Adler Mannheim sorgen für Auftakt in der Champions Hockey League

Brent Raedeke präsentierte sich in guter Form. (Foto: dpa/picture alliance/City-Press)Brent Raedeke präsentierte sich in guter Form. (Foto: dpa/picture alliance/City-Press)
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HV 71 Jönköping — Adler Mannheim  1:4

Die Mannheimer Adler mussten in der Gruppe 4 der CHL gleich bei einem der Topfavoriten antreten, dem schwedischen Erstligisten HV 71 Jönköping. Wie stark die Schweden einzuschätzen sind, zeigt die Statistik. Die 26 Akteure haben zusammen über 4000 Spiele in der ersten Liga, 649 in der ersten finnischen Liga und 764 Spiele in der multinationalen russischen KHL absolviert. 2017 wurde HV 71, wie die Schweden kurz in ihrem Heimatland genannt werden, sensationell Meister, als man sich im Finale gegen Brynäs Gävle trotz eines 1:3-Rückstandes nicht aufgab und am Ende mit 4:3 siegreich blieb.

Und genau gegen diese Schweden gewannen die Adler Mannheim sensationell in der Kinnarps Arena mit 4:1. Bereits in der ersten Druckphase der Schweden gelang Brent Raedeke bereits in der siebten Minute nach Zuspiel von Plachta das überraschende 1:0. Der überragende Raedeke war es auch, der mit seinem Pass auf David Wolf und dessen 2:0 die Zuschauer zum Schweigen brachte. Richtig aufpassen mussten die Mannheimer erst in der 32. Minute, als Nachwuchstalent Kevin Stenlund für den Anschluss sorgte. Die Freude der Schweden sollte jedoch nur sechzig Sekunden anhalten. Dann war es der, neben Brent Raedeke, zweite starke Deutsche, der mit seiner Vorlage wieder Ruhe in die Aktionen der Kurpfälzer brachte. David Wolf schickte Ryan MacMurchy auf die Reise und dieser schoss das 3:1. Als wenige Sekunden nach Beginn zum dritten Drittel Matthias Plachta gar das 4:1 erzielte, war das Spiel entschieden. Zum ersten Mal in der Europapokalgeschichte schlechthin hatte ’kein“ aktueller deutscher Meister den aktuellen schwedischen Champion auswärts bezwungen.

Gruppe 2

Kalpa Kuopio — Malmö Redhawks   6:4

Der erste Tabellenführer nennt sich Kalpa Kuopio. Die Finnen kamen dabei erst nach einem 1:4 so richtig in Schwung. Vor allem der in Ontario geborene Finn-Kanadier Kai Kantola schlug erbarmungslos mit drei Toren zu. Dazu trafen noch Alex Lavoie und Eetu Luostarinen.

Stavanger Oilers — Kometa Brünn 1:2

Platz zwei nimmt der tschechische Meister ein, der in Norwegen viel zu tun bekam. Der Alt-Internationale Ondrej Nemec brachte in der 15. Minute Brünn in Führung. Der erst 22-jährige norwegische Goalgetter Markus Soberg schaffte in der 27. Minute den Ausgleich. Für die Entscheidung sorgte in der 48. Minute der Kanadier Alexandre Mallet.

Gruppe 5

Bili Tygri Liberec — Växjö Lakers HC  3:4

Auch wenn der Sieg beim tschechischen Erstligisten eine Topleistung war, die Schweden stehen nach dem ersten Spieltag nur auf Rang zwei. Dabei war der Start beeindruckend. Erik Josefsson und Adam Brodecki schossen Växjö schnell mit 2:0 in Führung. Die tschechische Antwort waren drei Tore in Folge. Martin Bakos, Jan Ordos und Dominik Lakatos schossen innerhalb von drei Minuten drei Tore. Jetzt schwammen die Schweden aber sie fielen nicht. Die konditionsstarken Skandinavier kamen durch Elias Petersson im dritten Drittel zum Ausgleich und Robert Rosen traf in der Verlängerung zum 4:3.

HC Davos — Cardiff Devils  10:1

Der erste Tabellenführer in der Gruppe 5 heißt HC Davos. Die Graubündner hatten lediglich im ersten Drittel mit den Walisern leichte Probleme. Du Bois und Egli trafen zum 2:0. Im zweiten Drittel erhöhten nacheinander Eggenberger, Wieser, Jorg, du Bois und Kousal auf 7:0. Nach Martins Ehrentreffer in der 41. Minute trafen noch Jung, Sciaroni und Nygren.

Gruppe 6

Mountfield HK Hradec Kralove — TPS Turku 5:1

Die Tschechen stehen zu Recht auf Platz eins nach dem ersten Spieltag. Tatsächlich waren die Finnen aus Turku chancenlos. Lukas Vopelka und Richard Jarusek trafen schnell zum 2:0. Nach dem torlosen zweiten Drittel erhöhten schließlich Petr Koukal und Lukas Vopelka auf 4:0. Lauri Pajuniemi durfte zwar mit dem ersten finnischen Tor glänzen aber für den Schlusspunkt sorgte Jaroslav Bednar.

SC Bern — Nottingham Panthers  5:2

Auch in der Gruppe 6 kam es zu einem Duell zwischen der Schweizer NLA und der britischen EIHL. Im Gegensatz zu Cardiff zeigten die Nottinghamer jedoch eine deutlich bessere Leistung. Auch in Bern stand es 2:0 nach dem ersten Drittel, wobei die Tore deutlich früher fielen. Bereits nach sechs Minuten hatte Simon Moser persönlich zu dieser Führung gesorgt. Joshua Shalla schoss in der 22. Minute den Anschluss, aber die Spannung hielt nur drei Minuten. Dann erzielte Gaetan Haas das 3:1. Noch im gleichen Drittel erhöhten Dario Meyer und Alain Berger auf 5:1. Den letzten Treffer markierte erneut Joshua Shalla, der der mit Abstand beste Brite war.

Gruppe 8

Frölunda Indians — Zürcher SC  5:4

Der Titelverteidiger aus Göteborg steht auf Platz zwei, hatte aber echte Probleme mit den Zürchern. Die Schweizer starteten beeindruckend. Fredrik Pettersson und Inti Pestoni erzielte das 2:0. Victor Olofsson schoss das 1:2, aber Fabrice Herzog erhöhte auf 3:1. Im dritten Drittel trafen Victor Olofsson und Matt Donovan zum 3:3. Nach sechzig Minuten stand es 4:4 und erst in der Verlängerung konnten die Schweden den entscheidenden Treffer nachlegen.

Rapaces de Gap — Klagenfurter AC  3:6

Der erste Tabellenführer in dieser Gruppe ist das EBEL-Mitglied Klagenfurt. Bereits im ersten Drittel stand der Sieg der Österreicher fest. Thomas Koch, Matthew Neal (2) und Manuel Ganahl trafen für die Gäste, während die Gastgeber durch Dimitri Thillet nur ein Erfolgserlebnis verbuchen konnten. Der gleiche Akteur erzielte im Mitteldrittel das 2:4 und Eric Scheid traf zum 3:4. Spannend blieb es daraufhin genau 22 Minuten, dann markierten David Fischer und Julian Talbot zwei Tore zum Endstand.


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