Wölfe schießen Meister Schwabmünchen aus der HalleIHC Atting

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Was für ein Spiel. Nicht nur die Zuschauer, auch die Mammuts-Spieler, die vor dem Spiel Revanche für die 8:11-Heimniederlage Ende April, angekündigt hatten, blickten immer wieder ungläubig auf die Anzeigetafel im Eisstadion am Pulverturm. „Das war ein fantastisches Spiel meiner Mannschaft“, strahlte Attings Coach Jürgen Amann später über das ganze Gesicht. „Ich mache das jetzt drei Jahre. Das ist einer der Momente, bei denen man weiß, warum man die viele Arbeit auf sich nimmt.“

Die in Bestbesetzung angetretenen Gäste, die noch im Vorjahr klar die Meisterschaft für sich entschieden hatten (Dem TrioSchmidt/Krafczyk/Hägele gelangen 225 Scorer-Punkte), sahen sich schon im ersten Drittel einem Attinger Sturmlauf ausgesetzt, den sie nicht bremsen konnten. War das erste Tor durch Dominik Nissen noch etwas glücklich über die Linie gestochert, waren die restlichen blitzsauber herausgespielt. „Wir haben sehr überlegt agiert“, sagte Amann. „Wir haben die Fläche ausgenutzt, tolle Pässe gespielt und zur richtigen Zeit den Abschluss gesucht.“

Schon nach elf Minuten stand es 0:3 und die Gäste nahmen eine Auszeit. Statt eines Hallo-Wach-Effekts gab es aber kurz darauf das 0:4, mit dem es dann auch in die erste Pause ging. Kaum war diese vorbei, zauberten auch die Wölfe schon wieder. Tim Bernhard spazierte locker zum 5:0 und auch der am Ende vierfache Torschütze René Röthke zeigte immer wieder seine Klasse und seine Übersicht für den freien Mann. Auch der Torhüterwechsel bei den Mammuts brachte keine Besserung. Erst im Schlussdrittel erzielten die Gäste dann zwei Treffer.

„Ich habe eigentlich gedacht, dass sie im zweiten Drittel noch einmal kommen“, sagte Amann. „Aber wir haben weiter dominiert. Viel besser können wir eigentlich nicht spielen.“  Nicht nur Attings 1. Bürgermeister Robert Ruber zeigte sich begeistert, auch IHC-Vorstand Bernd Maier meinte. „In dieser Saison haben wir Schwabmünchen all das zurückgegeben, was wir in den vergangenen Jahren an Niederlagen und Spott von ihnen einstecken mussten.“

Die Wölfe haben mit dem fünften Sieg im siebten Spiel auch die Tabellenführung übernommen. In zwei Wochen, am 25. Mai, kommt es somit zum Spitzenspiel gegen den bisher ungeschlagenen Erstligaabsteiger Düsseldorf Rams. „Wir hoffen auf viele Zuschauer“, sagte Amann. „Das ist ein verdammt wichtiges Spiel.“

Tore: 1:0 (7:06) Nissen (Mar. Rothhammer), 2:0 (10:17) Hillmeier (Röthke), 3:0 (10:42) Röthke (Bernhard), 4:0 (14:13) Tkocz (Dünnbier), 5:0 (21:52) Bernhard (Röthke), 6:0 (29:30) Hillmeier (Edenhofer), 7:0 (30:46) Bernhard (Bogner), 8:0 (33:13) Mat. Rothhammer (Tkocz), 9:0 (34:35) Röthke (Mar. Rothhammer), 10:0 (37:45) Mat. Rothhammer (Hillmeier), 11:0 (39:31) Röthke, 11:1 (41:37) Krafczyk (Ringmaier), 12:1 (43:48) Tkocz (Mat. Rothhammer), 13:1 (49:53) Röthke (Bernhard), 13:2 (49:45) Hägele (Krafczyk – 4:3). Strafen: Atting 10, Schwabmünchen 8 + 10 (Schmidt). Zuschauer: 150.