Busunfall in Kanada: 14 Eishockey-Talente der Humboldt Broncos tot Juniors-Team verunglückte bei einem Zusammenprall mit einem Sattelschlepper

Die Rettungskräfte sperrten nach dem Unfall den Highway. (picture alliance/empics)Die Rettungskräfte sperrten nach dem Unfall den Highway. (picture alliance/empics)
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Es gibt Dinge, die einen einfach nur sprachlos machen. Ein furchtbares Ende hat die Busreise eines jungen kanadischen Eishockeyteams zum nächsten Spiel genommen. Mindestens 14 Menschen sollen beim Zusammenstoß des Mannschaftsbusses mit einem Lastwagen nahe der Stadt Tisdale in der Provinz Saskatchewan ums Leben gekommen sein. 14 weitere davon wurden verletzt. Drei davon lebensgefährlich. An Bord des Busses war das Juniorteam Humboldt Broncos. Ein unfassbare Tragödie, die der Klub auf seiner Homepage bestätigte. „Unsere Organisation hat ein unfassbares Unglück erlebt. Auf dem Weg nach Nipawin hatte der Autobus einen Unfall, der Tote und zahlreiche Verletzte nach sich zog.“

Junge Menschen, die noch ihr ganzes Leben vor sich hatten. Das Team besteht aus 24 Spielern aus Kanada im Alter zwischen 16 und 21 Jahren. Sie waren auf dem Weg zum 5. Play-off-Halbfinale der Saskatchewan Junior Hockey League (SJHL) gegen die Nipawin Hawks.

Der Unfall ereignete sich um 17 Uhr (Ortszeit) ungefähr 28 Kilometer nördlich der Ortschaft Tisdale. An Bord des Busses befanden sich insgesamt 28 Personen, inklusive des Busfahrers. Details zu den Opfern nannte die Polizei nicht. „Unsere Bronco-Familie befindet sich im Schockzustand. Unsere Gebete sind mit den Angehörigen, den Athleten und allen Mitarbeitern, die von dieser schrecklichen Tragödie betroffen sind“, erklärte der Präsident des Eishockeyteams, Kevin Garinger, in einer Mitteilung. Die Spieler des Teams kamen aun aus Edmonton, Slave Lake, Airdrie in Alberta, aus Saskatchewan und Manitoba. „Dieses Team war ein unglaublicher Stein in dieser Gemeinschaft. Diese jungen Athleten. Sie sind unglaubliche junge Männer, jeder von ihnen“, sagte Garinger.

Wie und warum es zu dem Unglück kam, blieb zunächst unklar. „Es ist einer der härtesten Tage meines Lebens“, sagte Garinger.  Darren Opp, Präsident des gegnerischen Teams, erklärte: „Was für ein schrecklicher Unfall. Unser Team sitzt in der Kirche und hofft auf gute Nachrichten. Es ist schrecklich, absolut schrecklich.“ Pastor Jordan Gadsby von der Apostolischen Kirche in Nipawin sagte, mehr als hundert Menschen hätten sich in der Kirche versammelt - einschließlich der Eltern und Großeltern der Spieler, die im Bus waren.  „Viele von ihnen warten auf Informationen“, sagte er, „einige der Familien haben Informationen bekommen und sind zu ihren Kindern gegangen. Einige von ihnen warten darauf, zu hören, ob ihre Kinder am Leben sind.“ 

Ganz Kanada ist in Schockstarre. Kanadas Premierminister Justin Trudeau drückte auf Twitter seine Anteilnahme aus: „Ich kann mir nicht vorstellen, was die Eltern durchmachen."

Die SJHL ist ein Sprungbrett für Talente, um später für eine College-Mannschaft in Nordamerika zu spielen. Nicht wenige davon schaffen sogar den direkten Sprung in die NHL.

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