Adler Mannheim und Red Bull München im CHL-AchtelfinaleAugsburg braucht am Mittwoch einen Punkt in Liberec

Christian Winkler, der Manager des EHC Red Bull München, kann künftig auch Autogrammkarten als Spieler unterschreiben. (Foto: GEPA pictures/Ulrich Gamel)Christian Winkler, der Manager des EHC Red Bull München, kann künftig auch Autogrammkarten als Spieler unterschreiben. (Foto: GEPA pictures/Ulrich Gamel)
Lesedauer: ca. 10 Minuten

In der Gruppe A setzte sich Biel durch vor Tampere, das lediglich im besseren Vergleich gegen Klagenfurt die Nase vorn hatte. In der Gruppe B standen schon vor dem Spieltag Zug und Pilsen für die nächste Runde fest. In der Gruppe C stand ebenfalls der Sieger bereits fest, in diesem Fall war es Lulea HF. Am Mittwoch brauchen die Augsburger Panther im tschechischen Liberec einen Punkt um sich das Weiterkommen zu sichern.

Dramatik in der Gruppe D. Weil Lausanne sich gegen Trinec durchsetzen konnte und Lahti den Sieg in Minsk nicht innerhalb der regulären Spielzeit durchsetzen konnte, qualifizierte sich der große Außenseiter Junost Minsk, während Trinec und Lahti in die Röhre sehen mussten. Noch knapper die Gruppe E. Am Ende hatten drei Teams elf Punkte auf der Habenseite, aber in den direkten Duellen waren Skelleftea (Schweden) und Oulu (Finnland) besser als Bern. In der Gruppe F gewann Mannheim gegen Stockholm 2:1 und konnte mit diesem Sieg in den Gruppenerfolg feiern. In der Gruppe G standen die Münchner roten Bullen schon vor dem Spiel in Färjestad als Gruppensieger fest, während die Schweden sich nur mit einem Sieg dem Ansturm der Schweizer aus Ambri-Piotta erwehren konnten, was ihnen letztendlich beim 3:1 auch gelang. In der Gruppe H schließlich gewann Frölunda deutlich mit 9:2 in Cardiff und half im gleichen Atemzug den Tschechen aus Hradec Kralove zum Weiterkommen. Diese können sich morgen auch eine Niederlage gegen Graz erlauben ohne Konsequenzen.

Gruppe F:

Adler Mannheim – Djurgårdens IF Stockholm 2:1 (2:0, 0:1, 0:0)

Auch wenn die Mannheimer im Augenblick in der DEL eine kleine Schwäche durchleben, in der Champions Hockey League sind sie hellwach. Auch wenn das Weiterkommen bereits in trockenen Tüchern war, wollte man doch mit Platz eins in der Gruppenphase deutlich machen, dass man zurecht die nächste Runde erreicht hat. Vor der sehr guten Kulisse von 8764 Zuschauern zeigten sich die Mannheimer gerade im ersten Drittel von ihrer besten Seite, setzten die Schweden unter Druck und das 1:0 war dann auch hochverdient und sogar etwas schlitzäugig herausgespielt. Markus Eisenschmid, von Janik Möser gut freigespielt, fuhr an der Bande entlang Richtung blaue Linie, drehte sich und setzte einen Handgelenkschuss an, der auch als scharfer Pass hätte durchgehen können und überraschte dabei Djurgårdens Keeper Karri Ramö. Auch beim 2:0 sah Ramö nicht gerade gut aus. Borna Rendulic setzte sich im Zweikampf gut durch, bediente Nico Krämmer und der gebürtige Landshuter durfte sich zweimal, dabei einmal mit Erfolg an Ramö testen ohne dass ein Schwede eingegriffen hätte. Auf der Gegenseite kam Djurgården im zweiten Drittel so richtig in Fahrt. Albin Grewe prüfte schnell den starken Dennis Endras im Adler-Tor aber bis zum ersten Torerfolg brauchten die Schweden auch in diesem Drittel volle 13 Minuten. Das Tor war allerdings sein Eintrittsgeld wert. Manuel Agren stürmte solo über das Eis, wurde nicht entscheidend von Adler-Defender Sinan Akdag gestört und traf mit einem Schuss ins lange Eck zum 1:2. Danach verlagerte sich das Spiel noch mehr in die Zone der Mannheimer, aber mit einer starken geschlossenen Mannschaftsleistung blieb es beim 2:1 für den deutschen Meister und dem damit verbundenen Gruppensieg.

