„Zusamme Ans“ – die Patriots vor dem SaisonstartRhein-Main Patriots

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Das letzte Jahr war bei den Patriots ein Auf und Nieder. Wie bewerteten Sie das vergangene Jahr?

Wir haben uns unterm Strich etwas mehr erhofft. Natürlich wollten wir die Play-offs erreichen und auch das Pokalfinale in eigener Halle war das große Ziel. Beides konnten wir nicht realisieren und daran müssen wir uns einfach messen lassen. Dennoch steht eine wesentlich bessere Auswärtsbilanz, was eine gute Grundlage darstellt. Auch die Tatsache schon früh in der Saison nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun zu haben ist positiv zu bewerten. Doch jetzt wollen wir den nächsten Schritt machen. Daran müssen wir uns einfach messen lassen.

Und was soll in diesem Jahr erreicht werden?

Das in der letzten Saison verfehlte dieses Jahr realisieren. In der Bundesliga ist erneut das Ziel die Play-offs. Im Pokal haben wir uns den Einzug ins Finale fest vorgenommen.

Im Vergleich zum letzten Jahr: Sehen Sie Ihre Mannschaft stärker oder schwächer aufgestellt?

Ich glaube an das Team, auch wenn es im zweiten Jahr in Folge verjüngt wurde. Wir sind mit unserem Team wie ich denke, sowohl in der Breite als auch in der Qualität in diesem Jahr sehr gut aufgestellt. Gezielte Neuverpflichtungen sollen uns für die Zukunft fit machen. Fast alle Wunschspieler konnten verpflichtet werden, daher bin ich überzeugt eine junge und hungrige Mannschaft zu haben, die uns mit Motivation und vor allem Leidenschaft  überzeugen wird. Mit nun 23,2 Jahren im Durchschnitt ist dieses mit das jüngste der Liga. Mit Aletter, Neumann und Bauersfeld sollen auch drei unserer Junioren  in dieser Saison möglichst viel Bundesligaluft schnuppern. was zeigt dass wir langfristig Bundesligahockey in Niddatal etablieren wollen. Schnellen kurzfristigen Erfolg zu haben und dann in der Versenkung zu verschwinden ist nicht unsere Philosophie. Wir wollen Kontinuität und das geht nur mit gezielter und guter Nachwuchsarbeit. Nur so ist langfristig eine solch hochklassige Liga in unserem Sport zu halten.

Die Patriots genießen den Ruf als unangenehmen Gegner. Liegt darin eine Stärke?

Solche Aussagen muss man sich erarbeiten. Unangenehm kann aber auch heißen schlecht einschätzbar bezüglich Leistungsschwankungen. Mit dem Ruf unangenehmer Gegner kann ich mich anfreunden, aber dann mit kontinuierlichen Leistungen, daran wollen wir arbeiten.

Wie hat sich der Verein in den letzten Jahren entwickelt, sprich, denken Sie, die Patriots sind reif für einen Skaterhockeytitel?

In einer Entwicklung gibt es Höhen und Tiefen. Wichtig ist, dass man aus Negativerlebnissen seine Schlüsse zieht und sich Problemen stellt. Das hat der Verein besonders im letzten Jahr nach Misserfolgen intensiv getan und dass stimmt mich mehr als positiv. Das merkt man aktuell im ganzen Verein. Mit der Aussage „Zusamme Eins“, was auch auf unserem Trikot unterhalb des Kragens stehen wird, will der Verein den Zusammenhalt und, dass Ziele nur als Team realisiert werden können, auch deutlich nach außen tragen.  Sportlich denke ich in der Meisterschaft noch nicht über einen Titel nach, da haben wir andere Ziele. Im Pokal glaube ich schon, dass an einem guten Tag alles möglich ist. Dennoch wäre ein Titel für die Patriots in den nächsten drei Jahren eine absolute Sensation.

Was hat sich zu 2013 in der Bundesliga verändert?

Wie man sieht ist das Niveau schon recht hoch, mussten die Aufsteiger Bremerhaven und Rostock gleich wieder den Gang in die 2. Liga antreten. Aus der sind mit Atting (Bayern) und Kaarst (NRW) zwei alte Bekannte wieder aufgestiegen.  Es war letztes Jahr bereits eine tolle Liga mit spannenden und ausgeglichenen Spielen. Ich denke das wird sich in diesem Jahr fortsetzen und jedes Spiel wird heiß umkämpft sein. In meinen Augen hat diese Liga und dieser Sport eine weitaus größere Anerkennung und Popularität verdient, als er sie bisher besitzt.

Was wird das Highlight in dieser Saison?

Das kann man jetzt definitiv noch nicht sagen, weil Jedes Spiel wichtig und sehr umkämpft sein wird. Toll ist für uns aber das Freitagabendspiel am 22. August zu Hause gegen Köln. Auch bin ich gespannt wie die Heimspiele sonntags angenommen werden. Gerade für Familien mit 16.30 bzw. 17.30 Uhr eine ideale Uhrzeit.  Bereits im letzten Jahr hat man sehen können, dass es keinen Punktelieferant in der Liga gibt und von Platz 1 bis 12 jeder jeden schlagen kann. Eigentlich perfekt für jeden Zuschauer.

Wer sind die Top 3? Und wer landet ganz unten?

Die Top 3 sind meiner Meinung nach wie jedes Jahr der Meister Iserlohn , sowie  Augsburg und  Köln. Schwer werden es wie in der letzten Saison vermutlich die beiden Aufsteiger sowie Krefeld haben. Aber auch wir müssen in jedem Spiel unsere Leistung abrufen, um nicht da unten rein zu rutschen.

Haben Sie einen Geheimtipp, welche Spieler in der Liga zum Star avancieren könnte? Vielleicht auch aus eigenen Reihen?

Über Spieler anderer Teams mache ich mir aktuell weniger Gedanken. Ich denke das kann man als Außenstehender auch erst nach den ersten Spieltagen sagen. Bei uns haben viele Spieler das Zeug erfolgreiche Skaterhockeyspieler zu werden. Doch mit Marco Kluin und Marco Forster haben wir sicherlich mindestens zwei Verteidiger unter den Top 12 der Liga, das haben sie schon in der letzten Saison mehrfach unter Beweis gestellt, und werden es auch in dieser noch deutlicher zeigen.

Was sind Ihre Wünsche für die Saison 2014?

Das wir verletzungsfrei durch die Saison kommen und unsere gesteckten Ziele erreichen. Doch ist es für mich ein großer Wunsch, dass Spielern, Vereinen und Verbänden dieses interessanten, spannenden und hochklassigen Sports, die Anerkennung zu Teil wird, die sie verdienen. Da ist noch viel Luft nach oben.