0:1 (05:14) Nicholas Halloran (Baptiste), 0:2 (18:30) Petteri Puhakka, (Kemiläinen, Levtchi 5-4), 1:2 (22:36) Mike Künzle (Haas 4-5), 2:2 (25:11) Jesper Olofsson (Rathgeb, Cunti 5-4), 3:2 (26:27) Yannick Rathgeb (Cunti, Kessler 5-4), 3:3 (33:34) Petteri Puhakka (Halloran, Rönni), 4:3 (50:57) Toni Rajala (Haas, Forster), 5:3 (51:45) Gaetan Haas (Christen 4-5), 6:3 (57:23) Toni Rajala (Derungs)

Red Bull Salzburg – Pelicans Lahti 1:5 (0:1, 1:2, 0:2)

Tore: 0:1 (17:53) Lars Bryggman (Käyhkö, Riihinen), 0:2 (20:24) Kasper Puutio (Carlsson, Bares), 1:2 (31:40) Devin Steffler (Harnisch, Robertson), 1:3 (37:24) Elias Vilen (Horky, Mylläri), 1:4 (43:56) Patrik Carlsson (Mylläri 5-4), 1:5 (58:02) Konsta Hirvonen (Jordan)


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