Zufriedene Gesichter trotz Auftaktniederlage

Zufriedene Gesichter trotz AuftaktniederlageZufriedene Gesichter trotz Auftaktniederlage
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Trotz einer guten Leistung und großem Kampf im ersten Saisonspiel reisten die Spieler der Rhein-Main Patriots mit leeren Händen zurück in die Wetterau. Dabei sah es im ersten Abschnitt vielversprechend für die Gäste aus. Die 1:0-Führung der Hausherren durch Schneider in der siebten Spielminute konnte Steven Töteberg nur 90 Sekunden später ausgleichen. Knapp sechs Minuten später folgte gar das 2:1 der Gäste durch Jan Erik Bannenberg. Die Patriots waren gut im Spiel, konnten immer wieder die Angriffe der Duisburger entschärfen. Taktisch gut eingestellt tauchte man selbst immer wieder gefährlich vor dem Tor der Wedaustädter auf. Doch 80 Sekunden vor der ersten Pausensirene gab es eine Unachtsamkeit im Defensivverhalten, und so war es erneut Sebastian Schneider, der unbedrängt zum 2:2-Ausgleich einschießen konnte.

Im zweiten Abschnitt dann die womöglich spielentscheidende Phase. Zwei Minuten gespielt und die Patriots in Powerplay. Der Duisburger Kevin Wilson versucht zu klären, und trifft Christan Unger unglücklich im Gesicht, dieser geht zu Boden. Die Schiedsrichter entschieden nach viel zögern, aber folgerichtig auf eine Fünf-Minuten-Strafe wegen Verletzungsfolge, da Unger im Gesicht blutete. Unger musste behandelt werden und fehlte Patriots-Coach Pfannmüller für das gesamte zweite Drittel. Mit nur zehn Feldspielern angereist merkte man in dieser Situation den kleinen Kader deutlich und so waren die Variationsmöglichkeiten gerade im Powerplay stark eingeschränkt. Die fünf Minuten verstrichen, die Niddataler machten Druck, aber Zählbares sollte nicht herausspringen. Zu überhastet agierte man in dieser Überzahl. Die Ducks somit wieder komplett und so war es Nick Rabe, der in der 33. Minute die 3:2-Führung für die Hausherren besorgte. Die Hessen nun mit ihrer schwächeren Phase des Spiels, doch dank eines stark haltenden Ingo Schwarz ging man auch nur mit einem knappen 2:3-Rückstand in die zweite Pause.

Im Schlussabschnitt waren die Patriots wieder wacher und präsenter in den Zweikämpfen. Setzten den Favoriten weiter unter Druck und drängten auf den Ausgleich. Doch in der 46. Spielminute Strafzeit für Assenheim und Duisburg nutze diese zum 4:2 durch Routinier Patrick Schmitz. Weiter druckvoll waren es erneut Strafzeiten, die die Ducks auf die Siegerstraße brachten. Dominik Müller war es, der auf Linksaußen zweimal mit einem Sonntagsschuss Ingo Schwarz zum 5:2 und 6:2 überwinden konnte. Die Patriots gaben nicht auf und so kamen sie ebenfalls in Powerplay durch Christian Trautmann zum 6:3 in der 55. Spielminute. Weitere große Chancen hätten das Ergebnis am Ende noch knapper aussehen lassen, doch auch René Hippler im Tor der Ducks zeigte ein ums andere Mal seine Klasse.

Am Ende war Trainer und Mannschaft trotz der Niederlage nicht unzufrieden. „Wir haben gegen den Vizemeister ein gutes Spiel abgeliefert und waren absolut auf Augenhöhe. Bedenkt man, dass es für Duisburg bereits das dritte Spiel war und somit die Erkenntnisse der Saison schon wesentlich weiter waren als bei uns. Das uns aktuell noch sieben leistungsstarke Spieler fehlen, soll und darf keine Ausrede sein, sondern hat mir gezeigt, dass der uns momentan zur Verfügung stehende Kader schon auf einem sehr hohen Niveau ist und wir mit den besten der Liga mithalten können“, war Patric Pfannmüller dennoch zufrieden. „Im Powerplay ruhiger und im Abschluss etwas konsequenter, und Auswärtspunkte wären möglich gewesen. Das sind Kleinigkeiten, daran werden wir arbeiten. Mich stimmt das sehr zuversichtlich“, so der Trainer weiter. Als Fazit beleibt somit stehen, dass der Deutsche Vizemeister und Pokalsieger einfach noch in den entscheidenden Phasen den entscheidenden Schritt cleverer war und so die Punkte an der Wedau behalten konnte.