Wölfe besiegten SpaichingenAtting gewinnt mit 7:1 gegen die Badgers

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Der IHC Atting hat seine Erfolgsserie fortgesetzt und auch sein viertes Heimspiel der laufenden Saison gewonnen. Gegen die Badgers Spaichingen gab es am Samstag einen 7:1-Erfolg (1:0, 1:1, 5:0) – ein klares Ergebnis, das erst im Schlussdrittel auch klar wurde.

Denn über 40 Minuten waren die Wölfe zwar die spielbestimmende Mannschaft, konnten sich aber nicht entscheidend absetzen. „Wir haben auf ein Tor gespielt, aber Spaichingen ist defensiv sehr gut gestanden und hat von einem überragenden Torhüter profitiert“, sagte Trainer Jürgen Amann. „Julian Käfer ist wirklich wie eine Wand gestanden.“

Im Schlussdrittel stand das Spiel dann sogar auf der Kippe. Atting ging mit einer Strafzeit in die letzten 20 Minuten, doch auch man selbst ließ defensiv erneut so gut wie nichts zu. In vier Heimspielen kassierte man nur sechs Tore. Raphael Heitzer, der in der Drangphase der Gäste souverän agierte, musste bei jedem seiner drei Einsätze nur ein Gegentor hinnehmen. „Es war auch wichtig, dass wir danach das 3:1 geschossen haben, denn wer weiß, wie es weiter gegangen wäre“, sagte der Attinger Goalie.

Für dieses Tor zur Vorentscheidung war der Top-Scorer und Nationalspieler der Wölfe, Thomas Bauer zuständig, der im ersten Drittel noch am Pfosten gescheitert war. Er erzielte es in der 47. Minute. Die Vorarbeit kam von Tim Dünnbier, der diesmal wieder mitwirken konnte. Die beiden waren es dann auch, die in der Folge das Spiel entschieden. In der 52. und 54. Minute hieß es jeweils Tor Dünnbier, Vorlage Bauer, exakt elf Sekunden nach dem 5:1 legte Bauer mit seinem vierten Punkt des Abends auch noch das 6:1 durch Markus Hausner auf.

Fabian Hillmeier, der bereits in der neunten Minute das 1:0 erzielt und das 2:0 in der 25. Minute durch Matthias Rothhammer vorbereitet hatte, traf fünf Sekunden vor dem Ende im Alleingang zum 7:1. Auch das Fazit de Kapitäns fiel klar aus: „Wir waren eigentlich überlegen, haben unsere Chancen aber nicht genutzt.“ Eine dieser Chancen zählte übrigens nicht: Marco Rothhammer traf im zweiten Drittel per Kopfball, was allerdings nicht zählte. Er selbst musste nach dem Spiel lachen, denn seine Teamkollegen sprachen „von einem Hauch NHL“. Denn in der dritten Runde der NHL-Playoffs zwischen Chicago und Anaheim hatte es genau ein solches Tor gegeben – das aber auch nicht zählte.

Hätten die Gäste aus Spaichingen davor oder danach einige ihrer wenigen eigenen Gelegenheiten in Tore umgemünzte – im ersten Drittel trafen sie beispielsweise die Latte – „hätte es auch in die Hose gehen können“, sagte Amann. „Wenn die das 2:2 machen, geht vielleicht das Zittern los. Aber wir haben dann im letzten Drittel unsere Chancen besser verwertet.“

Am kommenden Wochenende stehen gleich zwei Spiele an und diese sind Derbys. Am Freitag gastiert man in der neuen Pflanz-Arena in Deggendorf am Samstag geht es zuhause (17.30 Uhr) gegen Schwabmünchen. „Auch wenn es manche vielleicht nicht gerne hören: Wir dürfen uns vom 22:1 aus dem Hinspiel gegen Deggendorf nicht täuschen lassen“, sagt Amann. „Deggendorf hat in der neuen Halle einen Heimvorteil, hat nichts zu verlieren und kann mit Sicherheit auf viele Zuschauer bauen. Wir müssen einen Weg finden, dort die drei Punkte zu holen und gleichzeitig nicht zu viele Körner für den Samstag zu lassen, denn Schwabmünchen ist ein direkter Konkurrent.“