Adler besiegen Ocelari TrinecMannheim bleibt im CHL-Rennen

Die Adler Mannheim setzen sich gegen Ocelari Trinec durch. (Foto: dpa)Die Adler Mannheim setzen sich gegen Ocelari Trinec durch. (Foto: dpa)
Lesedauer: ca. 6 Minuten

Gruppe 2

Kometa Brünn — Kalpa Kuopio  3:2

Durch diesen Erfolg hat der tschechische Meister einen großen Schritt in Richtung Viertelfinale gemacht. Jetzt grüßt Brünn mit acht Punkten von der Tabellenspitze, kann sich mit vier Punkten Vorsprung auf Rang drei leicht gemütlich zurücklehnen. Allerdings bedurfte es einer Energieleistung, um die Punkte einzukassieren. Bereits nach zwei Minuten führte der Gast durch Konsta Makinen. Dann glich Vojtech Nemec aus. Der Ungar Balazs Sebok brachte im zweiten Drittel Kuopio wieder in Führung. Der Ausgleich von Lukas Nahodil fiel fünf Minuten vor Schluss. Der Siegestreffer von Kometa fiel schließlich in der Verlängerung.

Malmö Redhawks — Stavanger Oilers  2:1

Auf Platz zwei nach dem heutigen Spieltag steht Malmö mit sechs Punkten, aber auch die Schweden mussten brutal in die Tasten hauen, um sich die drei Punkte zu sichern. Der norwegische Meister ging durch den Kanadier Harrison Reed im ersten Drittel in Führung. Zwar gelang schon früh im zweiten Drittel der Ausgleich, markiert von Frederik Storm, aber dann gab es im norwegischen Verteidigungsdrittel keine Sturmwarnung mehr. Erst ganze drei Minuten vor Schluss brach der Gästebeton und Robert Alvarez traf zum umjubelten 2:1.

Gruppe 3

Vienna Capitals — JYP Jyvaskylä 1:3

Auch die mit acht Kanadiern und drei Amerikanern angetretenen Österreicher brachten es nicht fertig, Jyvaskylä in die Enge zu treiben. Die Finnen traten mit nur zwei Ausländern an, der Rest ist rein finnischer Natur und die Skandinavier zeigten mit perfektem Defensivspiel, dass ihnen nur schwer beizukommen ist. Nachwuchstalent Henri Kanninen schaffte das 1:0, Juuso Pusstinen erhöhte auf 2:0 und Juha-Pekka Hytonen vier Minuten vor Schluss auf 3:0. Eine Unachtsamkeit in der JYP-Defensive vermasselte Schlussmann Laurikainen den Shutout und so durfte sich Sascha Bauer freuen, der einen Pass von Grosslerchler zum 1:3 nutzte.

EV Zug — Neman Grodno  3:2

Nach dem Auswärtssieg in Grodno konnten die Schweizer auch das Rückspiel gewinnen, aber auch das war eine schwere Aktion. Die Weißrussen, jetzt auf Platz drei liegend, gingen durch Artyom Levsha in Führung. Zugs Neuzugang Garrett Roe, 2014/15 auch in München aktiv, traf zum Ausgleich aber die Weißrussen antworteten postwendend mit der erneuten Führung. Diesmal war Vyacheslav Lisichkin der Torschütze. Als der Alt-Internationale Raphael Diaz noch vor der zweiten Sirene den Ausgleich besorgten, schien sich alles zu einem Zuger Erfolg zu wenden, aber die leidenschaftlich kämpfenden Mannen aus Grodno erzwangen letztendlich das Penaltyschiessen, wo sie sich schließlich geschlagen geben mussten. Damit führt nach drei Spieltagen mit der maximalen Punktzahl (9) Jyvaskylä vor Zug (5), Wien (3) und Grodno (1).

Gruppe 4

Esbjerg Energy — HV 71 Jönköping  2:7

Im geografischen Sinn liegen beide Städte, für europäische Eishockeyverhältnisse gesehen, mit 600 Kilometern Entfernung relativ nahe beieinander. Im sportlichen Bereich sind es Welten. Die Schweden starteten gemächlich, gingen durch Martin Thornberg in Führung und beließen es beim 1:0 bis zur ersten Pause. Jonköpings Headcoach Johan Lindbom war jedoch mit dem Resultat nicht sehr ’amused“ und brachte dies auch ziemlich deutlich zum Ausdruck. Das Ergebnis dürfte ihn erfreut haben, denn sieben Minuten nach Wiederbeginn stand es 4:0. Kevin Stenlund, Erik Andersson und Victor Ejdsell hatten für den höheren Zwischenstand gesorgt. Dann durfte Colin Vock, 31-jähriger Neuzugang von Esbjerg von Frederikshavn, den Ehrentreffer erzielen, dem er später noch ein weiteres Tor zum 2:7 folgen ließ. Zwischenzeitlich erhöhten Bill Sweatt, Sebastian Wannstrom und David Ullstrom auf 7:1.