Vienna Capitals – GKS Tychy 5:2 (2:1, 1:1, 2:0)

Es ging um Platz drei und das merkte man dem Team der Vienna Capitals an, die den polnischen Meister schwer unter Druck setzen, am Ende auf 40:19 Torschüsse kamen und nur mit 5:2 gewannen. Held dabei war der eingepolnischte Amerikaner John Murray, der eine zweistellige Niederlage von Tychy verhinderte. Die Tore der hochüberlegenen Wiener erzielten Patrick Peter (5.), Nikolaus Hartl (13.), Lucas Birnbaum (30.), Sondre Olden (45.) und Sascha Bauer (54.). Für die bis zum 2:4 immer gefährlichen Polen waren Radoslaw Galant (17.) und Christian Mrozkowski (37.) erfolgreich.

Gruppe G:

Färjestads BK Karlstad – EHC Red Bull München 3:1 (0:1,2:0,1:0)

Für die einen stand das Weiterkommen nicht mehr zur Debatte, für die anderen waren drei Punkte Pflicht. Allerdings galt die Pflicht nicht dem deutschen Vizemeister, sondern den Schweden, denn rein theoretisch hätte das Schweizer Überraschungsteam des HC Ambri-Piotta der Vertretung von Färjestad noch gefährlich werden können. Am Ende stand ein 3:1 für die Schweden und die Freude, zusammen mit den Deutschen weitergekommen zu sein. Allerdings machten es die Münchner ihren Gastgebern zunächst recht schwer. Mit nassforschem Spiel setzten sie die überraschten FBK-Spieler unter Stress und das 1:0 durch Justin Schütz (10.) war hochverdient. Im zweiten Drittel verstärkte Färjestad das Bestreben zum Ausgleich und hatte schließlich in der 27. Minute das Glück des Tüchtigen, als Victor Ejdsell ausglich. Fünf Minuten später erzielte Jonathan Blum mit dem 2:1 die erste schwedische Führung, die bis zum Ende Bestand haben sollte. Das 3:1 in der 56. Minute war schließlich die Krönung der Leistung der schwedischen Spieler, als Gustav Rydahl einen perfekten Pass von Marcus Nilsson mit einem Alleingang vollendete. Im Tor der Münchner stand Kevin Reich, der eine sehr gute Leistung bot. Zum Glück wurde er nicht verletzt, denn in Ermangelung eines echten zweiten Keepers musste Manager Christian Winkler in die Rolle des gemeldeten Ersatzkeepers springen, da die CHL-Regularien einen zweiten Torhüter verlangen.

Gruppe C:

Lulea Hockey – Belfast Giants 4:0 (1:0, 2:0, 1:0)

Das unbedeutendere Spiel dieser Gruppe fand bereits am Dienstagabend statt. Der bereits feststehende schwedische Gruppengewinner aus Lulea traf auf den Letzten Belfast, wobei die Nordiren, theoretisch zumindest, noch eine Chance auf Platz drei gehabt hatten. Richtig spannend wird es erst morgen, wenn die Augsburger Panther in Liberec bei Bili Tygri antreten müssen.

Die knapp 2800 Zuschauer sahen jedenfalls eine Trainingspartie der Schweden, die, ohne aufzudrehen, ihren Gegner jederzeit im Griff (Schussverhältnis: 38:12) hatten. Die Tore der Nordschweden markierten in schöner Regelmäßigkeit der Amerikaner Jack Conolly (17.,36.), Isac Brannström (24.) und Nachwuchsstürmer Noel Gunler (58.).

Gruppe A:

EHC Biel – Klagenfurter AC 4:2 (1:0, 2:1, 1:1)

Beide Teams wussten vor der Begegnung, wie viele Punkte sie holen mussten, wenn es noch eine Chance geben sollte. Während Biel nur ein Zähler gereicht hätte, musste der KAC unbedingt drei Punkte holen, und dass eine Woche nach der 3:6-Heimpleite gegen den gleichen Gegner. Biel hatte Superkanonier Peter Schneider an Bord, der vor einer Woche mit gleich vier Toren fast schon alleine für die drei Punkte gesorgt hatte und Schneider traf auch im Rückspiel, diesmal allerdings nur einmal. Auf alle Fälle zeigte sich der KAC stärker, musste aber in der 15. Minute das 1:0 der Bieler durch Toni Rajala hinnehmen. Im zweiten Drittel verstärkte der KAC den Druck, die Tore schoss indessen Biel durch Peter Schneider (22.) und Anssi Salmela (32.). Nicholas Petersen verkürzte in der 38. Minute auf 1:3 aber ein superschnelles 4:1 von Mike Künzle (41.) brachte schließlich die Entscheidung. Klagenfurts Andrew Kozek durfte in der 52. Minute noch etwas Ergebniskosmetik betreiben. Damit ist der KAC aus der Champions League ausgeschieden, mit viel Pech, denn die Österreicher scheiterten nur wegen des schlechteren direkten Vergleiches an Tappara Tampere (3:2,3:8).

