Adler Mannheim verlieren dezimiert auch im CHL-Rückspiel Aus im Achtelfinale

Die Frölunda Indians setzten sich deutlich gegen die Adler Mannheim durch. (Foto: dpa/picture alliance)Die Frölunda Indians setzten sich deutlich gegen die Adler Mannheim durch. (Foto: dpa/picture alliance)
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HC Frölunda Indians – Adler Mannheim 4:1 (1:0, 1:0, 2:1)

Gesamtergebnis: 14:2 (10:1, 4:1)

Es war eine einseitige Partie vergangene Woche in Mannheim, als die Adler mit einer Rumpftruppe gegen den Rekordchampion aus Schweden zweistellig verloren und nicht den Hauch einer Chance hatten. Im Rückspiel sollte es die gleichen Vorzeichen geben. Die Personalsituation hatte sich gar verschlimmert. Neben den bisherigen Ausfällen fehlten mit Joonas Lehtivuori, Korbinian Holzer und dem einzigen Mannheimer Hinspiel-Torschützen Borna Rendulic drei weitere Stammkräfte. Mit drei Reihen und einem winzigen Fünkchen Hoffnung reisten die Adler nach Göteborg. Doch auch dieses Fünkchen erlosch schnell.

Denn auch im Rückspiel übernahm Frölunda das Spiel von Beginn an und machte dort weiter, wo sie vergangene Woche aufhörten: mit Druck auf das Mannheimer Tor. Es dauerte allerdings knappe zwölf Minuten, bis Dennis Endras im Mannheimer Tor das erste Mal geschlagen war. Elmer Söderblom tankte sich durch die gesamte Mannheimer Defensive und erzielte seinen ersten Treffer des Abends. Den ersten Versuch hielt Endras noch, gegen den Abpraller war er jedoch machtlos – 1:0. Auch im zweiten Drittel war es ein Spiel auf ein Tor. Mannheim scheiterte selbst nur knapp, im Gegenzug stand Johan Sundström goldrichtig – 2:0. Die Adler hielten dennoch gut dagegen und kamen sogar zum Anschlusstreffer. Der junge Luca Tosto verkürzte zum 1:2 und ließ die wenigen mitgereisten Mannheimer Fans jubeln. Frölunda legte nach und erhöhte dank zwei schnellen Treffern in den letzten Minuten für den 4:1-Endstand. Trotz des deutlichen Gesamtergebnisses verabschiedeten sich die Adler erhobenen Hauptes, auch dank eines starken Endras im Mannheimer Tor. Nun gilt die Konzentration der heimischen Liga, während Frölunda auf seinen fünften europäischen Titel schielt. Im Viertelfinale treffen sie nun im innerschwedischen Duell auf Leksands IF.

Tore: 1:0 (12:24) Elmer Söderblom (Edvinsson), 2:0 (25:28) Johan Sundström (Edvinsson, Folin), 2:1 (44:31) Luca Tosto (Klos), 3:1 (52:56) Elmer Söderblom (Sundström, Elliott), 4:1 (55:00) Jan Mursak (Lundqvist, Elliott).

Sparta Prag (CZE) – Skellefteå AIK (SWE) 1:2 (1:0, 0:0, 0:2)

Gesamtergebnis: 4:3 (2:2, 2:1)

Im Hinspiel war Alexander Salak mit 27 Saves der Garant für den Erfolg von Sparta Prag. Diesmal stand Matej Machovsky zwischen den Pfosten, machte seinen Job mit 24 Saves aber nicht weniger gut. Auch offensiv starteten die Tschechen von Beginn an gut ins Spiel. Nach elf Minuten eröffnete Michal Repik den Torreigen, nachdem die ersten zehn Minuten mit 8:1 Schüssen klar an die Schweden ging. Torlos endete das zweite Drittel, sodass die Schweden im Schlussabschnitt alles nach vorne warfen, um das 1:3 aus dem Hinspiel wett zu machen. Und tatsächlich gelang ihnen der schnelle Ausgleich. Doch Sparta Prag ließ sich davon nicht beirren und spielten weiter souverän. Fünf Minuten vor Ende setzte Skelleftea alles auf eine Karte. Der Treffer 22 Sekunden vor Schluss kam jedoch zu spät. Trotz des 2:1 Erfolgs Skellefteas endet die CHL-Reise in Prag. Auf Sparta Prag wartet im Viertelfinale mit dem Rögle BK der nächste schwedische Gegner. Es ist deren erste Viertelfinalteilnahme seit der Saison 2016/17.

Tore: 1:0 (10:57) Michael Repik (Sobotka), 1:1 (41:29) Petter Granberg (Karlsson), 1:2 (59:38) Linus Karlsson (Kühnhackl, Pudas).

Leksands IF (SWE) – Klagenfurter AC (AUT) 8:1 (3:0, 2:0, 3:1)

Gesamtergebnis: 8:5 (0:4, 8:1)

4:0 gewann der KAC das Hinspiel vor heimischer Kulisse. Ein Ergebnis, das überraschte, das aber auch als ausreichend erscheinender Vorsprung bezeichnet werden konnte. Die Schweden von Leksands IF mussten also mindestens vier Tore erzielen bzw. mit vier Treffern gewinnen, um zumindest die Verlängerung zu erreichen. Doch Verlängerung kam für die Schweden nicht in Frage. Sie wollten direkt weiterkommen. Und so starteten sie auch in die Partie. Keine zwei Minuten dauerte es, bis Leksand das erste Mal jubelte. Im weiteren Verlauf des ersten Abschnitts hatten die Schweden zwei Überzahlsituationen, und nutzten beide. Der Vorsprung war bereits auf ein Tor geschrumpft. Auch das Mitteldrittel ging klar an die Schweden. Erneut zwei Überzahltore sorgten bereits früh für den Spielstand, den sie fürs direkte Weiterkommen benötigten. Was für eine Aufholjagd! Im Schlussabschnitt verkürzte der KAC auf 5:1, sodass alles nach Verlängerung aussah, doch Leksands IF erhöhte schnell auf 6:1. Noch bevor der KAC den Torhüter vom Eis nehmen konnte, war wieder Emil Heineman zur Stelle. Es war sein drittes Tor des Abends. Den Schlusspunkt setzte Leksand mit einem Treffer ins leere Tor. Ein Torschussverhältnis von 50:18 zugunsten der Schweden war der Beweis für den verdienten Sieg und die verdiente Wende. Im Viertelfinale wartet nun mit Frölunda ein bekannter Ligakonkurrent.

