0:0! Red Bull München beißt sich im Bruderkampf die Zähne ausFrölunda Indians legen gegen Pilsen vor

Dicht gemacht! Im Red-Bull-Duell zwischen München und Salzburg fielen keine Tore. (Foto: GEPA pictures/Andreas Pranter)Dicht gemacht! Im Red-Bull-Duell zwischen München und Salzburg fielen keine Tore. (Foto: GEPA pictures/Andreas Pranter)
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Die zweite Partie des Tages ging relativ klar mit 6:3 an die Frölunda Indians. Trotz einer One-Man-Show des Pilsener Kanadiers Conor Allen mit drei Toren zeigten sich die Schweden torhungriger, werden aber sicherlich in der kommenden Woche beim Rückspiel diesen Vorsprung brauchen.

Die erste Rückspielpartie findet am Dienstag, 15. Januar, in Pilsen statt, die zweite Partie am Mittwoch um 20.20 Uhr in Salzburg.

Red Bull München – Red Bull Salzburg 0:0 (0:0, 0:0, 0:0)

Für die Organisatoren der Champions Hockey League war es ein Festschmaus, denn die Münchner Zuschauer würdigten das Spiel als das, was es war. Ein Halbfinale zweier europäischer Topteams, die dazu noch beiden den gleichen Hauptsponsor haben. 6142 Zuschauer, damit ausverkauft, und diese Fans sahen zwar ein äußerst intensives, aber mehr als torarmes Spiel. Im Gegenteil, es wurde ein neuer CHL-Rekord aufgestellt, denn 0:0 war bisher noch nie ein Spiel in der CHL-Historie ausgegangen. Im ersten Drittel konnte sich keine der Mannschaften optisch absetzen. Die Österreicher praktizierten erfolgreich ein starkes Forechecking, mit dem die Münchner nicht zurechtkamen. Das gleiche Spielchen in den zweiten 20 Minuten. Einziger Unterschied: Die Münchner hatten ein bis zwei starken Phasen mehr als die Salzburger, aber bereits in dieser Phase zeigte sich, dass beide Mannschaften über bestens funktionierende Defensive mit herausragenden Keepern verfügen. Salzburgs Kanadier Steve Michalek und Münchens Danny aus den Birken zeigten exzellente Leistungen und hatten sich nach den ersten 40 Minuten die Null wirklich verdient. Im letzten Drittel griff der Deutsche Meister noch einmal mit aller Macht an, während den Gästen langsam die Kräfte ausgingen. Aber trotz Überlegenheit gelang es den Münchnern nicht, wenigstens ein Tor zu erzielen, um mit einem Vorsprung in einer Woche in das nahe Salzburg zu fahren. Somit endete die Begegnung 0:0, ging in die Annalen ein und nächste Woche kommt es in Salzburg zum endgültigen Showdown.


Frölunda Indians – HC Skoda Pilsen 6:3 (2:1, 3:1, 1:1)

Nach den reinen Zahlen gewertet war das Spiel eine relativ klare Angelegenheit für den schwedischen Meister von 2016, aber dem war nicht so. Am Ende stand es, bei den Torschüssen, gar 27:26 für Pilsen, so dass man davon ausgehen kann, dass der eingesetzte schwedische Keeper Johan Gustafsson einen Hauch sicherer agierte als sein Gegenüber Dmitri Milchakov. Vor nur 2978 Zuschauern, eine Ohrfeige für den Veranstalter, denn in die Göteborger Halle passen über 12.000 sahen einen relativ stürmischen Beginn ihrer Mannschaft, die mit dem 1:0 durch Joel Mustonen in der sechsten Minute belohnt wurde. Der Iran-Kanadier Rhett Rakschani erhöhte in der zwölften Minute im Powerplay mit 2:0 und brachte die Schweden frühzeitig auf die Gewinnerstraße, auch wenn diese in der 19. Minute das 2:1 hinnehmen mussten. Und dieses Tor war sehenswert, denn Göteborgs Kanadier Genoway verlor im Powerplay den Puck an den Tschechen Kodytek, dieser leitete die Scheibe im Fallen weiter an Conor Allen und dieser ließ sich nicht mehr verfolgen und überwand den schwedischen Torhüter mit einem Shorthander. Der gleiche Kanadier in tschechischen Diensten, in der letzten Saison übrigens für drei Spiele beim DEL-Club Grizzlys Wolfsburg unter Vertrag, traf gleich in der 22. Minute zum 2:2-Ausgleich und jetzt wackelte kurzfristig das Team von Göteborg. Das Zittern dauerte jedoch nur sechs Minuten, dann führten die Schweden wieder. Ryan Lasch drückte nach einem Carlsson-Schuss die Scheibe über die Linie und die jetzt sich in Fahrt befindlichen Schweden setzten erfolgreich nach. Bereits in der 30. Minute knallte Anders Grönlund von der blauen Linie das Spielgerät in die Maschen. Keeper Milchakov hatte keine Chance und wiederum zwei Minuten später scheiterte erst Stalberg an Milchakov aber im Nachschuss war Simon Hjalmarsson erfolgreich. Mit dem 6:2 in der 48. Minute durch Rakschani war das Spiel endgültig entschieden, aber den Schlusspunkt setzten die Tschechen mit dem dritten Tagestor von Conor Allen in der 51. Minute. 

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