Zum Punkten verdammtChiefs müssen in Duisburg ran

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„Am Wochenende geht’s drum – mal wieder“, stellt Coach Markus Krawinkel realistisch fest. „Im Grunde muss man ab jetzt jedes Spiel gewinnen. Das ist nicht unmöglich, aber sehr schwer.“ Letzte Saison haben die Neusser die Klasse gehalten, weil die Konkurrenz im Endspurt überhaupt nicht mehr punkten konnte, derzeit sieht es genau anders herum aus. Kassel steht auf dem ersten Nicht-Abstiegsplatz und hat nicht nur die Chiefs, sondern zuletzt auch Essen geschlagen und ist damit drei Siege voraus. Bei noch fünf zu spielenden Partien.

„Es sind noch 15 Punkte zu holen“, rechnet Krawinkel. „Bisher haben wir aus 17 Spielen erst 13 Punkte geholt, es sind also noch mehr Punkte zu vergeben, als wir bisher haben. Dafür müssen wir alles tun. Alle Gegner, die jetzt kommen, sind schlagbar. Auch wenn unsere Form und die letzten Ergebnisse sicher nicht für uns sprechen.“

Die Pleite in Kassel ist abgehakt, „wir haben gut trainiert“, findet der Coach. Am Wochenende steht der komplette Kader zur Verfügung, man will sich voll reinhauen. „Und dann mal sehen, wozu es reicht. Kassel ist natürlich schon weit weg, aber vielleicht reichen ein paar Punkte auch zum vorletzten Platz, und dann muss man abwarten, wofür der in der Endabrechnung gut ist.“ In die Statistik sollten die Neusser dabei vor dem Wochenende besser nicht schauen. Gegen und in Duisburg konnte man zuletzt vor über 10 Jahren gewinnen (7:5 in 2005), das Hinspiel gab man völlig unnötig mit 8:9 ab. Auch die Eagles tanzten den Chiefs zuletzt oft auf der Nase herum. Zwar gelang im letzten Jahr ein Heimsieg nach Penaltyschießen, aber die stark verbesserte Kaarster Truppe, die es bis auf Platz 2 in der Tabelle geschafft hat, führte Uedesheim in Hinspiel so richtig aufs Glatteis und siegte mit 17:6. Danach warf Ex-Coach Marcel Mörsch die Flinte ins Korn.

Sein Nachfolger und Ex-Kaarster Krawinkel glaubt derweil noch an die Wende. „Die Jungs werden in beiden Spielen alles geben. Sicher wird es schwer. Aber wir packen es an, denken positiv und stecken nicht schon jetzt den Kopf in den Sand. Wenn wir am Sonntag sechs Punkte eingefahren haben, sehen wir weiter.“ Und wenn nicht? „Das sehen wir dann.“