Gruppe B:

HC Pilsen – EV Zug 2:1 (0:0, 0:1, 1:0, 1:0) n.P.

Langsam findet sich die Zuger Startruppe und kassierte im letzten Gruppenspiel die erste Niederlage, diese aber erst nach Penaltyschiessen. Da auch der Gastgeber bereits vor der Partie qualifiziert war, erwarteten beide Teams ein Spiel auf Augenhöhe mit Play-Off-Charakter, was es schließlich auch wurde. In der 22. Minute brachte David McIntyre den EVZ in Führung und die Schweizer verteidigten den Vorsprung mit Erfolg bis kurz vor Ende. 111 Sekunden vor Ende nahm Pilsens Trainer Ladislav Cihak seinen Keeper Kristian Kolar vom Eis und der Erfolg ließ sich nur zwanzig Sekunden Zeit. Jan Eberle bediente Milan Gulas und der traf zum verdienten Ausgleich. In der Verlängerung passierte nichts mehr und auch im Penaltyschiessen blieben beide Keeper (Kristian Kolar (Pilsen) und Luca Hollenstein (Zug) in den ersten fünf Runden siegreich. In der sechsten Runde traf dann Milan Gulas zum entscheidenden Treffer und konnte sich nach der Partie über die Ehrung zum Spieler des Tages freuen.

Rungsted Seier Capital – HPK Hämeenlinna 3:1 (1:0, 2:1, 0:0)

Auch wenn sie schon längst ausgeschieden waren. Der dänische Meister setzte in seinem letzten CHL-Spiel noch einmal ein deutliches Ausrufezeichen, während die Finnen grenzenlos enttäuschten. Vor ganzen 1.200 Zuschauern waren Hämeenlinna zwar optisch überlegen, deckte die dänische Abwehr auch mit einen Schussversuchen (32:19) ein, aber dafür spielte Rungsted klar effektiver. In der 18. Minute erzielte Rasmus Andersson das 1:0, aber HPK konterte relativ schnell und zwar im zweiten Drittel. Bereits der erste Angriff nach neun Sekunden landete im Netz von Rungsteds Keeper Jon Lee-Olsen. Die Dänen reagierten nicht geschockt und bereits in der 26. Minute lagen sie nach einem Tor von Mario Luca wieder vorne. T.J. Moore erhöhte in der 32. Minute gar auf 3:1. Danach warfen die Finnen alles nach vorne, nahmen 160 Sekunden vor Ende gar Keeper Rasmus Reijola aus dem Tor, aber es sollte nichts nützen.

Gruppe D:

Junost Minsk – Pelicans Lahti 2:3 (0:1, 2:1, 0:0, 0:1) n.P.

Mit einer Niederlage trotzdem noch in die nächste Runde einziehen. Dieses Kunststück brachte der weißrussische Meister Yunost Minsk fertig, der sich dem Team aus Lahti erst nach Penaltyschiessen geschlagen geben musste. Vor der Begegnung herrschte Spannung pur, denn zwischen Tabellenführer Lausanne und dem letzten Lahti gab es nur vier Punkte Differenz. Lahti hätte in Minsk in den regulären sechzig Minuten gewinnen müssen bei einer gleichzeitigen Niederlage von Trinec in Lausanne. Letzteres passierte aber Lahti benötigte für seinen Sieg in Minsk mehr als die sechzig Minuten und schied aus.

Allerdings wäre ein Sieg in dieser Zeit auch ungerecht gewesen, denn Minsk war deutlich an angriffslustigere Mannschaft, vergaß aber das Toreschießen und lud Lahti zum 1:0 bereits in der ersten Minute durch Aleksi Mustonen ein. Als Miro-Pekka Saarelainen (21.) im zweiten Drittel schnell das 2:0 für die Finnen erzielte, schien der Gast auf der Siegesspur, aber die Minsker kamen durch zwei Tore von Nikita Mitskewisch (29.) und Yevgeni Nogachyov (30.) innerhalb von nur einer halben Minute zurück ins Spiel. Im Penaltyschiessen war Lahti klar besser, das entscheidende und gewertete Tor erzielte schließlich Severi Lahtinen.