Tore: 1:0 (01:34) Isak Rosen (Kloos), 2:0 (08:49) Isak Rosen (Camper, Zackrisson), 3:0 (12:27) Emil Heineman (Kloos, Själin), 4:0 (32:58) Martin Karlsson (Själin, Kloos), 5:0 (36:12) Matt Caito (Camper, Zackrisson), 5:1 (46:24) Lukas Haudum (Hundertpfund), 6:1 (49:49) Emil Heineman (Kloos, Ashton), 7:1 (58:10) Emil Heineman (Camper, Caito), 8:1 (59:05) Carter Camper (Max Veronneau).

Tappara Tampere (FIN) – Växjö Lakers (SWE) 4:2 (0:0, 1:2, 3:0)

Gesamtergebnis: 6:4 (2:2, 4:2)

2:2 hieß es im Hinspiel. Somit war eins klar: im Rückspiel musste es einen Sieger geben. Auf dem Papier hatte Tappara die besseren Vorzeichen, denn vor heimischen Fans gingen sie in dieser CHL-Saison stets als Sieger vom Eis. Und so sollte es bleiben, auch wenn die Heimfans lange zittern mussten. Torlos ging es in die erste Pause. Im zweiten Drittel hatten die Gäste jedoch den besseren Start. Sie durften das erste Mal in dieser engen Partie jubeln. Kurz darauf der Ausgleich der Hausherren, die jedoch kurz vor der zweiten Sirene den erneuten Gegentreffer hinnehmen mussten. Mit einem engen 1:2 ging es in den Schlussabschnitt. Im Schlussabschnitt zeigten die Finnen ihre Heimstärke und drehten die Partie binnen fünf Minuten zu ihren Gunsten. Växjo versuchte alles um auszugleichen, doch es reichte nicht. Ein Empty-Net-Goal sorgte für den Endstand. Die Finnen aus Tampere werden in ihrer ersten Viertelfinalteilnahme auf den Sieger der Partie zwischen Salzburg und Rouen treffen.

Tore: 0:1 (27:41) Hardy Häman Aktell (Persson, Nilsson), 1:1 (31:30) Kyle Platzer (Kuusela, Rantakari), 1:2 (38:24) Olle Lycksell (Gagne, Holmberg), 2:2 (43:59) Patrik Virta (Tuulola, Kuusela), 3:2 (45:38) Anton Levtchi (Jürgens, Merelä), 4:2 (58:24) Veli-Matti Vittasmäki (Rauhala).

Rögle BK (SWE) – Zürcher SC Lions (SUI) 3:1 (0:0, 1:1, 2:0)

Gesamtergebnis: 7:5 (4:3, 3:1)

Rögles Reise in der Premierensaison geht weiter. Kurz vor der Schlusssirene erzielte Rögle BK den Siegtreffer im Hinspiel in Zürich.  Entsprechend hatten die Schweden im Rückspiel leicht die Nase vorn. Wie im Hinspiel sollte es ein enges Spiel werden – diesmal allerdings torarm. Torlos ging es in die erste Pause. Im Mitteldrittel durften die Gäste als erstes jubeln. Yannick Weber umkurvte den schwedischen Goalie und traf zum 1:0. Der Treffer zählte, auch wenn die Schiedsrichter erst nach Videobeweis ihre Entscheidung änderten. Damit war das Hinspielergebnis egalisiert. Doch die Freude währte nicht lange. RyanMc Kiernan zog im Powerplay ab, Ludvig Larsson fälschte ab und stellte den alten Abstand wieder her. Im Schlussabschnitt erhöhte Rögle auf 2:1 und setzte mit einem Treffer ins verwaiste Zürcher Tor den Schlusspunkt. Für die Schweden geht es im ersten CHL-Jahr im Viertelfinale gegen Sparta Prag weiter.

Tore: 0:1 (33:11) Yannick Weber, 1:1 (36:50) Ludvig Larsson (McKiernan, Stal Lyrenas), 2:1 (52:55) Dennis Everberg (Tambellini, Bengtsson), 3:1 (59:25) Adam Edström (

Am morgigen Mittwoch komplettieren drei Partien das Achtelfinale, darunter die beiden Red Bulls: der EHC Red Bull München gegen den HC Fribourg-Gottéron und die Red Bulls Salzburg gegen Rouen. Ebenso ist der HC Bozen zu Gast bei Lukko Rauma.

Die Viertelfinalpartien werden am 7. und 14. Dezember stattfinden. Die Viertelfinalpartien sehen wie folgt aus:

HC Frölunda Göteborg (SWE) – Leksands IF (SWE)

Rögle BK (SWE) – Sparta Prag (CZE)

Tappara Tampere (FIN) – Sieger: EC Red Bull Salzburg/Rouen Dragons

Sieger: HC Fribourg-Gottéron/EHC Red Bull München – Sieger: Lukko Rauma/HC Bozen

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