Wölfe starten in die Saison IHC Atting

Wölfe starten in die Saison Wölfe starten in die Saison
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Nur noch sieben Gegner (dazu noch Freiburg, Merdingen, Spaichingen, Deggendorf und Schwabmünchen) statt wie im Vorjahr in der 1. Bundesliga elf warten in der 2. Bundesliga Süd in diesem Jahr auf die Wölfe. „Das Ziel sind die Playoffs“, sagt Coach Jürgen Amann. Die Endrunde erreichen die ersten vier Teams, dann wird mit der 2. Bundesliga Nord verzahnt. Die Sieger der beiden Halbfinals erhalten die Startberechtigung für die 1. Bundesliga.

Neben Mitabsteiger Crefelder SC, der am Sonntag das Derby gegen Bockum klar mit 11:4 gewann, zählen Merdingen und Schwabmünchen zu den Favoriten: „Merdingen hat sich stark verstärkt, außerdem haben sie ohnehin schon starke Spieler – die sind für mich fast Favorit“, sagt Kapitän Fabian Hillmeier. „Aber wir haben auch einen starken Kader, drei Top-Reihen. Da ist einiges drin.“ Marcel Brandt, Michael Welter, Tobias Wolf und am Donnerstag überraschend auch noch Michael Hofmeister haben das Team verlassen, Nationalspieler Thomas Bauer ist aber ebenso geblieben, wie Roman Schreyer. Dessen Bruder Mirko ist der einzige Neuzugang. Dazu kommt das starke Gerüst um Tim Bernhard, Matthias Rothhammer, Florian Tkocz und Hillmeier. Ergänzt soll der Kader durch talentierte Junioren werden, allen voran Nico und Kevin Kroschinski, die am Wochenende aber wie einige andere beim Lehrgang für die Bayernauswahl sind und daher fehlen werden. So plagen die Wölfe ein paar Personalsorgen, zweieinhalb Reihen stehen nur zur Verfügung.

„Die Stimmung in der Mannschaft ist sehr gut“, sagt Goalie Raphael Heitzer. „Wir bekommen jetzt ein paar junge Spieler dazu. Das tut uns bestimmt gut.“ Um diese Stimmung dreht sich aktuell vieles im Verein. Verantwortliche und Coach hoffen, dass der Zwangsabstieg aufgrund der Hallenfrage schnell aus allen Köpfen verschwindet. „Wir wollen einen guten Start hinlegen, die Frage aber ist, wie hungrig sind wir?“, fragt Amann. „Der Abstieg war schon ein kleiner Rückschlag. Wie wir das wegstecken, werden wir nach den ersten Spielen sehen. Unser Kader ist physisch auf alle Fälle stark genug.“

Im Umfeld hat sich der Abstieg nicht ausgewirkt. Von vielen Seiten hat der Verein Lob erhalten, dass auf die Nachhaltigkeit und den Nachwuchs (in der Laufschule gibt es 100 Anmeldungen) wert gelegt wurde und nicht auf kurzfristigen Erfolg der Bundesligamannschaft mit hohem finanziellen Risiko. Auch die Sponsoren honorierten dies. Einige haben sogar ihr Engagement erhöht, nur wenige sind nicht mehr dabei. Sie konnten durch neue Partner ersetzt werden. Rund um die Spiele werden auch in diesem Jahr Marketing- und Werbeaktionen durchgeführt. Die Steigerung dessen im Vorjahr habe sich sehr positiv auf Zuschauerzahlen und Bekanntheitsgrad ausgewirkt. Daran wolle man festhalten, sagt die Vorstandschaft.

Sechs Hauptrundenspiele werden im Straubinger Eisstadion ausgetragen, zum letzten am 11. Juli geht es bereits nach Donaustauf, weil das Eisstadion in diesem Jahr noch kürzer zur Verfügung steht. Alle Playoff-Spiele im September werden dann in der zweiten Heimspielstätte, rund 35 Kilometer entfernt von Atting ausgetragen.

Zu diesem Zeitpunkt wird man auch bereits mehr über das Hallenprojekt wissen, das alle Spieler und die Verantwortlichen die letzten Monate so beschäftigte. Am Donnerstag stellte Attings 1. Bürgermeister Robert Ruber das Projekt Begegnungszentrum „Atting Aktiv“ in der Bürgerversammlung noch einmal vor. Es habe zu den Fördergeldern zuletzt sehr positive Reaktionen aus dem Landratsamt gegeben, sagte er. Der Gemeinderat werde noch im zweiten Quartal abstimmen, ob gebaut wird oder nicht.

Zwangsabstieg, Nachwuchs einbauen und möglicher Hallenbau – das Motto für die Saison 2015 wird also erst im Laufe der Saison feststehen. „Wir haben die letzten Jahre jetzt viele Unsicherheiten überstanden“, sagt 1. Vorsitzender Bernd Maier. „Klar ist jetzt schon eines. Aufgeben werden wir auch diesmal nicht.“