HC Lausanne – HC Ocelari Trinec 5:3 (2:1, 1:1, 2:1)

Vor der Zuschauerschnapszahl von genau 4444 Fans in der brandneuen Vaudoise Arena setzte sich der Schweizer Geheimfavorit Lausanne gegen die Tschechen durch, kam durch den Erfolg in die nächste Runde, während Trinec, wie schon im letzten Jahr, in der Vorrunde scheiterte. Obwohl die Tschechen optisch stark spielten und auch auf 32:22 Torschüsse kamen, setzten sich die Schweizer mit einer beeindruckenden Effizienz durch. Im ersten Drittel erzielten Christoph Bertschy (4.) und Victor Oejdemark (14.) die Tore für den HCL, für Ocelari war Erik Hrna (13.) erfolgreich. Im Mitteldrittel leistete sich Ocelari gleich zu Beginn zwei Strafen und prompt traf Lausannes Cory Emmerton zum 3:1. In der 26. Minute verkürzte Michel Kovarcik auf 2:3. Der Lette Ronalds Kenins erhöhte für den HCL in der 49. Minute auf 4:2, aber Petr Vrana machte mit es in der 53. Minute mit dem 3:4 noch einmal richtig spannend. In den letzten drei Minuten schwächte sich jedoch Trinec jedoch selbst mit einigen Strafzeiten und so konnte Petteri Lindbohm, bei doppeltem Überzahlspiel, eine Sekunde vor Schluss den Endstand von 5:3 erzielen.

Gruppe E:

Kärpät Oulu – Skelleftea AIK 5:4 (2:1, 1:2, 1:1, 1:0) n.P.

In einem Herzschlagfinale setzte sich Oulu gegen Skelleftea durch und hatte am Ende im direkten Duell mit den punktgleichen Schweden und Schweizern knapp die Nase vor den Eigenossen. In der regulären Spielzeit erzielten für Oulu die Tore Michal Kristof (11.), Jakub Krejcik (14.), Jesse Puljujärvi (29.) und Topi Niemelä (51.) die Tore, für Skelleftea trafen Linus Lindström (18.,60.) und Jonathan Pudas (28., 36.). Im anschließenden Penaltyschiessen markierte schließlich Oulus Slowake Michal Kristof das entscheidende 5:4 und wurde anschließend von Mitspielern und Fans gefeiert.

Les Bruleurs de Grenoble – SC Bern 1:3 (1:1,0:1,0:1)

Das war tragisch für den Schweizer Meister. Sie mussten in Grenoble gewinnen und auf Schützenhilfe hoffen, wobei in Oulu beide Teams hätten gewinnen dürfen, es durfte nur keine Verlängerung geben und genau das passierte. Im Spiel zeigten sich die Berner uneingeschränkt schnörkellos, suchten sofort die Offensive, mussten allerdings in der fünften Minute das französische 1:0 durch den Amerikaner Dennis Kearney hinnehmen. Erst in der 16. Minute traf Tristan Scherwey im Powerplay zum Ausgleich. In der 33. Minute traf, erneut musste ein Überzahlspiel helfen, Andrew Ebbett zum Berner 2:1 und in der 48. Minute besiegelte Mark Arcobello den SCB Erfolg mit seinem Tor zum 3:1.

Gruppe H:

Cardiff Devils – Frölunda Indians 2:9 (0:1, 2:3, 0:5)

Vor der Begegnung hatten beide Mannschaften noch die Chance auf das Weiterkommen, am Ende hatten die spielerisch überlegenen Schweden ernst gemacht, haushoch gewonnen und damit unfreiwillig den spielfreien Tschechen aus Hradec Kralove mit ihrem Sieg das Weiterkommen ebenfalls vorab gesichert. Allerdings fiel das 2:9 fiel zu hoch aus, denn die kampfstarken Waliser hielten vierzig Minuten gut mit, ehe sie konditionell einbrachen. Das Torschussverhältnis sah dann am Ende auch moderat nur 36:24 für Göteborg aus. Die Tore der walisischen Teufel erzielten Blair Riley (21.) und Mark Richardson (37.) Die Tore des Titelverteidigers markierten Simon Hjalmarsson (7., 47.), Anders Grönlund (29.), Samuel Fagemo (34., 40., 44., 57.), Max Friberg (43.) und Rhett Rashkani (46.). Herausragend der Göteborger Samuel Fagemo mit vier Toren.

CHL PlayOffs

Dienstag 12.11.2019
Skellefteå AIK Skellefteå
- : -
Djurgårdens IF Stockholm
Färjestads BK Färjestad
- : -
Frölunda HC Frölunda
Tappara Tampere Tampere
- : -
EV Zug Zug
HK Junost Minsk Minsk
- : -
EHC Red Bull München München
HC Plzeň 1929 Plzeň
- : -
Lausanne HC Lausanne
Augsburger Panther Augsburg
- : -
EHC Biel Biel
SC Bern Bern
- : -
Luleå HF Luleå
Mittwoch 13.11.2019
Mountfield HK Hradec Králové
- : -
Adler Mannheim Mannheim
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