Zwei Spieler weg - einer neu

Chiefs unterliegen Angstgegner KölnChiefs unterliegen Angstgegner Köln
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Die Skaterhockey-Bundesligamannschaft der Uedesheim Chiefs steht vor einem Mammut-Programm. Vier Spiele stehen in den nächsten acht Tagen auf dem Programm. Los geht es am kommenden Wochenende mit einer Tour in den Süden. Am Samstag (26. April, 18 Uhr) tritt man beim TV Augsburg an, einen Tag später (27. April, 16 Uhr) ist man bei den Hotdogs in Bräunlingen zu Gast.

Trainer Peter Schrills hofft, dass sich sein Team nicht vom Personalkarussell beeinflussen lässt, in welches die Chiefs zuletzt hineingeraten sind. Topscorer Marcel Handrich wollte unbedingt nach Duisburg, und auch Verteidiger Patrick Kalinowski hat dem Team den Rücken zugewendet. „Schade, dass ein solcher Umbruch in dieser Phase der Saison kommt“, so Schrills, der in Sebastian Leverenz immerhin schnell einen Ersatz für Handrich präsentieren konnte. Der Stürmer, der bislang nur auf dem Eis aktiv war, dort unter anderem für die Jungadler Mannheim, die Ratinger Ice Aliens und die Düsseldorfer EG, konnte sich in kurzer Zeit an die neuen Gegebenheiten gewöhnen und wird am Samstag sein Debüt geben. Schrills: „Ich bin überzeugt, dass uns Sebastian weiterbringt. Er ist taktisch und läuferisch stark und hat sich mit Ball und Skates schnell angefreundet.“

Was die weiteren Personalien für das Wochenende angeht, müssen die Chiefs in beiden Spielen auf André Ringl (Examensprüfung) und Backup-Goalie Thomas Nilgen (Finger gebrochen) verzichten. Da auch Nilgens Ersatzmann Martin Mannheim nicht zur Verfügung steht, wird zumindest für den Samstag Olli Schlömer aus der zweiten Mannschaft zur Verfügung stehen. Findet die „Zweite“ für ihr Spiel am Sonntag einen Ersatz, steht Schlömer auch in Bräunlingen auf dem Spielberichtsbogen. Andernfalls muss Olli Derigs am Sonntag ohne Backup auskommen.

Benni Aumann wird dagegen auf jeden Fall nur am Samstag spielen können und dann für das Juniorenspiel am Sonntag wieder nach Hause reisen. Stürmer Dave Leverenz fehlt am Samstag letztmals gesperrt und brennt darauf, am Sonntag in Bräunlingen erstmals wieder mitwirken zu dürfen. Ein Fragezeichen steht hinter dem erkrankten Sebastian Klerings, der wegen einer Erkältung seit einer Woche nicht mehr trainieren konnte. Wenn er das Abschlusstraining am Donnerstag absolvieren kann, wird er am Wochenende ebenso auf die Zähne beißen wie Paddy Komor, dessen Hand noch nicht ganz wieder hergestellt ist, der aber auf jeden Fall spielen wird.

Die drei Reihen der Chiefs werden alles dafür geben, um alle vier Punkte mit nach Hause zu bringen. In Augsburg wird man versuchen, den TVA endlich mal wieder zu besiegen. Ein Unterfangen, dass den Chiefs seit der Saison 2005 nicht mehr geglückt ist – weder zu Hause, wo man sich in den letzten vier Jahren immer mit einem Remis trennte, noch auswärts, wo es in 2006 und 2007 jeweils deftige Packungen gab. Chiefs-Coach Peter Schrills rechnet sich dennoch gute Chancen auf beide Punkte in der Fuggerstadt aus: „Das, was ich am Samstag in Düsseldorf gesehen habe (Augsburg siegte mit 2:1 bei den Rams), war nicht so stark wie ich es erwartet hätte. Wenn wir es defensiv und konzentriert angehen, ist auf jeden Fall was drin.“ Aktuell stehen die Augsburger mit 8 Punkten aus 5 Spielen auf dem zweiten Tabellenplatz und sind wie schon im letzten Jahr ein harter Konkurrent um einen Platz in den Play-offs. Ein Sieg im direkten Duell würde den Chiefs sicherlich reichlich Motivation für die kommenden Aufgaben bescheren.

Denn gleich am nächsten Tag geht die Reise weiter nach Bräunlingen. Die Hotdogs konnten am letzten Wochenende ihren ersten Sieg einfahren (4:3 in Heilbronn), gingen aber auch schon in drei Spielen als Verlierer vom Feld. Zu Hause unterlag man Augsburg (1:9) und Langenfeld (3:7). Im letzten Jahr konnten die Chiefs beide Spiele gegen die Hotdogs deutlich gewinnen (H 12:2 / A 7:1), in 2006 kassierte man allerdings eine bittere 3:4-Niederlage in Bräunlingen. Dies gilt es, in diesem Jahr zu verhindern.

Wenn die Chiefs dann am späten Sonntagabend wieder zu Hause angekommen sind, bleibt eine Trainingseinheit, um sich auf zwei ganz dicke Brocken vorzubereiten. Am 1. Mai (19 Uhr) steht das erste Pokalspiel des Jahres auf dem Programm. Hier tritt man beim amtierenden Pokalsieger in Duisburg an. Und nur drei Tage später (4. Mai, 16 Uhr) ist mit dem HC Köln-West der Deutsche Meister zu Gast im „Chiefs Garden“.