Wölfe gleichen Viertelfinalserie ausIHC Atting

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In einem packenden Play-off-Fight mit krachenden Checks, knisternder Stimmung, jeder Menge Trash Talk und vielen Torszenen machten die Attinger viermal einen Rückstand wett und entschieden das Spiel im letzten Drittel für sich. Kapitän Fabian Hillmeier erzielte in der 49. Minute das Siegtor. Tim Bernhard, der erneut mit vier Punkten glänzte, erzielte sieben Sekunden vor Schluss den Treffer zum 6:4 ins verlassene Iserlohner Gehäuse und sprach danach von „einem geilen Spiel“.

Bernhard war es auch, der nach wenigen Minuten mit einem harten Check für die ersten Duftmarke sorgte. Von Beginn an war klar, dass sich auch in diesem Spiel beide Teams keinen Zentimeter Boden schenken würden. Immer wieder stand auch Nationalgoalie Jonas Mende im Mittelpunkt, der mehrere Attinger Alleingänge parierte und kaum einen Schuss abprallen ließ. „Er hat uns im Spiel gehalten“, sagte Iserlohns Spielertrainer Carsten Plate. „Es war ein kurioses Spiel: Eigentlich müssen wir nach zwei Dritteln klar hinten liegen. Mende hat aber stark gehalten. Das letzte Drittel war dann unser bestes, aber wir verlieren aufgrund von zwei individuellen Fehlern das Spiel.“

Hillmeier, der das 5:4 nach einem Abwehrfehler der Samurai erzielte, sah das ähnlich: „Das 5:4 war ein Knackpunkt im Spiel.“ Doch vorbei war es noch nicht. Gerade Goalie Raphael Heitzer bekam danach noch mächtig Arbeit, parierte in einer Torschussszene der Gäste binnen 30 Sekunden gleich fünfmal und hatte in der 53. Minute das Glück auf seiner Seite, als der zweifache Gästetorschütze Marco Peters mit einem satten Schuss die Latte traf. Im ersten und zweiten Drittel hatte schon einmal der Pfosten gerettet.

Auch im zweiten Drittel hielt der Goalie sein Team im Spiel. Gerade in diesem Abschnitt drohte den Attingern ein höherer Rückstand. „Wir haben gefühlt das ganze Drittel in Unterzahl gespielt“, sagte Hillmeier. Allein 16 Minuten erhielten die Wölfe in dieser Zeit, Tim Dünnbier holte sich nach zwei Fouls sogar sieben Minuten am Stück ab, erzielte aber kurz nach Ablauf seiner Strafe das 3:3 (39.). Iserlohn hatte nur ein Tor geschafft – das bei doppelter Überzahl in der 36. Minute. Zuvor hatten sich die Wölfe auch noch einen Wechselfehler geleistet.

Aber auch die Gäste kassierten im zweiten Drittel ihre Strafen, bei einer doppelten Unterzahl zeigten sie aber ihre Stärken, ließen Bernhard von der blauen Linie kaum zum Schuss kommen, klärten viele Bälle und hatten in Mende einen klasse Rückhalt. „Er hat gezeigt, war er der stärkste deutsche Torhüter ist“, lobte Plate seinen Nationalgoalie.

Der durfte sich erst mitfreuen, als Iserlohn im letzten Drittel einen Blitzstart erwischte und nach 22 Sekunden durch Tim Linke in Führung ging. Doch die währte nicht lange. Bernhard tanzte die Iserlohner Abwehr aus und verlud auch Mende zum 4:4 (45.). Schon wenig später hatten Hillmeier und Florian Tkocz das 5:4 auf dem Schläger, brachten den Ball aber nicht im Tor unter. Erst Hillmeier schaffte es später und in der Folge behielt seine Mannschaft die Übersicht, überstand auch eine Unterzahl ab 80 Sekunden vor dem Ende und bejubelte den Sieg danach frenetisch, ehe es beim Verlassen des Feldes noch eine kleine Rangelei an der Gästespielerbank gab. Matthias Rothhammer sprach von „einen wahnsinnig intensiven Spiel“.

Überhaupt kochten die Emotionen hoch. Immer wieder gab es Auseinandersetzungen und Diskussionen nach Checks, auch Spielertrainer Plate war mit von der Partie und bekannte danach: „Wir hatten teilweise unsere Emotionen nicht im Griff. Es war ein hitziges Spiel, wir haben so viele erfahrene Spieler, sind deutscher Meister – da müssen wir einfach kühlen Kopf bewahren.“

Tore: 0:1 (10:47) Peters (Bialke), 1:1 (16:02) Mat. Rothhammer (Hillmeier), 1:2 (24:02) Poerschke (Plate), 2:2 (28:13) Bauer (Bernhard, 4-3), 2:3 (35:00) Peters (Wichern, 2-4), 3:3 (38:01) Dünnbier (Bernhard), 3:4 (40:22) Linke (Poerschke), 4:4 (44:01) Bernhard (Bauer), 5:4 (48:43) Hillmeier, 6:4 (59:53) Bernhard ENG, 3-5. Strafen: Atting 26, Iserlohn 13 + 10 (Linke). Zuschauer: 130.

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