1:6-Niederlage des DEB-Teams zum Jahresabschluss gegen FinnlandFrauen-Nationalmannschaft

Marie Delarbre erzielte den einzigen Treffer der deutschen Mannschaft gegen Finnland. (Foto: dpa/picture alliance/nordphoto)Marie Delarbre erzielte den einzigen Treffer der deutschen Mannschaft gegen Finnland. (Foto: dpa/picture alliance/nordphoto)
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Die deutsche Mannschaft hatte nach knapp einer Minute bereits die erste Großchance. Marie Delarbre scheiterte aber am langen Eck an Meeri Raisanen im finnischen Tor. Auf der anderen Seite hielt Franziska Albl mehrmals glänzend gegen einschussbereite Finninnen. In der vierten Spielminuten war sie dann allerdings machtlos, als Venla Hovi einen Pass von Petra Nieminen zum 1:0 für Finnland einschob. Auch im Anschluss machte Finnland weiter Druck und erzielte in der sechsten Minute das 2:0. Minnamari Tuominen traf im Nachfassen nach vorausgegangener Schlägerabwehr von Albl. Zehn Minuten waren gespielt da nahm Deutschland die erste Strafe. Es dauerte nur 25 Sekunden bis zum dritten Treffer der Finninnen. Erst hielt Albl stark gegen Saana Valkama, gegen den Nachschuss von Ronja Savolainen war dann aber nichts zu machen. Auf der Gegenseite lief Emily Nix acht Minuten vor der Pause über außen zum Tor, doch für den Nachschuss, den Raisanen dankbar in die Mitte abprallen ließ, war niemand mitgelaufen. Die deutsche Mannschaft lieferte weiter einen harten Kampf und hatte durch Marie Delarbre in der 18. Minute eine gute Chance. Sie hielt in den Schuss von Kerstin Spielberger einfach den Schläger rein, Raisanen machte das Bein jedoch lang und verhinderte so den deutschen Anschlusstreffer. Fünfundvierzig Sekunden vor Drittelende hatte Emily Nix den ersten deutschen Treffer auf dem Schläger, als sie alleine auf Raisanen zulief. Doch ihr Schuss auf die Stockhandseite landete am Oberarm der gegnerischen Torhüterin. Finnland nutzte auf der anderen Seite fünf Sekunden vor der Sirene ihre letzte Möglichkeit zum Schuss, Ronja Savolainen erzielte per Schlagschuss von der blauen Linie den 4:0-Drittelendstand.

Das zweite Drittel begann wie das erste aufgehört hatte. Die Finninnen waren weiter im Vorwärtsgang und das deutsche Team hatte in Franziska Albl einen guten Rückhalt. Zweieinhalb Minuten nach Wiederbeginn erzielte die deutsche Mannschaft dann den 1:4-Anschlusstreffer im Powerplay. Laura Kluge schoss, Raisanen werte zur Seite ab, wo Marie Delarbre stand und am kurzen Pfosten einschob. Nur wenige Augenblicke eine erneute Strafe gegen die Gastgeberinnen wegen zu vieler Spieler auf dem Eis. Doch die deutsche Mannschaft schaffte es nicht in die Formation zu kommen, zu druckvoll war das finnische Unterzahlspiel. Das Geschehen spielte sich in der Folge zwar die meiste Zeit im deutschen Drittel ab, doch viele Schüsse kamen aufgrund einer guten deutschen Defensivarbeit und vieler Blockversuche nicht am Tor an. Knapp fünf Minute vor der zweiten Pause dann eine Strafe gegen die deutsche Mannschaft. Gleich zu Beginn der Unterzahlsituation liefen Celina Haider und Marie Delarbre einen 2:1-Konter. Der Pass von Haider auf Delarbre kam zwar an, doch diese scheiterte trotz Schuss gegen die Laufrichtung an Raisanen. Die Finninnen kamen danach zwar in ihre Aufstellung, doch die deutsche Mannschaft blockte Schüsse und lieferte einen großen Kampf. Gerade wieder komplett musste das deutsche Team dann neunundfünfzig Sekunden vor der Pausensirene doch noch ein Tor hinnehmen. Michelle Karvinen versuchte es im ersten Anlauf, doch Albl war auf dem Posten. Den Nachschuss von Minnamari Tuominen musste sie dann allerdings zum 5:1-Pausenstand passieren lassen.

Finnland kam erneut mit viel Druck aus der Kabine. Die deutsche Mannschaft hielt gut dagegen. Nach knapp fünf Minuten im letzten Drittel erzielten die Gastgeberinnen dann das 1:6. Emmi Rakkolainen traf im Nachschuss für Finnland. Anderthalb Minuten später wurde Emily Nix auf der anderen Seite erst in letzter Sekunde am Schlagschuss gehindert, sie stand völlig frei vor Raisanen. Finnland war zwar auch weiterhin die spielbestimmende Mannschaft, doch die deutsche Abwehr arbeitete gut und blockte viele Schüsse weg. Knapp zweieinhalb Minuten vor dem Schluss liefen Laura Kluge und Kerstin Spielberger gegen eine finnische Verteidigerin. Den Querpass von Kluge konnte Spielberger aber leider nicht verwerten. So blieb es beim 6:1 für Finnland.

Frauen-Bundestrainer Benjamin Hinterstocker: „Gegen eine starke finnische Mannschaft haben unsere Nationalspielerinnen bis zur 60. Minute Leistung gezeigt. Wir bedanken uns bei allen, die uns in diesem Jahr unterstützt haben. Der Mannschaft wünsche ich für die Zukunft nur das Beste.“

Deutschland: Albl (Schröder) – Botthof, Rothemund; Amort, Delarbre, Spielberger (A)– T. Eisenschmid, Gleissner; Lanzl (A), Kluge, Nix – Fiegert, Strobel; N. Eisenschmid, Karpf, Bartsch – Düsterhöft, Sabus; Bär, Haider, Kamenik (C).

Tore: 0:1 Venla Hovi (3:01); 0:2 Minnamari Tuominen (05:19); 0:3 Ronja Savolainen (10:28/PP1); 0:4 Ronja Savolainen (19:55); 1:4 Marie Delarbre (22:39/PP1); 1:5 Minnamari Tuominen (39:01); 1:6 Emmi Rakkolainen (44:59). Strafminuten: Deutschland 4, Finnland 4.

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