Zweistellig gewonnen – und zweistellig verloren

Zweistellig gewonnen – und zweistellig verlorenZweistellig gewonnen – und zweistellig verloren
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Das Spiel in der Rollsporthalle Harpen in Bochum war zunächst ausgeglichen. Die Bären gingen in der achten Minute durch Marcel Noebels in Führung. Kurz darauf ging es Schlag auf Schlag, Ausgleich für Bochum, erneute Führung durch Noebels, wieder Ausgleich Bochum und dann zum Erstaunen aller die Führung für die Gastgeber. Doch diese konnte Krefeld noch vor der Pause zum 3:3 ausgleichen.

Im zweiten Drittel ging es nur noch Richtung Bochumer Tor. Diese machten sich mit vier Strafzeiten das Leben selber schwer, denn die Bears nutzten jede Überzahl gnadenlos aus. Mit sieben Treffern, dreimal Dennis Kobe und je einmal Wasja Steinborn, Jan van der Sand, Dennis Holthausen und erneut Noebels zogen die Skating Bears auf 10:3 davon.

Im dritten Drittel ließen es die Krefelder lockerer angehen, erhöhten durch Nikolas Neutzer auf 11:3, kassierten zwei Gegentreffer, legten aber kurz darauf durch Kobes vierten Treffer das 12:5 nach. In der letzten Minute erzielte Bochum noch einmal eine kurzzeitige Ergebniskosmetik zum 12:6, ehe van der Sand zum 13:6 Endstand einnetzte. Coach Harald Holthausen war mit der geschlossenen Mannschaftsleistung sehr zufrieden.

Gegen Mo Buffalos Berlin, die am Samstag nur 3:5 den Duisburg Ducks unterlegen waren, starteten die Skating Bears druckvoll und erarbeiteten sich schnell gute Chancen und gingen nach fünf Minuten durch Wasja Steinborn in Führung. Berlin spielte aber gut mit so dass sich ein rassiges Offensivspiel entwickelte. Die Bären hatten aber den stärkeren Zug zum Tor. Ein erneut schöner Pass von Nikolas Neutzer in die Kelle von Steinborn, der eiskalt einnetzte. In der 15. Minute nutzte Berlin die erste Überzahlsituation zum Anschlusstreffer. Nur 90 Sekunden später der nicht ganz überraschende Ausgleich für Berlin. Krefeld war zu der Phase etwas passiv. Die Bären versuchten den Druck zu erhöhen und kassierten mit einem Konter nur eine Minute später gar das 2:3. Beide Tore erzielte Eishockey-Nationalspieler Marcel Müller.

Das zweite Drittel begann in Überzahl für die Gäste. Die Strafe war gerade abgelaufen, die Bären noch nicht neu sortiert, als Berlins Topscorer Fiedler zum 2:4  einnetzte. Die Bären zeigten sich keineswegs geschockt,  bekamen das Spiel sofort wieder in den und verkürzten durch Dennis Holthausen auf 3:4. Ein kapitaler Abwehrfehler führte dann zum 3:5. Fiedler stand frei vor Kramer und ließ dem CSC-Goalie keine Chance. Nun fehlte den Skating Bears für einige Minuten das Konzept. Marcel Noebels sorgte mit einem Schuss in den langen Winkel nach schönem Solo für das 4:5. Müller war es der die Passivität in der Defense der Gastgeber ausnutzte, einen tollen Pass auf einen heraneilenden Mitspieler spielte, der ungehindert zum 4:6 vollstrecken konnte. Die Bären waren bemüht, aber ohne Linie. So nutzte erneut Müller ein Solo zum 4:7. Der Crefelder SC mit viel Pech im Abschluss.

Im dritten Drittel spielten die Buffalos auf Ergebnis halten, machten hinten die Räume eng und spielten deutlich rustikaler verlegten sich auf Konterspiel. Die vierte Strafe für die Skating Bears nutzten die Berliner Gäste durch Müller eine Sekunde vor Ablauf zum 4:8. Dass hier heute kein Blumentopf für Krefeld zu gewinnen war zeigte sich kurz darauf. Mit einem Konter scheiterte Dennis Kobe am starken Büffel-Torwart, im Gegenzug dann die Spielentscheidung zum 4:9. Und kam es noch dicker, das 4:10 in der 14. Minute. Für ein wenig Ergebniskosmetik sorgte 100 Sekunden vor Schluss Jens Meinhardt zum 5:10. Die Skating Bears fanden nach dem Ausgleich im ersten Drittel nicht zurück ins Spiel, möglich, dass nach den Siegen gegen Essen, Iserlohn und Bochum die Kraft und folglich auch die Konzentration weg war. Die Bären stehen trotz der Niederlage weiter auf dem vierten Platz, der zum direkten Verbleib in der ersten Bundesliga 2012 qualifiziert.