Adler Mannheim — HC Ocelari Trinec  6:2

Ein Schnellstart der Gastgeber vermasselte den Gästen die Hoffnung auf einen Teilerfolg. Bereits nach 60 Sekunden gelang Ryan MacMurchy das 1:0, dem wenige Minuten später Matthias Plachta das 2:0 folgen ließ. Der gleiche Akteur erhöhte noch vor der ersten Drittelpause gar auf 3:0. Mathieu Carle traf ziemlich zur Halbzeit der Partie zum 4:0. Dann kamen die Gäste zu ihrem Recht. Erst traf Vladimir Dravecky zum 4:1, dann Jiri Polansky gar zum 4:2. Jetzt hätte es noch einmal spannend werden können, aber Chad Kolarik schoss nur zwei Minuten nach dem zweiten tschechischen Tor das 5:2 und entschied damit die Partie. Auftakttorschütze MacMurchy war es dann auch vorbehalten, mit dem 6:2 für den Endstand zu sorgen. Damit führt Mannheim vor Trinec und HV 71, alle mit sechs Punkten. Letzter ist Esbjerg, das noch auf den ersten Punkt wartet.

Gruppe 5

Växjö Lakers HC — HC Davos 5:3

Im Hinspiel haderten die Schweizer mit der schwachen Chancenauswertung. Jetzt, in Växjö, traf die Offensive, während die Defensive schwächelte. Den Torauftakt markierte dann auch noch ein Schwede in Davoser Diensten. Magnus Nygren traf schnell zum 0:1. Adam Brodecki und Nils Carnback drehten das Ergebnis, aber als der Amerikaner Broc Little in der 34. Minute gar das 2:2 schoss, da schien eine Überraschung möglich. Ein schwedischer Doppelschlag, kurz vor und nach der Pause, entschied dann die Begegnung. Joel Persson und Arvid Lundberg trafen zum 4:2. Dario Simion machte es in der 54. Minute noch einmal kurzfristig spannend aber nur für 80 Sekunden. Dann machte Janne Pesonen, einer von zwei Finnen im Team von Växjö, mit dem 5:3 alles klar.

Cardiff Devils — Bili Tygri Liberec  3:7

Die Waliser, die mit Callum Buglass und Matthew Myers ganze zwei Einheimische, dafür aber mit 15 Kanadiern antreten, gaben trotz der Niederlage eine gute Figur ab. Im Gegenteil, nach fünf Minuten schien eine Sensation möglich, als der Außenseiter durch Matthew Myers und Patrick Asselin gar mit 2:0 in Führung ging. Drei Tore der Tschechen, erzielt von Jan Ordos, Jan Stransky und Martin Bakos drehten das Ergebnis aber ncoh reichte die walisische Kraft für den Ausgleich. Layne Ulmer, 2007/08 mal in Frankfurt tätig, traf zum 3:3. Jetzt hatten die weißen Tiger aus Liberec endgültig die Faxen dicke, erhöhten das Tempo und jetzt kamen die Gastgeber nicht mehr mit. Filip Pyrochta, Martin Bakos, Jan Ordos und noch einmal Bakos trafen viermal in Folge zum 3:7. Damit führt Växjö die Gruppe mit acht Punkten an. Zweiter ist Liberec mit sieben Punkten. Auf Rang Drei folgt Davos mit drei Punkten, Letzter sind die punktlosen Waliser.

Gruppe 6

TPS Turku — SC Bern   3:1

Wer das Ergebnis liest, wird nicht überrascht sein, wer von der Konstellation vor dem Spiel wusste, schon. Da traf heute nämlich der Tabellenletzte aus Finnland auf den Tabellenführer. Also musste Turku gewinnen, wollte es nicht vorzeitig ausscheiden. Wie nervös die Finnen in die Begegnung gingen, zeigt das erste Tor. Andrew Ebbett traf für Bern und dann zogen sich die Schweizer Hauptstädter zurück, spielten extrem skandinavisch und ließen Turku kaum zu Chancen kommen. Erst im dritten Drittel schwanden die Gäste leicht die Kräfte und das nutzten die Gastgeber. In den letzten zehn Minuten trafen Eric Perrin, Jonne Virtanen und Tomi Kallio zum 3:1.

Nottingham Panthers — HC Mountfield Hradec Kralove 4:3

Das Überraschungsteam der diesjährigen CHL-Runde macht so weiter, wie es letzte Woche aufgehört hat. Zum zweiten Male innerhalb von nur einer Woche wurde das tschechische Team aus Hradec Kralove bezwungen, diesmal mit 4:3 und da sich der SC Bern ebenfalls gut schlägt, sieht es ganz danach aus, als wenn einer der Gruppenfavoriten in der ersten Runde die Segel streichen muss. Die Briten zeigten in der heutigen Begegnung eine topfitte und vor allem psychisch starke Leistung, ließen sich nicht aus der Defensive locken und blieben auch entspannt, als es nach dreißig Minuten noch 0:0 stand. Dann brach Yann Sauve den Bann mit dem 1:0. Wenige Minuten später glich Tomas Zigo aus. Zwei Doppelschläge ließen das Publikum im dritten Drittel kaum zu Atem kommen. Erst trafen David Clarke und Evan Mosey zum 2:1 und 3:1, dann glichen Filip Jirasek und Filip Pavlik aus. Die Entscheidung fiel bereits nach wenigen Sekunden in der Verlängerung. Yann Sauve, bereits Torschütze zum 1:0, traf zum 4:3. Damit führt Bern (6) die Gruppe vor Nottingham (5) an. Dritter ist Hradec Kralove (4) und Vierter TPS Turku (3).


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