Wieder ein Spiel in den Ferien

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Entsprechend dünn ist die Kaarster Spielerdecke. Bereits zu Jahresbeginn war bekannt, dass dieses und das nächste Wochenende hart werden würden. Selbst mit dem Kader zu Saisonbeginn wären die Adler nur mit der Mindestanzahl an Spielern angetreten. Beide damaligen Torhüter wollten gleichzeitig in Ferien gehen, was schon vor drei Monaten Aktionen seitens des Trainerstabes auf dieser Position erforderte. Eagles-Torhüter Philipp Inger wurde wieder animiert, seine Laufbahn fortzusetzen. Dazu wurden zeitweise Justin Schroers und heute Christoph Oster angesprochen, ob sie im gelb-schwarzen Dress aushelfen wollten. Schroers ist zwischenzeitlich wieder im Eishockeyeinsatz ebenso ab sofort Benjamin Hanke. Oster wird beiden voraussichtlich zum Monatswechsel aufs Eis folgen. Daher bemühen sich die Eagles für die kommenden Matches einen weiteren Torhüter einzusetzen, da ein dauerhafter Einsatz von Nachwuchskeeper Daniel Boschewski in dieser Eliteliga noch zu früh kommt. Ihn wollen die Eagles nicht verheizen.

Auf dem Feld fehlen aus gesundheitlichen Gründen Chris Glaubach, Pascal Mackenstein und Marc-André Otten. Roy Lindner, Tim Hauck, Florian Janssen, Benjamin Braun und Christian Perlitz sind aus beruflich verhindert. Aus den Ferien zurückgekehrt sind die Brüder Jonas und Thimo Dietrich, die sich im Urlaub hoffentlich fit gehalten haben. Mit den fünf Verteidigern Sascha Drehmann, Michael Geiß, David Walczok, Dominik Boschewski sowie wieder mit Bastian Dietrich hat Coach Jan Opial seine Abwehrreihen geschlossen. Stürmer fehlen ihm aber an allen Ecken und Enden. Neben den Neuverpflichtungen Jan Taube, Udo Schafranski und Christian Müller hat er zwar drei erfahrene Cracks zur Seite, aber das reicht nicht für ein 60-Minuten-Match. Jan Opial versucht noch, einen zweiten Herrenspieler zu aktivieren und hofft außerdem noch auf die Zusage von Thorben Heitmüller. Verzichten muss er an diesem Wochenende auch auf die Hilfe der bisher eingesetzten drei Engländer Stef Fuller, Matt France und Scott Clark. Notfalls wird zum Schluss einer der fünf Verteidiger zum Stürmer umgepolt. Vielleicht wird es der just zum Nachrücker beim nächsten Lehrgang der Herrennationalmannschaft ernannte David Walczok sein, der universell einsetzbar ist.

Assenheim dürfte sich im kleinen Aufwind befinden, nachdem sie sich in Uedesheim sehr gut präsentiert haben. Nach zwischenzeitlicher 6:2-Führung gelang den Chiefs erst Sekunden vor Schluss der 7:7-Ausgleich. Mit diesem guten Gefühl können die Patriots als Favorit in die nächste Partie gehen. Im Hinspiel siegten sie überraschend klar mit 10:4, nachdem die Eagles ein katastrophales zweites Drittel abgeliefert hatten. Danach war nichts mehr aufzuholen.

Seitdem sammelten sie weitere Punkte bei zwei Siegen und zwei Unentschieden. Zwei Niederlagen stehen dabei auch zu Buche. Das reicht zum heutigen achten Platz mit einem guten Polster auf den Nicht-Play-off-Platz neun, den Krefeld zurzeit innehat.  Unter der Woche verloren sie allerdings einen sehr wichtigen Spieler. Jan Barta bricht in diesen Tagen seine Zelte in Assenheim ab und spielt demnächst in Essen Eishockey. Er war mit 18 Toren aus 16 Spielen deren Toptorjäger neben Christian Unger mit 15 und Sven Töteberg mit 12 Toren. Ihre Aufmerksamkeit müssen die Adler aber auch auf den Vorlagengeber Marcel Patejdl richten, der 17 Mal die Vorlage zum entscheidenden Torerfolg gab. Allerdings ist er auch Assenheims Strafbankkönig, wobei man feststellen muss, dass sich alle Eagles in dieser Statistik von den unteren Plätzen ins Mittelfeld absetzen konnten. So soll es bleiben, denn in Assenheim wird es schwer sein, ein Tor in Unterzahl zu vermeiden.  

Ein Bus mit dem Kader und den Fans fährt um 14 Uhr vom Parkplatz an der alten Dreifachturnhalle ab, heute Stadtparkhalle genannt.