Zwei Minuten vor Schluss war doch noch nicht endgültig SchlussCrash Eagles Kaarst

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Vor knapp drei Wochen hat der Verband ISHD dem Wunsch der Erstligisten Rechnung getragen, die 1. Liga weiterhin mit zwölf Mannschaften zu bestücken. Ein früherer gemeinsam gefasster Beschluss, die Liga innerhalb von zwei Jahren auf zehn Mannschaften zu beschränken, hatte doch für viel Unbehagen unterhalb der Erstligisten gesorgt. Dadurch waren der Crefelder SC und die Crash Eagles abgestiegen. Es entfielen somit auch die Relegationsspiele der beiden Meister der 2. Liga Düsseldorf Rams und Berlin Buffalos, die somit als Aufsteiger feststanden.

Am Donnerstag zog der IHC Atting seine Meldung für die 1. Liga zurück. Wirtschaftliche Gründe überwogen die sportlichen Aspekte. Eine kluge Entscheidung des dortigen Vorstands, der den Gesamtverein nicht für ein neues Abenteuer in Liga 1 schädigen wollte. Durch den Umzug in eine 35 Kilometer entfernte Skaterhockeyhalle verloren die Attinger bereits in den Play-offs so viele Zuschauer und damit Einnahmen bei gleichzeitiger Kostensteigerung, dass es den Verantwortlichen zu leichtsinnig erschien, auch noch eine neue zweite komplette Saison 2015 anzuhängen. Hier siegte also die Vernunft über das Herz.

Diese sicherlich schwierige Entscheidung der Bayern verbleibt Kaarst in der Liga und setzt ab sofort alles daran, mit einer stärkeren Mannschaft in der ersten Liga mitzuhalten. Ohnehin war nach dem Abstieg 2012 der direkte Aufstieg keine Priorität. Angesichts des hervorragenden Nachwuchses wäre es den damaligen Verantwortlichen lieber gewesen, erst in diesem Jahr den Aufstieg anzupacken. Nunmehr haben aber schon einige jugendliche Akteure Bundesligaluft schnuppern dürfen, konnten ihre Duftmarken setzen und erkannten aber auch ihre Grenzen. In der neuen Saison wird deren Nervositätspegel beim Einlaufen in die Stadtparkhalle deutlich niedriger sein. Zusätzliche Youngsters werden hinzugezogen.

Der „goldene“ Torschütze Thimo Dietrich verbleibt mit dieser positiven Nachricht auch in Kaarst, was die Offiziellen natürlich sehr freut. „Weniger der Konkurrenz, die nun ihre Abwerbungsgedanken ad acta legen können“, so die Kaarster in ihrer Mitteilung. Vielleicht findet sich jetzt auch noch ein interessierter Trainer, der die Mannschaft neben Georg Otten durch die nächste Saison führen möchte. Die Karten sind neu gemischt.