Wölfe sind Meister der 2. Skaterhockey-Bundesliga SüdIHC Atting

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Nach dem 6:8 am Samstag bei den Freiburg Beasts und dem gleichzeitigen 7:8 nach Penalty-Schießen der Schwabmünchen Mammuts bei den Commanders Velbert brauchten die Wölfe in Spaichingen, wo sie noch nie zuvor gewonnen hatten, unbedingt einen Sieg. Nur so konnte der größte Erfolg der Vereinsgeschichte erreicht werden.

Das Spie begann denkbar ungünstig. Schon nach zehn Sekunden brachte Andreas Erlenbusch die Dachse in Führung. In der Folge entwickelte sich auf der kleinen Fläche in Spaichingen ein teils hektisches Spiel, das die Wölfe langsam in den Griff bekamen. Matthias Rothhammer schloss in der siebten Minute einen schön vorgetragenen Konter zum Ausgleich ab. Atting zeigte sich wie tags zuvor in Freiburg spielbestimmend, scheiterte aber immer wieder am überragend haltenden Julian Käfer im Badgers-Gehäuse, der einen Schuss nach dem anderen herunterpflückte.

Spätestens ab dem zweiten Drittel übernahmen dann die Wölfe vollends das Spiel. Doch es dauerte bis zur 28. Minute, ehe Tim Bernhard Käfer mit einer schönen Einzelleistung überwinden konnte. Nun war der Bann gebrochen. Nicht einmal zwei Minuten später war erneut Bernhard mit dem 3:1 aus spitzem Winkel zur Stelle. In der 32. Minute erhöhte Kapitän Fabian Hillmeier auf 4:1. Damit ging es auch in die zweite Pause.

Zwischenzeitlich wusste man, dass Düsseldorf Schwabmünchen mit 4:1 besiegt hatte und nun eben die Rams der Hauptkonkurrent um den Titel waren. An der Ausgangssituation änderte dies nichts. Ein Sieg war weiterhin nötig und der wurde nun souverän eingefahren. Die Wölfe spielten überlegt, waren stets einen Schritt schneller und standen sicher in der Defensive. Beim vermeintlichen 2:4 der Gäste hatte das Schiedsrichtergespann schon abgepfiffen und auch eine Strafe in den Schlussminuten – übrigens erst die zweite überhaupt – überstand das Team mit großem Einsatzwillen.

Schon Sekunden vor der Schlusssirene lagen sich die Spieler auf der Bank in den Armen, danach brachen alle Dämme. Helme, Schläger und Handschuhe flogen in die Luft und Goalie Raphael Heitzer wurde umarmt. Coach Jürgen Amann legte einen Jubelspurt über die gesamte Fläche hin und herzte ebenfalls seine Spieler. Kapitän Hillmeier erhielt wenig später den Meisterpokal, den er mit den Worten „Da ist das Ding“ seinen Teamkameraden präsentierte.

„Das ist etwas, das für ewig hängen bleibt – sowohl persönlich als auch für den Verein“, sagte Trainer Amann. „Es war unglaublich wie wir heute gespielt haben. Eigentlich müssen wir das Spiel viel höher gewinnen, wir waren deutlich überlegen. Ich denke, dass wir über die gesamte Saison hinweg gesehen, verdient den Titel geholt haben. “

Bis Ende Oktober muss die Vereinsführung nun entscheiden, ob das Aufstiegsrecht in die 1. Bundesliga angenommen wird. Bereits 2010 und 2011 spielte man in der Eliteliga, die damals noch zweigleisig war. In der eingleisigen 1. Bundesliga sind zwölf Teams vertreten.

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